Bartenstein in NEWS: "Präsentiere am 8. August ein Wachstumspaket."

Der Arbeitsminister will im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit mit Investitionsanreizen Wachstum und neue Jobs schaffen.

Wien (OTS) - In Interviews mit der Donnerstag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS erklärt Arbeitsminister Martin Bartenstein die Ursachen der Rekordarbeitslosigkeit so: "Es gab im letzten Quartal 2004 und im ersten heuer sehr schwaches Wachstum. Das sich nun niederschlägt. Wir haben am Arbeitsmarkt ein steigendes Arbeitskräfteangebot - drei Viertel finden einen Job, ein Viertel geht in die Arbeitslosigkeit."

Dieses Mehr an Arbeitskräften sieht Bartenstein aus drei Quellen gespeist: "Ausländische Arbeitnehmer, vor allem aus Deutschland, und Frauen drängen vermehrt auf den Arbeitsmarkt. Und es ist natürlich auch eine Auswirkung der Pensionsreform, dass Ältere länger arbeiten." - "Alarmierend" sei die Situation schlecht ausgebildeter Jugendlicher und Sorgen bereite, dass "Österreich allein zu schwach für Wachstumswunder ist. Aber die EU ist auch nur noch ein Trettbrettfahrer des Wachstums der Weltwirtschaft. Überall boomt die Wirtschaft, nur die EU fällt zurück."

Weil eine "Trendwende nur über mehr Wachstum" möglich sei, will der Minister "am 8. August gemeinsam mit dem Bundeskanzler, dem Finanzminister und den Landeshauptleuten ein Investitions- und Wachstumspaket vorlegen, um Unternehmen zu vorgezogenen Investitionen zu animieren." Über Details wird noch mit dem Finanzminister verhandelt, jedenfalls meint Bartenstein: "Wir sind beim Wachstum besser als der EU-Durchschnitt - aber nicht gut genug."

Auf die Frage, ob sein eigener Arbeitsplatz als Arbeitsminister nach den jüngst vorgelegten Zahlen noch sicher sei, antwortet Bartenstein: "Wir arbeiten weiter. Ich gehe davon aus, dass ich auch 2006 beim EU-Vorsitz Minister bin."

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