• 30.06.2005, 10:02:27
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  • OTS0078 OTW0078

NÖGKK: Flächendeckende Versorgung mit Psychotherapieplätzen

Angriffe des Bundesverbandes für Psychotherapie aus der Luft gegriffen

St. Pölten (OTS) - "Völlig aus der Luft gegriffen" sind für KR
Gerhard Hutter, Obmann der Niederösterreichische Gebietskrankenkasse,
die vom Österreichischen Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP)
geäußerten Vorwürfe hinsichtlich einer mangelhaften
Psychotherapieversorgung in Niederösterreich. Seit 2003 gibt es die
Psychotherapie auf Krankenschein. "Und seit heuer haben wir zudem ein
Reservekontingent eingerichtet, um sofort Hilfe anbieten zu können,
wenn es wirklich einmal kurzfristige Engpässe geben sollte", so
Hutter.

Empört zeigt sich Hutter über die Presseaussendung des ÖBPV, in
der ein "Versorgungschaos" bei der Psychotherapie unterstellt wird.
Ganz im Gegenteil: Seit 1.7.2003 besteht durch Verträge mit dem
Verein für ambulante Psychotherapie (VaP) und der nö. Gesellschaft
für Psychotherapeutische Versorgung (NGPV) für die Kunden der NÖGKK
die Möglichkeit, Psychotherapie auf Krankenschein in Anspruch zu
nehmen. Mit dem Landesverband für Psychotherapie, einer Untergruppe
des ÖBPV, konnte deshalb keine Lösung erzielt werden, weil dieser zu
der von der NÖGKK geforderten Qualitätssicherung nicht bereit war.
Bei beiden Vereinen wurde eine Hotline eingerichtet, über welche die
Versicherten Auskünfte bekommen bzw. an freie Therapieplätze
vermittelt werden. Bei der Vergabe der Therapieplätze werden
besonders die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen, älteren und
schwerkranken Patienten sowie soziale Aspekte berücksichtigt. Neu ist
das mit 1.5.2005 zusätzlich geschaffene Angebot von Psychotherapie
für Kinder und Jugendliche durch einen Vertrag mit der Caritas der
Erzdiözese Wien für die Familienzentren Baden, Mistelbach und Wr.
Neustadt.

Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass die Psychotherapie
auf Kassekosten von der Bevölkerung gut angenommen wurde. Hutter:
"Eine von der NÖGKK initiierte anonyme Umfrage unter jenen
Versicherten, die Psychotherapie auf Krankenschein in Anspruch
genommen haben, ergab eine hohe Zufriedenheit bezüglich Wartezeit,
Anfahrtswegen sowie der Qualität."

Die mit den Vereinen vereinbarten Stundenkontingente werden
jährlich den Notwendigkeiten angepasst. Darüber hinaus wurde mit
1.1.2005 ein Reservestundenkontingent eingerichtet. So kann, wenn
wegen der Bezirksauslastung eine vorübergehende Wartezeit entstehen
würde, aber im Einzelfall auf Grund der Art und Schwere der
Erkrankung ein sofortiger Behandlungsbeginn notwendig ist, sofort
reagiert werden. Deshalb kann auch ausgeschlossen werden, dass im vom
ÖBPV geschilderten Fall eines 13-jährigen Buben kein Therapieplatz
auf Kassekosten zur Verfügung gestanden wäre. Von Vertretern beider
Vereine wurde der NÖGKK bestätigt, dass ihnen der geschilderte Fall
zwar nicht bekannt sei, bei einer entsprechenden Anfrage aber
jedenfalls ein Therapieplatz zur Verfügung gestellt worden wäre.

Obmann Hutter: "Die NÖGKK-Lösung bietet flächendeckende und auch
flexible Versorgung - wie sie im sensiblen Bereich der Psychotherapie
notwendig ist. Sollte doch ein Problem auftauchen, dann denke ich,
ist eine direkte Kontaktaufnahme mit den Vereinen oder der NÖGKK
zielführender als mediale Anschuldigungen - umso mehr, wenn sie von
jenem Verein kommen, der mit uns keinen Vertrag hat, weil stets die
von uns geforderte Qualitätssicherung verweigert wurde."

Rückfragehinweis:

Dr. Elisabeth Heinz
   NÖ Gebietskrankenkasse
   Öffentlichkeitsarbeit
   Dr.-Karl-Renner-Promenade 14-16, 3100 St. Pölten
   Tel.: 050 899-5122
   Fax: 050 899-5181
   E-mail: [email protected]

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