• 03.08.2005, 10:45:19
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Wehsely: Sprachoffensive-neu ein voller Erfolg

2005 bisher 5.378 Kursplätze durch die Stadt Wien unterstützt

Wien (OTS) - "Mitte März haben wir die Erweiterung der
Sprachoffensive der Stadt Wien präsentiert. Heute kann ich Ihnen
berichten: Die Sprachoffensive-neu hat sich zu einem durchschlagenden
Erfolg entwickelt. Bis heute konnten 5.378 Kursplätze durch die Stadt
Wien unterstützt werden. Den ZuwanderInnen ist die Notwendigkeit,
Deutsch zu lernen, ganz klar bewusst. Maßgeschneiderte Angebote
werden von ihnen gerne in Anspruch genommen", erklärte die Wiener
Integrationsstadträtin Mag.a Sonja Wehsely Mittwoch in Wien. Die
geförderten Deutschkurse werden von einer Reihe von KursträgerInnen
organisiert, u. a. von den Wiener Volkshochschulen.****

"Deutsch lernen an Volkshochschulen soll den MigrantInnen eine
Vielfalt an Möglichkeiten und Chancen zur Verständigung für das
alltägliche Leben, aber auch für den Beruf bieten. Die
Volkshochschulen gewährleisten das im Rahmen von Kursen, die sowohl
inhaltlich als auch methodisch-didaktisch eine hohe Qualität
aufweisen. In den Kursen lernen MigrantInnen andere Personen und
Lebenskonzepte kennen, die ihnen auch Alternativen zu ihren oft
eingeschränkten Lebenswelten aufzeigen", so Dr.in Helena Verdel vom
Verband Wiener Volksbildung/Wiener Volkshochschulen.

Insgesamt konnten bisher im Jahr 2005 72 Kurse mit 963
Kursplätzen im Bereich der Alphabetisierungsmaßnahmen gefördert
werden. 217 Basisdeutschkurse für 4.065 TeilnehmerInnen wurden
gefördert. 350 "Integrationsgutscheine Sprache" wurden finanziert.

Damit Deutschkurse angenommen werden, müssen MigrantInnen
persönlich in der geeigneten Form informiert und zum Kursbesuch
motiviert werden. Ein Grundprinzip bei den Deutschkursen, die im
Rahmen der Sprachoffensive-neu von der Stadt Wien gefördert werden,
ist die Freiwilligkeit. Darüber hinaus wurde bereits in der
Vergangenheit bei der Sprachoffensive der Stadt Wien auf spezielle
Frauenförderung größten Wert gelegt. Weitere Bausteine sind die
Niederschwelligkeit und die Zielgruppenorientierung: "Wir müssen die
Menschen dort abholen, wo sie stehen. Dafür ist ein entsprechend
vielfältiges Angebot notwendig", so Wehsely. Die Stadt bietet daher
folgerichtig Basisdeutschkurse, Alphabetisierungskurse, spezielle
Frauenkurse, Kurse für jugendliche SeiteneinsteigerInnen und viele
andere Zielgruppen über zahlreiche TrägerInnen an.

Integrationsgutschein Sprache

Seit 1. Juni ist der "Integrationsgutschein Sprache" bei der MA
17 erhältlich. Dieser Gutschein ist eine gezielte Förderung für im
Jahr 2005 neu Zugewanderte, die im Rahmen der Familienzusammenführung
nach Wien kommen. Der Gutschein in der Höhe von 2 x 100 Euro wird nur
an in Wien gemeldete Personen übergeben. Personen, die vom
"Integrationsgutschein Sprache" profitieren können, erhalten eine
persönliche Zusendung mit einem Informationsblatt, dem sie Orte und
Zeiten der Ausgabe des "Integrationsgutscheins Sprache" entnehmen
können. Der "Integrationsgutschein Sprache" ist 18 Monate ab der
Erteilung der Erstniederlassungsbewilligung gültig. Er soll den
Spracherwerb auf dem jeweils passenden Kursniveau gezielt
unterstützen. Er kann also nicht nur bei bestimmten, sondern bei
allen Deutschkursen der entsprechenden KursträgerInnen eingelöst
werden. An den Wiener Volkshochschulen gibt es zum Beispiel bereits
seit Beginn der Aktion zahlreiche Anfragen.

Für ein besonders erfolgreiches Beispiel zielgruppenorientierter
Kurse ist die Volkshochschule Ottakring verantwortlich. An der VHS
Ottakring werden bereits seit 1992 systematisch
Alphabetisierungsmaßnahmen für MigrantInnen ergriffen. Das für diesen
Bereich eigens eingerichtete "Alfa-Zentrum für MigrantInnen" ist eine
etablierte Institution. Zahlreiche Einrichtungen mit einem sehr
niederschwelligen Zugang - ethnische Vereine, Kulturvereine,
religiöse Vereine, Frauenvereine, Elternvereine an Schulen bzw.
Schulen selbst - wollen Alphabetisierung und Spracherwerb von
MigrantInnen vor Ort fördern. Sie bieten Know-how über die spezielle
Zielgruppe und direkten Zugang zu den KursteilnehmerInnen. In vielen
Fällen sorgen sie für geeignete Räumlichkeiten. Das Alfa-Zentrum ist
für die Einstufung der KursteilnehmerInnen, die Lehrenden und deren
Weiterbildung sowie für Lehrmaterialien zuständig.

Jugendliche Seiten- und QuereinsteigerInnen

Der Verein inter>face arbeitet speziell im Bereich der
Niederlassungsbegleitung von Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 19
Jahren. inter>face organisiert Deutschkurse für Jugendliche in
diversen Stufen, EDV-Kurse und viele weitere Angebote für jugendliche
SeiteneinsteigerInnen, um sie jobfit zu machen.

So genannte bildungsferne Gruppen brauchen spezielle Angebote,
um in einer ihnen verständlichen Form Deutsch lernen zu können. Im
Rahmen des "Kleinprojekte-Sprachtopfes" der MA 17 werden zahlreiche
Initiativen und Deutschkurse gefördert.

Erfolglose Bundespolitik in Sachen Sprachintegration

Der Bund arbeitet mit Sanktionen und scheitert damit. Die Zahlen
sprechen für sich: Österreichweit haben im Jahr 2004 nur 2.586
ZuwanderInnen an den Deutschkursen des Bundes teilgenommen, während
allein in Wien bis 2005 alljährlich über 3.000 ZuwanderInnen von den
freiwilligen Deutschkursen der Stadt profitieren konnten und die
Verdoppelung der Plätze angenommen wird. (Schluss) me

Rückfragehinweis:

PID-Rathauskorrespondenz:
   http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
   Mag. Michael Eipeldauer
   Tel.: 4000/81 853
   Handy: 0664/826 84 36
   mailto:[email protected]

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