- 13.07.2005, 10:45:26
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Kukacka: Bau des Brenner-Pilotstollens ist Initialzündung für den Bau des Brenner Basis-Tunnels
Verkehrspolitische Rahmenbedingungen müssen verbessert werden
Wien (OTS) - Mit dem gestrigen Beschluss im Ministerrat zum Bau
des Pilotstollens wurde die grundlegende Initialzündung zur
Errichtung des Brenner-Basis-Tunnels eingeleitet", erklärte heute,
Mittwoch, Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka. Mit diesem rund
52 km langen System von Erkundungsstollen, sollen zusätzliche
Erkenntnis zur Geologie, eine Optimierung der Tunnelplanung, eine
bessere Kostenschätzung und Risikobewertung und eine Verkürzung der
Bauzeit des Haupttunnels erreicht werden. ****
Mit dem gestrigen Beschluss, der auch von Italien mitgetragen wird,
hat sich Österreich im wesentlichen aber auch die EU-Kofinanzierung
zum Hauptstollen gesichert. Damit könne zunächst vor allem eine
entsprechende 50prozentige EU-Kofinanzierung für den Bau des
Pilotstollens in Anspruch genommen werden, die von der EU im Rahmen
der Quick-Start Offensive für TEN-Projekte zugesagt wurde. 50 Prozent
der Gesamtkosten (430 Mio.Euro) für diesen Pilotstollen werden von
der EU getragen. 25 Prozent (107,5 Mio.Euro) entfallen jeweils auf
die Republik Österreich und die Republik Italien. Beim
österreichischen Anteil wiederum werden 50 Prozent (rund 53,75 Mio.
Euro) vom Land Tirol getragen. Von Seiten des Bundes sind damit 12,5
Prozent der Gesamtkosten für den Pilotstollen (rund 53,75 Mio. Euro)
zu finanzieren.
Österreich wird nun gegenüber der Europäischen Union und insbesondere
gegenüber Deutschland und Italien alle Anstrengungen unternehmen, um
auch die erforderlichen verkehrspolitischen Rahmenbedingungen zur
entsprechenden Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene
zugesichert zu erhalten. "Dazu zählen, dass die Möglichkeiten der
neuen Wegekostenrichtlinie maximal ausgeschöpft und auf dem gesamten
Brenner-Korridor inklusive der Zulaufstrecke ein 15prozentiger
Mautzuschlag auf der Straße eingehoben wird, und die maximale
Querfinanzierung in Anspruch genommen werden kann. Österreich wird
jedenfalls - so wie bisher - in den nächsten Jahren innerhalb der EU
vehement auf eine Veränderung der verkehrspolitischen
Rahmenbedingungen zu Gunsten des Schienenverkehrs, insbesondere in
den grenzüberschreitenden Alpenkorridoren drängen", schloss Kukacka.
Rückfragehinweis:
Staatssekretariat im BM für Verkehr,
Innovation und Technologie
Mag. Christian Dolezal
Pressesprecher
Tel. +43 (01) 711 62/8803
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