- 08.07.2005, 10:03:30
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UNFALLVORSORGE IN VORARLBERG - ERFOLGREICHES PROJEKT
Großes Lob des Instituts Sicher Leben für die Initiative "Sichere Gemeinden Vorarlberg". Ausdehnung auf ganz Österreich denkbar?
Wien (OTS) - Unfallvorsorge wird in Vorarlberg groß geschrieben.
Mit der Initiative "Sichere Gemeinden Vorarlberg" wurde einiges in
Sachen Prävention getan. Das Institut Sicher Leben hat das Projekt in
einer umfassenden Studie evaluiert und bemerkenswerte Ergebnisse zu
Tage gebracht. "Ein Euro wurde pro Einwohner investiert. Jeder
investierte Euro jedoch erspart dem Gesundheitswesen vier Euro an
unnötigen Kosten", erläutert Dr. Rupert Kisser, Leiter des Instituts
Sicher Leben.
Projekt "Sichere Gemeinden Vorarlberg"
Die Initiative "Sichere Gemeinden Vorarlberg" ist ein Vorzeigeprojekt
im Bereich Unfallverhütung nach einem Konzept der
Weltgesundheitsorganisation (WHO). Hauptaufgabe ist die
Informationstätigkeit im Bereich Unfallverhütung für lokale und
regionale Einrichtungen. Seit 1993 hat die Initiative zahlreiche
Veranstaltungen wie Ausstellungen, Vorträge und Mach-mit-Aktionen zum
Thema Unfallprävention organisiert, und damit einiges an
Aufklärungsarbeit geleistet. Die meisten Aktionen wurden in
Zusammenarbeit mit Schulen, Vereinen oder Gemeinden durchgeführt. Von
vorerst vierzehn Gemeinden beim Start im Jahr 1993 wurde das Modell
im Jahr 1997 nach Anerkennung durch die WHO als "Safe Community" auf
ganz Vorarlberg ausgedehnt. Insgesamt gibt es weltweit 84 "Safe
Communities", die den strengen Kriterien der WHO entsprechen.
Weniger Unfälle, geringeres Verletzungsrisiko und finanzielle
Einsparungen
Das Institut Sicher Leben hat sich das Projekt "Sichere Gemeinden
Vorarlberg" im Rahmen einer Studie genauer angesehen - und die
Ergebnisse sind beachtlich. Seit dem Start der Initiative, vor zwölf
Jahren, hat die Anzahl der Unfälle in Vorarlberg um 15 Prozent
abgenommen. Mit 61 tödlich Verunglückten in Vorarlberg im Jahr 2003
konnte die bisher geringste Anzahl an Unfällen mit Todesfolge
verzeichnet werden. Das bedeutet einen Rückgang von 39 Prozent. Im
restlichen Österreich fiel der Rückgang an tödlichen Unfällen mit 15
Prozent hingegen deutlich geringer aus. Auch finanziell hat das
Projekt einiges zu bieten: "Investiert wurden von 1993 bis 2002
insgesamt 2,6 Millionen Euro, erspart hat man sich in diesem Zeitraum
jedoch rund zwölf Millionen Euro: Etwa 30.000 Spitalstage konnten von
1993 bis 2002 vermieden werden", gratuliert Kisser.
Hohe Akzeptanz unter der Bevölkerung
In einer Umfrage stellte das Institut Sicher Leben fest, dass die
Initiative in Vorarlberg bekannt und beliebt ist. Mehr als zwei
Drittel der Befragten kannten die Initiative "Sichere Gemeinden
Vorarlberg", 92 Prozent der Umfrageteilnehmer bezeichneten die
Initiative als sinnvoll und 93 Prozent sprachen sich für die
Fortsetzung und Erweiterung der Aktivitäten aus.
Auch der Wissensstand der Vorarlberger rund um Unfallverhütung hat
sich verbessert. Die Mehrzahl der abgefragten Sicherheitsempfehlungen
war bekannt und wird auch angewandt - anders als zu Beginn des
Projekts.
Gangbarer Weg für ganz Österreich?
Die Initiative Sichere Gemeinden Vorarlberg zeigt wie es geht. "Alle
Länder und Gemeinden Österreichs sind eingeladen, sich das
Vorarlberger Beispiel näher anzusehen. Regionale Beratungsstellen für
Unfallverhütung sparen viel Leid und machen im Gesundheitssystem
Gelder für sinnvollere Zwecke frei", meint Kisser.
Wien, am 08.07.2005
Rückfragehinweis:
Mag. Katharina Kaschel
Institut Sicher Leben, Marketing und Kommunikation
Tel.: 01-717 70 373
E-mail: [email protected]
www.sicherleben.at
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