ÖH WU: Zugangsbeschränkungen - nicht mit uns!

Neu gewählte Exekutive (AG WU) bekräftigt Forderung

Wien (OTS) - Mit heutigem Tage endet auch an der Hochschülerschaft der WU Wien (ÖH WU) die Funktionsperiode der derzeitigen Exekutive. Den zukünftigen Vorstand der ÖH WU bilden Benedikt Rettenbacher, Markus Gruber und Katharina Pernkopf (alle AktionsGemeinschaft WU). In der heutigen letzten Sitzung der Universitätsvertretung wurde die Ablehnung der ÖH WU gegen Zugangsbeschränkungen erneut bekräftigt. In einem beschlossenen Antrag wird das Bildungsministerium und die Bundes ÖH aufgefordert, Lösungen zu erarbeiten, wie auch im Falle eines negativen EUGh-Urteils der offene Hochschulzugang gewährleistet wird. "Auf jeden Fall muss aber Betriebswirtschaft, das kein zentrales NC-Fach mehr in Deutschland ist, von eventuellen Plänen des Bildungsministeriums Zugangsbeschränkungen zu genehmigen, ausgenommen werden", so Michael Suppan, derzeitiger Vorsitzender der ÖH WU (AG WU).

Auch den Wünschen des Rektorats der WU Wien, Zugangsbeschränkungen für Master- (Magister) und Doktoratsstudien einzuführen erteilen die neue und die alte Exekutive der ÖH WU eine klare Absage. Der überarbeitete Entwicklungsplan der WU Wien, der eine Beschränkung der WU Studien vorsieht, wurde von den VertreterInnen der Studierenden im Senat der WU Wien (alle AktionsGemeinschaft WU) abgelehnt. Nachfolgende Stellungnahme wurde dazu von den studentischen VertreterInnen im Senat vorgebracht:

Zugangsbeschränkungen sind vor allem der Versuch, den notorischen Geldmangel der WU auf die Studierenden abzuwälzen, während die Universitätsleitung und das Bildungsministerium sich damit aus der Verantwortung nehmen. Darüber hinaus war die "budgetäre Notwendigkeit" von Zugangsbeschränkungen bis zu letzt nur bedingt darstellbar.

Zum heutigen Zeitpunkt ist für Magisterstudien, die frühestens mit den Wintersemester 2007/08 in Kraft treten, weder die internationale und nationale Nachfrage darstellbar, noch besteht Gewissheit über die Budgetentwicklung der WU. Auf der anderen Seite wurden selbst von Mitgliedern des Steuerungsausschusses (dem beratenden Gremium zum Profilbildungsprozess der WU, Anm.) Zweifel über die "employability" der Absolventinnen und Absolventen des Bakkalaureats bekundet. Bis zum heutigen Zeitpunkt waren externe Meinungen zum beschlossenen Bakkalaureat kein Diskussionsthema. Ein prinzipielles Bekenntnis zu Zugangsbeschränkungen unter diesen unsicheren Ausgangsbedingungen empfinden wir als unverantwortlich.

Auf noch größere Ablehnung von Seite der Studierenden stößt, dass die Formulierung des Punktes der Zugangsbeschränkungen im Entwicklungsplan nicht als Erklärung einer Notwendigkeit zur Regulierung der Studierendenzahl verstanden wird, sondern als der Wunsch, Studierende aus einer "prinzipiellen Notwendigkeit" (der internationalen Konkurrenzfähigkeit) auszuwählen.

Wir verstehen Bildung nicht als schlichten Informationskonsum sondern als einen gesellschaftlichen Wert, den man nicht in die Schranken elitärer Restriktionen sperren soll und kann.

"Wir fordern auch den Universitätsrat der WU auf, in seiner morgigen Sitzung diesen Plänen des Rektorats nicht zuzustimmen", schließt Benedikt Rettenbacher, neuer Vorsitzender der ÖH WU (AG WU).

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Benedikt Rettenbacher
design. Vorsitzender ÖH WU
(AktionsGemeinschaft WU)
Tel.: 01/31336/4862
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