• 07.07.2005, 14:04:29
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ÖH Medizin: EuGH-Urteil führt zu Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der österreichischen Studierenden!

ÖH Medizin fordert Mitspracherecht über weiteres Vorgehen

Wien (OTS) - Zu einer Trauerminute für die Beerdigung des offenen
Hochschulzugangs ruft Kurt Rützler, Sprecher der Studierenden im
Senat an der Medizinischen Universität Wien (MUW), während der
heutigen Pressekonferenz der ÖH Medizin zum Thema EuGH-Urteil und
Auswirkungen auf die MUW auf. "Wir haben uns von Anfang an klar für
die Aufrechterhaltung des offenen Hochschulzugangs ausgesprochen und
halten Zugangsbeschränkungen für nicht zielführend!", so Judith Böhm,
Vorsitzende der ÖH Medizin. "Das EuGH-Urteil stellt die Medizinischen
Universitäten jetzt jedoch vor eine kaum zu bewältigende Situation!
Nun müssen wir nach vernünftigen Lösungen suchen, wie man damit
umgehen kann.", so Böhm weiter.

"Aufgrund der vielen Anfragen, die bei uns eintreffen, bezweifeln
wir nicht, dass sich viele deutsche Studierenden zu einem
Medizinstudium in Wien entscheiden werden. Dadurch wird es zu einer
enormen Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der österreichischen
Studierenden kommen.", befürchtet Böhm

"Schätzungen von bis zu 4000 bis 6000 Studienplatzwerber würden
für die MUW einen nicht zu bewältigenden Ansturm bedeuten.", erklärt
Böhm weiter. "Für uns ist jedoch ganz klar, dass das aktuell gültige
"First come, first serve"-Prinzip keine Lösung sein kann. Auch einen
Numerus clausus lehnen wir definitiv ab! In einer Urabstimmung haben
die Studierenden an der MUW dafür gestimmt, dass eine allfällige
Entscheidung über die Studienplatzvergabe noch zu Beginn des Studiums
fallen soll. In einer von uns initiierten Arbeitsgruppe des Senats
wird sich die ÖH Medizin nun offen und ehrlichen politischen
Verhandlungen über die Zugangsbestimmungen an der MUW stellen.", so
Böhm.

Laut Bildungsministerium soll die Entscheidung über etwaige
Zugangsbeschränkungen den Rektoren übertragen werden. "Wir zweifeln
nicht daran, dass die MUW von diesen neuen rechtlichen
Rahmenbedingungen Gebrauch machen wird. Wir fordern aber definitiv,
dass der Senat und somit auch die Studierenden hier ein
Mitspracherecht eingeräumt bekommen!", schließt Rützler.

Rückfragehinweis:
Judith Böhm
Vorsitzende der ÖH an der Medizinischen Universität Wien
0664/4124525 bzw. 01/403 17 59
mailto:[email protected]

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