Superfund-Investmentgruppe unterstützt Schüssel-Vorstoss für europaweite Hedge-Fonds-Standards

SUPERFUND fordert seit Juli 2004 "Alternatives Investmentgesetz" für Österreich - nun ist die Politik gefordert.

Wien (OTS) - Die SUPERFUND-Investmentgruppe, mit 55.000 Investoren und einem verwalteten Fonds-Vermögen von rund 1,5 Milliarden Euro (1. Quartal 2005) der weltweit führende Anbieter von Futures Fonds für Privatinvestoren, unterstützt den Vorstoß von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, der europaweite Standards für Hedge-Fonds verlangt.

"Die Kapitalmarktgesetze in Österreich sind im Bereich der Alternativen Investments nicht den Erfordernissen des modernen Finanzmarktes angepasst", fasst SUPERFUND-Gründer Christian Baha die aktuelle Problematik zusammen. "Genussscheine beispielsweise fallen in Österreich in einen regulierungsfreien Raum. Wir haben daher den Gesetzgeber bereits im Juli 2004 aufgefordert, die Situation zu ändern. Wir benötigen ein Alternatives Investmentgesetz nach internationalem Vorbild."

SUPERFUND war bereits vergangenen Sommer mit der Forderung nach klaren Gesetzen und Regulierungen Vorreiter der Diskussion - lange vor der Kapitalismus-Debatte, die zuletzt in Deutschland zum Vorwahlkampf-Thema wurde. Dass Fonds und Produkte zum Teil in kapitalmarktrechtlich nicht geregelte Bereiche fallen, sei ein Versäumnis der Politik, kann aber nicht einzelnen Anbietern zum Vorwurf gemacht werden, betonte SUPERFUND Österreich-Geschäftsführer Helmut Spitzer bereits Ende Juli 2004 in einer eigenen Pressekonferenz.

Hedge-Fonds-Debatte in Deutschland bewusst falsch geführt

Eine Auseinandersetzung mit der Thematik Hedge-Fonds sei schon deswegen notwendig, weil die Debatte in Deutschland zum Teil aus rein politisch motivierten Gründen bewusst falsch geführt wird. Der generelle Vorwurf, Hedge-Fonds fallen wie "Heuschrecken" über Unternehmen her, höhlen diese aus, um ihre Gewinne zu maximieren, und zerstören Arbeitsplätze, sei schon deshalb falsch, weil es weltweit rund 8.000 Hedge-Fonds mit insgesamt über 20 verschiedenen Investmentstilen gibt, und nur ein einziger Stil davon - Distressed Securities - auf die Übernahme von in einer wirtschaftlichen Krise befindlichen Unternehmen abzielt. Alle anderen am Markt befindlichen Hedge-Fonds wie beispielsweise Futures-Fonds - zu denen auch alle SUPERFUND-Produkte gehören - haben mit solchen Strategien nichts zu tun.

Christian Baha: "Wir folgen Trends in den verschiedenen Märkten und machen das, was unsere Investoren von uns erwarten: über einen langen Zeitraum hohe Renditen. Sich aus rein politischen Motiven auf Kosten einer ganzen Branche profilieren zu wollen, wie dies gerade manche Politiker in Deutschland tun, ist taktisch unklug. Wir freuen uns, dass der österreichische Finanzminister Karl-Heinz Grasser die Diskussion klarer sieht und internationale Investoren in Österreich willkommen heißt."

SUPERFUND bietet an, gemeinsam mit dem Gesetzgeber, mit Behörden, Mitbewerbern und Interessensverbänden sowie der Politik eine Plattform ins Leben zu rufen, um Lösungen zu entwickeln, die die gesetzliche Grauzone schließen.

SUPERFUND-Gründer Baha: "Wir sind für jeden Ansatz, mehr Transparenz in der Branche zu schaffen, als Partner zu haben". Sollten allerdings generell Hedge-Fonds auch in Österreich attackiert werden, so bestehe die Gefahr, dass der Alternative Kapitalmarkt für Österreich verloren geht und dadurch ein entsprechend hoher volkswirtschaftlicher Schaden entsteht: Kapitalabfluss ins Ausland, Steuerentfall, Verlust an Arbeitsplätzen. "Dies kann nicht im Interesse der Politik sein", so Baha.

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