ÖH: Uni Graz plant Gebühr für Aufnahmeprüfungen

HochschülerInnenschaft protestiert gegen kostenpflichtige Knockout Prüfungen

Wien (OTS) - "Die Uni Graz steuert geradewegs zurück in die Vergangenheit" kommentiert Rosa Nentwich-Bouchal aus dem ÖH Vorsitzteam die Pläne der Uni Graz.

Wie die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) heute von der Universitätsvertretung Uni Graz erfahren hat, plant Rektor Gutschelhofer die Einführung von Prüfungsgebühren in der Höhe von 25 - 30 Euro. "Prüfungstaxen wurden bereits in den 70ern abgeschafft, es besteht keine rechtliche Grundlage für dieses Vorgehen" erinnert Nentwich-Bouchal den Rektor der Karl-Franzens-Uni.
Die Universität Graz will nicht nur die erlaubten acht, sondern auch so genannte Ausweichfächer, wie Volkswirtschaft oder Wirtschaftspädagogik beschränken.
Für die ÖH stellt das eindeutig eine gewollte Missinterpretation des Gesetzes dar. Des weiteren sollen die Kapazitäten nicht an den StudienanfängerInnenzahlen, sondern an den AbsolventInnenzahlen festgeschrieben werden. "Die Uni Graz streicht damit ein Drittel der Plätze in den beschränkten Fächern" analysiert Nentwich-Bouchal.

"Diese Pläne sind schlichtweg illegal" ärgert sich Barbara Blaha aus dem ÖH-Vorsitzteam und kündigt rechtliche Schritte gegen diese Vorhaben an. Die ÖH hätte das Bildungsministerium bereits vom Vorgehen der Uni Graz informiert und erwartet einen sofortigen Eingriff des Ministeriums als zuständige Aufsichtsbehörde. Die Vorgänge an der Uni Graz würden ein weiteres Mal deutlich zeigen, dass "dieses Husch-Pfusch-Gesetz nichts als Ärger bringt" so Blaha.

Nicht nur die Grazer Uni würde rechtswidrig agieren, sondern auch österreichischen Medizin Unis, die einem noch nicht gültigen Gesetz vorgreifen. "Die Situation rund um die Zugangsbeschränkungen eskaliert. Es zeigt sich klar, dass es längst nicht mehr um Not- oder Schutzmaßnahmen geht. Unter dem Deckmantel dieses Gesetzes nehmen die Rektoren jungen Menschen die Möglichkeit, das Studium ihrer Wahl zu absolvieren. Das Bildungsministerium sieht dem bis jetzt tatenlos zu. Die ÖH fordert Ministerin Gehrer auf, dem Treiben ein Ende zu setzen" so das Vorsitzteam abschließend.

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