NÖGKK: Flächendeckende Versorgung mit Psychotherapieplätzen

Angriffe des Bundesverbandes für Psychotherapie aus der Luft gegriffen

St. Pölten (OTS) - "Völlig aus der Luft gegriffen" sind für KR Gerhard Hutter, Obmann der Niederösterreichische Gebietskrankenkasse, die vom Österreichischen Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) geäußerten Vorwürfe hinsichtlich einer mangelhaften Psychotherapieversorgung in Niederösterreich. Seit 2003 gibt es die Psychotherapie auf Krankenschein. "Und seit heuer haben wir zudem ein Reservekontingent eingerichtet, um sofort Hilfe anbieten zu können, wenn es wirklich einmal kurzfristige Engpässe geben sollte", so Hutter.

Empört zeigt sich Hutter über die Presseaussendung des ÖBPV, in der ein "Versorgungschaos" bei der Psychotherapie unterstellt wird. Ganz im Gegenteil: Seit 1.7.2003 besteht durch Verträge mit dem Verein für ambulante Psychotherapie (VaP) und der nö. Gesellschaft für Psychotherapeutische Versorgung (NGPV) für die Kunden der NÖGKK die Möglichkeit, Psychotherapie auf Krankenschein in Anspruch zu nehmen. Mit dem Landesverband für Psychotherapie, einer Untergruppe des ÖBPV, konnte deshalb keine Lösung erzielt werden, weil dieser zu der von der NÖGKK geforderten Qualitätssicherung nicht bereit war. Bei beiden Vereinen wurde eine Hotline eingerichtet, über welche die Versicherten Auskünfte bekommen bzw. an freie Therapieplätze vermittelt werden. Bei der Vergabe der Therapieplätze werden besonders die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen, älteren und schwerkranken Patienten sowie soziale Aspekte berücksichtigt. Neu ist das mit 1.5.2005 zusätzlich geschaffene Angebot von Psychotherapie für Kinder und Jugendliche durch einen Vertrag mit der Caritas der Erzdiözese Wien für die Familienzentren Baden, Mistelbach und Wr. Neustadt.

Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass die Psychotherapie auf Kassekosten von der Bevölkerung gut angenommen wurde. Hutter:
"Eine von der NÖGKK initiierte anonyme Umfrage unter jenen Versicherten, die Psychotherapie auf Krankenschein in Anspruch genommen haben, ergab eine hohe Zufriedenheit bezüglich Wartezeit, Anfahrtswegen sowie der Qualität."

Die mit den Vereinen vereinbarten Stundenkontingente werden jährlich den Notwendigkeiten angepasst. Darüber hinaus wurde mit 1.1.2005 ein Reservestundenkontingent eingerichtet. So kann, wenn wegen der Bezirksauslastung eine vorübergehende Wartezeit entstehen würde, aber im Einzelfall auf Grund der Art und Schwere der Erkrankung ein sofortiger Behandlungsbeginn notwendig ist, sofort reagiert werden. Deshalb kann auch ausgeschlossen werden, dass im vom ÖBPV geschilderten Fall eines 13-jährigen Buben kein Therapieplatz auf Kassekosten zur Verfügung gestanden wäre. Von Vertretern beider Vereine wurde der NÖGKK bestätigt, dass ihnen der geschilderte Fall zwar nicht bekannt sei, bei einer entsprechenden Anfrage aber jedenfalls ein Therapieplatz zur Verfügung gestellt worden wäre.

Obmann Hutter: "Die NÖGKK-Lösung bietet flächendeckende und auch flexible Versorgung - wie sie im sensiblen Bereich der Psychotherapie notwendig ist. Sollte doch ein Problem auftauchen, dann denke ich, ist eine direkte Kontaktaufnahme mit den Vereinen oder der NÖGKK zielführender als mediale Anschuldigungen - umso mehr, wenn sie von jenem Verein kommen, der mit uns keinen Vertrag hat, weil stets die von uns geforderte Qualitätssicherung verweigert wurde."

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NÖ Gebietskrankenkasse
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