Entschuldung für Entwicklung

Weihbischof Dr. Ludwig Schwarz erhofft von G8 mutige Schritte zur Armutsbekämpfung

Wien (OTS) - Beim bevorstehenden G8 Gipfel stehen Erhöhung der Entwicklungshilfe, Entschuldung und internationale Handelsregeln auf der Tagesordnung. Die Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz fordert einen unfassenden Schuldenerlass für die ärmsten Länder als Teil eines Konzepts zur Armutsreduzierung und menschlichen Entwicklung.

"Für jeden Dollar Entwicklungshilfe, zahlen die Entwicklungsländer drei Dollar an Schuldendienst zurück. Dabei würde das Geld dringend benötigt, um Schulen zu bauen oder Gesundheitseinrichtungen zu finanzieren. Diesen Teufelskreis der Armut müssen wir durchbrechen." Fordert Weihbischof Dr. Ludwig Schwarz, Vorsitzender der Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz. "Der Vorschlag, 18 Ländern ihre Schulden bei Weltbank und Währungsfonds zu erlassen ist ein wichtiger Schritt, aber zu wenig.", meint Schwarz. " Mehr Ländern müssen mehr Schulden erlassen werden, damit sie einen Chance haben, Entwicklungsziele zu erreichen."

"Schuldenerlass allein kann nicht erfolgreich sein, wenn sich die Rahmenbedingungen nicht ändern und die Länder etwa durch Rohstoffpreisschwankungen und fehlenden Zugang zu Märkten permanenten Risiken der Neuverschuldung ausgesetzt sind.", erläutert Schwarz.

Die KOO fordert daher die Einbettung in ein umfassendes Konzept, das Erhöhung der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit, verstärkte Armutsorientierung im Mitteleinsatz, Einbeziehung der Betroffenen und Berücksichtigung der Bedürfnisse der Entwicklungsländer in der Wirtschafts-, Handels- und Agrarpolitik umfasst.

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