- 09.08.2005, 12:03:47
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Strache fordert neue Schutzabdeckung für Sofiensäle
Häupl und Gehrer sollen 500.000 Euro-Schutzabdeckung zahlen
Wien, 09-09-2005 (fpd) - Wenn SPÖ-Kultursprecher Woller sagt, dass
Wien alles zum Schutz der Sofiensäle unternimmt, so ist das so
falsch, dass nicht einmal das Gegenteil davon wahr ist. Seit August
2004 ist das historisch unersetzliche Bauwerk ohne Schutzabdeckung.
Weder die SPÖ-Stadtregierung noch die zuständige ÖVP-Ministerin
Gehrer waren bisher bereit, eine neue Abdeckung zu finanzieren. Je
250.000 Euro würden reichen, um einen weiteren Verfall der
Bausubstanz zu verhindern, erklärte heute der Wiener FPÖ-Obmann
Heinz-Christian Strache.
Die Wiener SPÖ hat zwar in eine städtebauliche Expertise im Jahr 2004
viel Geld gesteckt, für akute Schutzmaßnahmen war man sich (mit
voller Absicht?) jedoch zu neidig. Dabei gibt es Präzedenzfälle, dass
sich ein privater Eigentümer strafbar macht, wenn er eine derartige
Schutzmaßnahme auf Kosten der öffentlichen Hand nicht annimmt.
Die SPÖ hat also alle Trümpfe in der Hand, will diese aber
offensichtlich nicht ausspielen. Es scheint also fast so, als wolle
die SPÖ Spiel und "Bummerl" absichtlich verlieren, meint
Strache.
Auch BM Gehrer verfügt gemäß § 33 des Denkmalschutzgesetzes über
einen Denkmalfonds, der für unmittelbar vom Verfall bedrohte Gebäude
bereit steht. Der Fonds dürfte dem vernehmen nach leer sein, weil er
seltsamerweise nie dotiert wurde. Jetzt wäre der beste Zeitpunkt,
dieses Versäumnis nachzuholen und 250.000 Euro in die Hand zu nehmen.
Bislang ist der Verfall der Sofiensäle eine "Chronique Scandaleuse",
deren Hauptprotagonisten SPÖ- und ÖVP-Politiker sind. Strache fordert
nun die rasche Anbringung einer Schutzabdeckung, damit bei dem
Trauerspiel wenigstens ein "Happy End" möglich ist. (Schluss)am
Rückfragehinweis:
Klub der Freiheitlichen
Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 798
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