- 28.07.2005, 10:13:14
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Grüne: Ostösterreich leidet unter Sommer-Ozon
Grüne Kampagne "Sommer ohne Ozon": Ozon-Card, Homepage...
St. Pölten (Grüne) - Anlässlich der für heute und morgen zu
erwartenden hohen Ozonbelastung üben die NÖ Grünen Kritik an der
Untätigkeit der Landesregierung und präsentieren die Kampagne "Sommer
ohne Ozon". "Nach dem weiterhin ungelösten Feinstaubproblem gefährdet
im Sommer der nächste Luftschadstoff die Gesundheit der Bevölkerung",
warnt Madeleine Petrovic, Klubobfrau der NÖ Grünen. Erhöhte
Ozonkonzentrationen sind extrem gesundheitsgefährlich und können vor
allem bei Kindern zur Beeinträchtigung der Lungenfunktion, zu einem
Anstieg von Lungenkrankheiten und - wie bei Feinstaub - zu
frühzeitigen Todesfällen führen. Ozon steht außerdem unter Verdacht
in hohen Konzentrationen Lungenkrebs zu verursachen.
Die Grünen starten eine bundesweite Kampagne unter dem Motto
"Sommer ohne Ozon". Eine Ozon-Homepage (http://www.ozon.gruene.at/)
informiert umfassend über das Thema Sommerozon. Die Grüne Ozon-Card,
mit der sich fünf mal die Ozonkonzentration der Luft abschätzen
lässt, kann bei den Grünen Landesorganisationen in ganz Österreich
gratis abgeholt werden. Ein Ozon-Folder informiert über Maßnahmen und
gibt Verhaltenstipps. Die Grünen werden österreichweit
Informationsstände zum Thema Ozon abhalten. Die bisher säumigen
Bundes- und LandespolitikerInnen werden aufgefordert, endlich die
verabsäumten Maßnahmen gegen die hohe Ozonbelastung und zum Schutz
der Gesundheit der Bevölkerung zu ergreifen.
"Besonders in Ostösterreich leidet die Bevölkerung seit vielen
Jahren unter hohen Ozonwerten. Wien, Niederösterreich und
Nordburgenland sind zwar seit 1996 Ozonsanierungsgebiet, bis heute
wurden jedoch kaum Maßnahmen gesetzt", so Petrovic. Die Grünen
fordern die Erarbeitung eines umfassenden Ozonmaßnahmenpakets, das
etwa Maßnahmen zur Reduktion des Autoverkehrs, Gratistickets für
öffentliche Verkehrsmittel bei Grenzwertüberschreitungen, Ausbau der
Öffentlichen Verkehrsmittel, Förderung erneuerbarer Energien und eine
ökologische Steuerreform beinhalten soll.
Heuer bereits 49 Grenzwertüberschreitungen in Ostösterreich.
Obwohl das Wetter heuer In Ostösterreich in der typischen Ozonsaison
(ab Anfang Mai) weniger gut war, wurde die Ozon-Informationsschwelle
(180 μg/m3) seither bereits an 11 Tagen überschritten".
Insgesamt wurden dabei die Grenzwerte seit 1. Mai an verschiedenen
Messstellen 49 Mal überschritten. An einem Tag (15.7.) wurde in
Schwechat (NÖ) die Alarmschwelle (240 μg/m3) mit einem Wert von
270 μg/m3 deutlich überschritten. Die häufigsten
Grenzwertüberschreitungen gab es in Klosterneuburg (an 6 Tagen),
gefolgt von Wien-Hermannskogel und Wien-Zentralanstalt mit
Überschreitungen an je 5 Tagen. Neben Schwechat gab es
Spitzenbelastungen in Stockerau (NÖ; 18.7., 15 Uhr) und der Lobau
(Wien; 3.5.; 15 Uhr) mit jeweils 220 μg/m3. Die höchste
Ozonbelastung wird üblicherweise während der Nachmittagsstunden
zwischen 14 und 17 Uhr gemessen, hohe Werte können aber vereinzelt
auch bereits um 12 Uhr zu Mittag oder bis 20 Uhr abends auftreten.
Rückfragehinweis:
Presse - Grüner Klub im NÖ Landtag +432742/9005-16703 - [email protected]
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