- 01.08.2005, 13:34:30
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Kukacka: Neue Rollende Landstraße zwischen Regensburg und Graz fix
Innkreisautobahn (A8) Pyhrnautobahn (A9) und Welser Westspange (A25) sowie Terminal Wels werden deutlich entlastet!
Wien (OTS) - Der Hafen Regensburg und die bundeseigene
Schieneninfrastrukturfinanzierungs GesmbH (SCHIG) haben am 26. Juli
2005 Verträge über die Errichtung eines neuen Terminals für die
Rollende Landstraße (ROLA) unterschrieben, erklärte heute, Freitag,
Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka. Damit werde bereits ab
Oktober 2005 über das neu zu errichtende Terminal eine Rollende
Landstraße zwischen Graz und Regensburg geführt. Damit werde in
Oberösterreich die Innkreisautobahn (A8) und die Pyhrnachse (A9) um
rund 10.000 LKW pro Jahr entlastet, weil diese Anzahl künftig die
Rollende Landstraße der ÖBB nutzen werden.
Darüberhinaus wird durch diese neue ROLA der Bahnterminal Wels und im
Speziellen die Innkreisautobahn zwischen Wels und Regensburg
entlastet, weil viele LKW nunmehr bereits in Regensburg auf die ROLA
auf- bzw. erst dort wieder abfahren werden.
"Damit schaffen wir für in- und ausländische Frächter die
Möglichkeit, zu vom Bund geförderten günstigen Tarifen Verkehre auf
die Schiene zu verlagern und lösen die Verkehrsprobleme
grenzüberschreitend. Insgesamt gibt der Bund 2005 46 Mio. Euro für
die Tarifstützungen der ROLA aus. Nachdem Regensburg ein trimodales
Terminal sein wird, können Güter auch effizient von der Straße bzw.
Schiene auf die Wasserstraße Donau verlagert werden", betonte
Kukacka. *****
Die Verladeeinrichtungen am Areal des Hafens Regensburg werden in
Form eines PPP-Modells durch die bundeseigene SCHIG finanziert und
sind damit das erste grenzüberdschreitende PPP-Projekt dieser Art.
Dazu werde die SCHIG eine eigene Projektgesellschaft gründen und
dabei können auch die Fördermöglichkeiten der österreichischen
Anschlussbahnförderung des BMVIT beansprucht werden, so Kukacka.
Der Hafen Regensburg werde als Terminalbetreiber auftreten und damit
seine Angebotspalette erweitern, die für den Schienenverkehr
notwendigen Gleise seien im Hafenbahnhof Regensburg bereits
vorhanden. Für die Abfertigung der Ver- und Entladung der Lkws sei
die Errichtung eines Abfertigungsterminals notwendig.
In den nächsten Monaten werden in enger Zusammenarbeit zwischen der
SCHIG und dem Hafen Regensburg um etwa 2,5 Millionen Euro die für die
RoLa notwendigen Einrichtungen errichtet, um ab Ende Oktober 2005 den
Betrieb aufnehmen zu können.
Der zweite Endpunkt der RoLa wird das Cargocenter Graz in Werndorf
sein. Dort wurden ebenfalls mittels eines PPP-Modells die
Infrastruktureinrichtungen von der SCHIG finanziert. Begonnen werden
soll die RoLa mit jeweils einem Zugpaar täglich, mit dem Ziel einer
baldigen Ausweitung auf weitere Zugpaare.
"Damit schaffen wir verkehrspolitische Rahmenbedingungen, die
notwendig sind, dass pro Jahr tausende Lkws von den dicht befahrenen
Autobahnen in Oberösterreich und der Steiermark auf die Schiene
verlagert werden können und insbesondere die Zu- und Abfahrten zum
Terminal Wels reduziert werden", zeigte sich Staatssekretär Kukacka
erfreut.
Rückfragehinweis:
Staatssekretariat im BM für Verkehr,
Innovationen und Technologie
Mag. Christian Dolezal
Pressesprecher
Tel. +43 (01) 711 62/8803
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