• 02.08.2005, 11:42:56
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SJÖ: Arbeitszeitverkürzung statt Kombi-Lohn!

Maßnahmen gegen Arbeitslosigkeit statt Rabatt-Politik für UnternehmerInnen sind gefordert

Wien (SK) Ludwig Dvorak, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend
Österreich (SJÖ), fordert im Gegenzug zum von Wirtschafts- und
Arbeitslosigkeitsminister Bartenstein angedachten Kombilohn eine
Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich. "Frei nach
Bartenstein sollen nun die SteuerzahlerInnen auch noch die Entlohnung
der Arbeitskräfte der Unternehmen übernehmen, um deren Gewinne ins
Unermessliche zu steigern. Bartenstein könnte sich ebenso gleich als
Pressesprecher der Industriellenvereinigung deklarieren", so Dvorak
am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Dvorak hält der Bartenstein'schen Lohndumping-Strategie die
Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich entgegen: "Dass die
Unternehmen keine Sozialvereine sind, ist nicht erst seit der
'Kapitalismus-Debatte' bekannt. Dass diese die Steuergeschenke und
Zuschüsse vom Herrn Minister mit augestreckter Hand dankbar
entgegennehmen, sollte auch nicht weiter verwundern. Eine gezielte
Bekämpfung der Arbeitslosigkeit erfordert eben gezielte Maßnahmen für
die Betroffenen und nicht für jene, die vom steigenden
Arbeitskräfteangebot profitieren. Arbeitszeitverkürzung bei vollem
Lohnausgleich würde die vorhandene Arbeit fair verteilen und die
Unternehmen so in die Pflicht nehmen. Eine laut AMS seit fünf Jahren
um über 40 Prozent gestiegene Arbeitslosenzahl belegt allerdings,
dass dem Großindustriellen Bartenstein zu effektiven Maßnahmen der
politische Wille fehlt.", so Dvorak.

Abschließend verweist Dvorak auf die Jugendarbeitslosigkeit, die sich
seit Bartensteins Amtsantritt um fast 87 Prozent als 66 Prozent
gesteigert hat: "Zukunftsorientierte Politik für Jugendliche wäre zum
Beispiel die Einführung öffentlicher Lehrwerkstätten, um ihnen einen
Ausbildungsplatz zu garantieren. Anstatt über Schuhrabatte zu
feilschen und die steuerliche Absetzbarkeit seines Kindermädchens zu
sinnieren, sollte sich Bartenstein Gedanken darüber machen, wie
jede/r lehrstellensuchende Jugendliche im September zu einem
Ausbildungsplatz kommt." (Schluss) ah/mm

Rückfragehinweis: SJÖ, Wolfdietrich Hansen, 01 523 42 23 oder 0699 19
15 48 04, http://www.sjoe.at

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