ECSDA präsentiert Harmonisierungs-Report zu Corporate Actions in Europa

Heimische Wertpapiersammelbank OeKB bereitet sich intensiv auf künftige Anforderungen an grenzüberschreitenden Wertpapierverkehr vor

Wien (OTS) - Die European Central Securities Depositories Association (ECSDA), die Vereinigung Europäischer Zentralverwahrer, präsentierte heute, am 30. Juni 2005, Ihren Bericht mit 16 konkreten Standards zur Harmonisierung von Kapitalmaßnahmen und Erträgnisverrechnung wie z.B. Dividendenzahlungen und Zinszahlungen.

Die ECSDA will mit diesen Änderungsvorschlägen zu einem kostengünstigeren und transparenteren Cross-Border Wertpapierverkehr innerhalb Europas beitragen. Kostenreduktion, Fehlerminimierung, und Risikovermeidung sind die zu erwartenden positiven Effekte welche den zusammenwachsenden Wertpapiermarkt Europas für Investoren (Institutionelle und Privatanleger) attraktiver und wettbewerbsfähiger machen.

Mit diesem Report veröffentlicht ECSDA - einem Auftrag der Europäischen Kommission folgend - bereits das zweite Paket von Standards zur Optimierung des grenzüberschreitenden Wertpapierverkehrs. Bereits im April 2004 wurden 10 Standards zur Beseitigung der Barrieren Nr. 4 und 7 des Giovannini-Berichtes veröffentlicht. Diese Standards zielten insbesondere auf die Harmonisierung der Abwicklungszeiten von Settlementsystemen sowie auf die Schaffung von intra-day Finalität im cross-border Transfer von Wertpapieren ab.

ECSDA-Chairman Joel Merere wies bei der heutigen Präsentation darauf hin, dass die Zentralverwahrer ihre Hausaufgaben durch die weitgehende Umsetzung der Standards des ersten Reports bereits gemacht hätten: "Die ECSDA-Mitglieder waren die ersten Marktteilnehmer, die in Reaktion auf den Giovannini Report konkrete Standards verabschiedet und umgesetzt haben. Wir sind mit den erzielten Fortschritten in dieser kurzen Zeit sehr zufrieden."

Mit den nun veröffentlichten Standards zur Barriere Nr. 3 des Giovannini-Berichtes soll insbesondere der Informationsfluss im Zusammenhang mit Kapitalmaßnahmen und Erträgnisverrechnungen verbessert werden.

Die Standards wurden unter Einbeziehung zahlreicher Marktteilnehmer und Interessensgruppen erarbeitet was die Akzeptanz und Durchsetzungsfähigkeit der Maßnahmen im Markt erhöhen soll. Der jüngste Report weist besonders auch auf jene Voraussetzungen hin, die für eine wirksame Umsetzung der vorgeschlagenen Standards notwendig sind. So ist insbesondere die Mitwirkung der Emittenten erforderlich um schon bei der 'Geburt' eines Wertpapiers die Vereinheitlichung wirksam werden zu lassen. Aber auch Global Custodians, Banken und Zentralverwahrer sowie die nationalen und subsidiär der europäische Gesetzgeber werden durch die von ECSDA vorgeschlagenen Veränderungen berücksichtigt.

Die heimische Wertpapiersammelbank in der Oesterreichischen Kontrollbank AG (OeKB) gilt in Europa übrigens als einer der Vorreiter: "Die Trends zur Standardisierung haben sich bereits abgezeichnet. Als vergleichsweise kleiner Zentralverwahrer konnten wir flexibel agieren und erfüllen daher jetzt schon viele künftigen Anforderungen der EU", so Georg Zinner, Chef des OeKB Wertpapierservice.

Auch für Zinner ist die Einigung in der Vereinheitlichung von Corporate Actions ein wichtiger Schritt: "Die von den ECSDA Mitgliedern erarbeiteten Vorschläge zielen bewusst auf jene Prozesse ab, die im täglichen Geschäft am häufigsten vorkommen. Hier ist der Hebel für Geschwindigkeitsgewinn, Risikominimierung und Kostensenkung einfach am größten." Zinner sieht den österreichischen Wertpapiermarkt gut vorbereitet, auch wenn am heimischen Markt konkreter Anpassungsbedarf besteht " so etwa bei der Einführung und Anpassung europaweit standardisierter Stichdaten wie Ex Date, Record Date, Payment Date und bei der Optimierung des Informationsflusses zu Kapitalmaßnahmen."

Der komplette Report steht inklusive Management Summary auf www.oekb.at/harmonisierung sowie auf www.ecsda.com als Download zur Verfügung.

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