- 13.07.2005, 12:45:49
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Mag.a Wögerbauer-Mamdouhi präsentiert überparteilichen Plattform "Generationen. Miteinander. Stark"
Korosec: Starre Erwerbsstruktur in Österreich muss aufgebrochen werden
Wien (OTS) - "Ein Umdenken, weg von starren Zeiten der
Erwerbsmöglichkeit, weg von dem jahrzehntelang eingeredeten ’das
schönste ist, in Pension zu gehen’", fordert die LAbg. Volksanwältin
a.D. Ingrid Korosec ein Umdenken anlässlich der heutigen Präsentation
der Plattform "Generationen. Miteinander. Stark". In Österreich sind
bisher lediglich 15% der 55- bis 64- jährigen Menschen erwerbstätig,
während es beispielsweise in Skandinavien rund 70% sind. Das
erfordere ein notwendiges Umdenken in Wirtschaft und Politik.
Initiatorin der Plattform fordert Schulterschluss der
Generationen
Für eine Neuorientierung in der Generationenpolitik plädierte die
Initiatorin der überparteilichen Plattform "Generationen.
Miteinander. Stark", Mag.a Talieh Wögerbauer-Mamdouhi. "Es muss ein
neues Bewusstsein in unserer Gesellschaft geschaffen und gefördert
werden, in dem einerseits der faktischen demographischen Entwicklung
der Bevölkerung hin zu einem stark steigenden Anteil der älteren
Generation Rechnung getragen wird und andererseits wieder ein
Schulterschluss zwischen der jungen, mittleren und älteren Generation
geschaffen wird", so Wögerbauer-Mamdouhi.
Die Initiatorin der neugeschaffenen Plattform präsentierte ein
14-Punkte- Forderungsprogramm, dass vier Schwerpunkte zum Inhalt hat.
Den Pensionsbereich, den Pflegebereich, die Entlastung des
Mittelstandes und eine starke soziale Komponente. Mag.a
Wögerbauer-Mamdouhi kündigt an, diesbezüglich kontinuierliche
Gespräche mit Politikern und der Wirtschaft zu führen.
Die wichtigsten Forderungspunkte sind dabei im Einzelnen:
· Eine Lebensstandardsicherung der älteren Generation durch
Erhöhung ALLER Pensionen, mindestens in Höhe der jährlichen
Inflationsrate.
· Eine freiwillige, steuerlich geförderte Pflegeversicherung, als
eigenständiges Vorsorgeprodukt analog zur Zukunftsvorsorge und dem
Bausparen.
· Eine spürbare Steuerentlastung der mittleren und höheren
Einkommen, nachdem der Schwerpunkt der letzten Steuerreformen bei der
Entlastung der Unternehmen und der niedrigen Einkommensbezieher
gelegen sind, inklusive einer Senkung des Spitzensteuersatzes auf
mindestens das rot-grüne deutsche Niveau (43% statt 50 %).
Korosec: Raus aus dem Ghetto der Geriatrie
"Raus aus dem Ghetto der Geriatrie", fordert Korosec die politischen
Verantwortlichen auf, endlich für die Hochaltrigen kleine,
wohnortnahe Wohneinheiten zu schaffen: "Die soziale Integration, wie
beispielsweise die Möglichkeit zu Kurzbesuchen von Kindern, Freunden
und Bekannten, muss das ganze Leben hindurch gewährleistet bleiben."
Korosec betonte zudem das Recht auf einen Kindertagesplatz und auf
Nachmittagsbetreuung, um die vielgepriesene Vereinbarkeit von Familie
und Beruf endlich zu erreichen. "Die Zukunft ist unsere Jugend, daher
ist diese sehr wichtig", so Korosec weiter.
Kroiher fordert ein Gemeinsam statt Nebeneinander der
Generationen
Der Vorsitzende der Jungen ÖVP Wien, Markus Kroiher, forderte eine
Generationen-Vereinbarkeitsprüfung bei Gesetzen und eine Abflachung
der Lebensverdienstkurve bei gleichbleibendem Lebensverdienst.
"Speziell Familiengründungen, entstehenden Partnerschaften oder
Existenzneugründungen kosten viel Geld, welches aber nicht zuletzt
aufgrund der geringeren Einkommen am Berufsanfang nicht vorhanden
ist", so Kroiher. "Das wichtigste ist allerdings ein Gemeinsam statt
Nebeneinander oder sogar Gegeneinander der Generationen in der
Gesellschaft", betonte Kroiher abschließend.
