- 30.06.2005, 14:50:36
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ÖH WU: Zugangsbeschränkungen - nicht mit uns!
Neu gewählte Exekutive (AG WU) bekräftigt Forderung
Wien (OTS) - Mit heutigem Tage endet auch an der Hochschülerschaft
der WU Wien (ÖH WU) die Funktionsperiode der derzeitigen Exekutive.
Den zukünftigen Vorstand der ÖH WU bilden Benedikt Rettenbacher,
Markus Gruber und Katharina Pernkopf (alle AktionsGemeinschaft WU).
In der heutigen letzten Sitzung der Universitätsvertretung wurde die
Ablehnung der ÖH WU gegen Zugangsbeschränkungen erneut bekräftigt. In
einem beschlossenen Antrag wird das Bildungsministerium und die
Bundes ÖH aufgefordert, Lösungen zu erarbeiten, wie auch im Falle
eines negativen EUGh-Urteils der offene Hochschulzugang gewährleistet
wird. "Auf jeden Fall muss aber Betriebswirtschaft, das kein
zentrales NC-Fach mehr in Deutschland ist, von eventuellen Plänen des
Bildungsministeriums Zugangsbeschränkungen zu genehmigen, ausgenommen
werden", so Michael Suppan, derzeitiger Vorsitzender der ÖH WU (AG
WU).
Auch den Wünschen des Rektorats der WU Wien, Zugangsbeschränkungen
für Master- (Magister) und Doktoratsstudien einzuführen erteilen die
neue und die alte Exekutive der ÖH WU eine klare Absage. Der
überarbeitete Entwicklungsplan der WU Wien, der eine Beschränkung der
WU Studien vorsieht, wurde von den VertreterInnen der Studierenden im
Senat der WU Wien (alle AktionsGemeinschaft WU) abgelehnt.
Nachfolgende Stellungnahme wurde dazu von den studentischen
VertreterInnen im Senat vorgebracht:
Zugangsbeschränkungen sind vor allem der Versuch, den notorischen
Geldmangel der WU auf die Studierenden abzuwälzen, während die
Universitätsleitung und das Bildungsministerium sich damit aus der
Verantwortung nehmen. Darüber hinaus war die "budgetäre
Notwendigkeit" von Zugangsbeschränkungen bis zu letzt nur bedingt
darstellbar.
Zum heutigen Zeitpunkt ist für Magisterstudien, die frühestens mit
den Wintersemester 2007/08 in Kraft treten, weder die internationale
und nationale Nachfrage darstellbar, noch besteht Gewissheit über die
Budgetentwicklung der WU. Auf der anderen Seite wurden selbst von
Mitgliedern des Steuerungsausschusses (dem beratenden Gremium zum
Profilbildungsprozess der WU, Anm.) Zweifel über die "employability"
der Absolventinnen und Absolventen des Bakkalaureats bekundet. Bis
zum heutigen Zeitpunkt waren externe Meinungen zum beschlossenen
Bakkalaureat kein Diskussionsthema. Ein prinzipielles Bekenntnis zu
Zugangsbeschränkungen unter diesen unsicheren Ausgangsbedingungen
empfinden wir als unverantwortlich.
Auf noch größere Ablehnung von Seite der Studierenden stößt, dass
die Formulierung des Punktes der Zugangsbeschränkungen im
Entwicklungsplan nicht als Erklärung einer Notwendigkeit zur
Regulierung der Studierendenzahl verstanden wird, sondern als der
Wunsch, Studierende aus einer "prinzipiellen Notwendigkeit" (der
internationalen Konkurrenzfähigkeit) auszuwählen.
Wir verstehen Bildung nicht als schlichten Informationskonsum
sondern als einen gesellschaftlichen Wert, den man nicht in die
Schranken elitärer Restriktionen sperren soll und kann.
"Wir fordern auch den Universitätsrat der WU auf, in seiner
morgigen Sitzung diesen Plänen des Rektorats nicht zuzustimmen",
schließt Benedikt Rettenbacher, neuer Vorsitzender der ÖH WU (AG WU).
Rückfragehinweis:
Benedikt Rettenbacher
design. Vorsitzender ÖH WU
(AktionsGemeinschaft WU)
Tel.: 01/31336/4862
e-Mail: [email protected]
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