• 15.07.2005, 12:51:20
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Kukacka: Österreich und Ungarn unterzeichnen Syndikatsvertrag zur Raaber-Bahn

Staatssekretär Kukacka auf Arbeitsbesuch in Budapest - Syndikatsvertrag soll Modernisierung der Bestandsstrecke sowie etwaigen Ausbau ermöglichen

Wien (OTS) - "Mit der heutigen Unterzeichnung des
Syndikatsvertrags zur Raaber-Bahn wird der grenzüberschreitende
Eisenbahnverkehr zwischen Österreich und Ungarn auf eine solide
finanzielle Basis gestellt. Damit können länderübergreifende Verkehre
und Infrastrukturprojekte zwischen beiden Ländern rascher umgesetzt
werden", fasste heute, Freitag, Verkehrsstaatssekretär Helmut Kukacka
anlässlich eines Arbeitsbesuches in Budapest die Ergebnisse seiner
Verhandlungen mit seinem ungarischen Amtskollegen, Staatssekretär
György Gilyán, zusammen. *****

Nachdem Ende Mai dieses Jahres zwischen Österreich und Ungarn ein
Memorandum of Understanding über die Zusammenarbeit der beiden Länder
in Verkehrsfragen unterzeichnet wurde, konnte der
Verkehrsstaatssekretär heute bereits einen Syndikatsvertrag
unterzeichnet, der den künftigen Betrieb der zwischen Österreich und
Ungarn operierenden Raab-Ödenburg Ebenfurther Eisenbahn absichert,
die Finanzierungsverpflichtungen und Mittelverwendungen regelt, sowie
Rechte und Pflichten der Eigentümer fixiert. "Wir wollen damit die
Grundlage für eine Absicherung der bestehenden 4 Millionen Reisenden
im Personenverkehr und der 7 Millionen Tonnen an Gütern die auf
dieser Strecke zwischen unseren Ländern transportiert werden,
schaffen. Der Syndikatsvertrag soll aber auch die Modernisierung der
Bestandsstrecke sowie den etwaigen Ausbau ermöglichen," so Kukacka

Die "Raaber-Bahn" betreibt sowohl im nördlichen Burgenland als auch
in Westungarn jeweils rund 90 Bahnkilometer und ist die wichtigste
bilaterale Bahnverbindung der beiden Regionen. Sie verläuft auf
österreichischer Seite von Ebenfurth über Wulkarprodersdorf nach
Sopron und operiert auch im Seewinkel zwischen Neusiedl und Pamhagen
bis nach Fertö-Szentmiklós. In Ungarn verläuft sie von Sopron nach
Osten bis Györ und nach Süden bis Szombathely. Sie steht zu über 52
Prozent im Eigentum der Republik Ungarn und zu über 41 Prozent im
Eigentum der Republik Österreich.

Durch den Syndikatsvertrag wurde die Finanzierung der Kapitalerhöhung
geregelt. "Uns war es wichtig, mit der Kapitalerhöhung von 16 auf 19
Millionen Euro, die von Ungarn nochmals um 4 Millionen Euro in der
Zeit von 2005 bis 2008 auf 23 Millionen Euro erhöht werden soll, das
Unternehmen auf eine solide Finanzbasis zu stellen. Damit sollen
zunächst einmal die dringend notwendigen Investitionen im
Absatzbereich der Bahn ermöglicht werden," betonte Kukacka. In
weiterer Folge sei für den Staatssekretär auch der Ausbau der
Schieneninfrastruktur vorstellbar. So stufe Kukacka die
Infrastrukturausbaupläne der Raaber-Bahn von Szombathely weiter nach
Szentgotthardt wie folgt ein: "Natürlich liegt unser priotitäres Ziel
im Ausbau der Südbahn durch Semmering und Koralm. Dennoch dürfen wir
nicht auf eine Anbindung an die im Osten Österreichs verlaufenden
Korridore vergessen. Hier würde sich die Erweiterung der Raaber-Bahn
als ideale Anbindung anbieten."

Rückfragehinweis:
Staatssekretariat im BM für Verkehr,
Innovation und Technologie
Mag. Christian Dolezal
Pressesprecher
Tel. +43 (01) 711 62/8803

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