In der Beilage das detaillierte 14-Punkte Forderungsprogramm der
Plattform:
· Erhöhung der Pensionen, hinkünftig mindestens in der Höhe der
Inflationsrate; Schwerpunktsetzung auf Lebensstandardsicherung der
Pensionen.
· Allgemeine, spürbare Steuersenkung, - inklusive des
Spitzensteuersatzes, vor allem für die aktiven Leistungsträger,
ähnlich anderer EU-Staaten.
· Förderung der Pflege zuhause, weil dies´ menschlicher,
kommunikativer und für die öffentlichen Haushalte kostenschonender
ist: Gewährung eines um 10% höheren Pflegegeldes ab einer
Pflegestufe, die eines erhöhten Pflegeaufwandes bedarf.
· Teilweise Abgeltung des Verdienstentganges bzw. Einkommensersatz
für Pflegende pauschal, je nach Höhe des Pflegeaufwandes ( =
Pflegestufe), durch das Pflegegeld.
· Lückenschließung für eine bessere Pflegefreistellung von
Familienangehörigen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben.
· Förderung von privaten Zusammenschlüssen Pflegender. Bei Ausfall
einer pflegenden Person durch Krankheit etc. soll sichergestellt
werden, dass das Netzwerk in der Person von anderen Pflegenden
einspringen kann.
· Steuerliche Absetzbarkeit von Pflegeaufwendungen bis zu einer
gewissen Höhe.
· Begünstigte Selbstversicherung von Pflegenden mit einer
Beitragsgrundlage von 1.350,- EUR monatlich analog zu
Kinderbetreuungs-, Arbeitslosigkeits-, Notstandshilfezeiten etc.,
wobei der Bund den Arbeitgeberbeitrag zahlen müsste; d.h. monatliche
Kosten für den begünstigt Versicherten von 138,38 EUR pro Monat.
· Begünstigte Selbstversicherung bei Teilzeit des/der Pflegenden:
Alle, die aufgrund ihrer Pflegetätigkeit nur mehr Teilzeitarbeit
verrichten können, sollen bis zur ursprünglichen Beitragsgrundlage
sich selbst versichern können, wobei auch hier der Bund für diesen
Teil der Versicherung den Arbeitgeberbeitrag übernehmen sollte. Dies
ist vor allem deshalb besonders wichtig, weil aufgrund der
Pensionsharmonisierung mit der Einführung des individuellen
Pensionskontos für diejenigen Personen, die nur mehr Teilzeit
aufgrund ihrer Pflegetätigkeit ausüben können, größere Nachteile
entstehen; das gilt für alle unter 50-jährigen.
· Staatliche und steuerliche Anerkennung der Pflegevorsorge als
Form der Zukunftsvorsorge analog dem Bausparen als drittes,
eigenständiges, gefördertes Produkt: Einzahlungen für eine
Pflegevorsorge, getätigt bis zum Antritt der gesetzlichen
Alterspension, sollen genauso wie bei der Zukunftsvorsorge (derzeit
bis zu einem jährlichen Betrag von 1.901,- EUR mit einem staatlichen
Prämienzuschuss von 9%) gefördert werden. Erträge und Prämien sollen
während der Ansparphase steuerfrei bleiben.
· Pflegescheck als zusätzliche Anerkennung für die Pflege daheim:
70% aller Österreicher/Innen wünschen es sich, zu Hause alt zu
werden. Zur Unterstützung der Pflegenden zu Hause (dzt. 470.000
Fälle) soll ein jährlicher Pflegescheck von 1000 EUR geschaffen
werden, um damit eine zeitweise Unterbringung in Pflegeeinrichtungen
bei Verhinderung der Pflegenden (z.B. bei Urlaub) bezahlen zu können.
Dies´ ist als zusätzliche Leistung neben dem Pflegegeld gedacht.
· Forcierung des "Generationenwohnens".
· Generationenverträglichkeitsprüfung.
· Anhebung des Einkommens der jüngeren Generation in Verbindung mit
einer Abflachung der Gehaltskurve.
Rückfragehinweis:
Mag.a Talieh Wögerbauer-Mamdouhi
Tel.: 0676/72 777 40
Mailto: [email protected]
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