UniCredit-HVB "Business Combination Agreement" beinhaltet Variante einer Reorganisation der Geschäftsaktivitäten von HVB und BA-CA

"Bis zu fünf getrennte rechtliche Einheiten" aus "übergreifenden Geschäftsbelangen" werden als Option genannt

Wien (OTS) - Aus einer in der aktuellen Ausgabe von NEWS veröffentlichten Passage des rund 60seitigen, streng vertraulichen, "Business Combination Agreement" - in dem die genauen Details des UniCredit-HVB-Deals geregelt sind - geht hervor, dass sich die italienische Bank bei der Strukturierung der neuen Gruppe alle Optionen offen hält: Wörtlich heißt es, "HypoVereinsbank und Bank Austria Creditanstalt sollen jeweils als volloperative deutsche bzw. österreichische Geschäftsbank und jeweils in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft fortgeführt werden". Und weiter: "Es sei denn, dass eine Reorganisation der Geschäftsaktivitäten der HypoVereinsbank bzw. der Bank Austria Creditanstalt aus übergreifendenden Geschäftsbelangen der gemeinsamen Gruppe in bis zu fünf getrennte rechtliche Einheiten durchgeführt wird, die die vier Business Lines sowie die Banking Services Line, soferne eine solche vorhanden ist, reflektieren."

Freilich hat die BA-CA im Gegensatz zur HVB einen massiven Schutzwall gegen allfällige Veränderungen der Struktur aufgebaut. Unter anderem ist der BA-CA-Betriebsrat-Fonds Namensaktionär des Institutes. Abspaltungen oder Verkäufe bedürfen daher der Zustimmung des Betriebsrates. Und: Der bei der Übernahme der BA-CA durch die HVB abgeschlossene Bank der Regionen Vertrag regelt zudem die Zuständigkeit des Institutes für Osteuropa.
Ein wichtiges Argument ist nach Ansicht von Branchen-Insidern aber die Tatsache, dass die BA-CA im Gegensatz zur HVB blendend verdient und es daher für die UniCredit und Profumo eigentlich keinen Grund gibt, massive Veränderungen vorzunehmen.

In einem mit 5. August datierten Rundschreiben des BA-CA-Betriebsrates an die Mitarbeiter heißt es, man habe UniCredit-Boss Alessandro Profumo per Brief bereits auf mögliche "Probleme hingewiesen". Der Betriebsrat werde allfälligen Holding-Konstruktionen nur dann zuzustimmen, wenn im Vorfeld "befriedigende Gesamtlösungen" sichergestellt werden.

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