ARGEV-Geschäftsjahr 2004: SAMMELMENGEN VON METALL- UND LEICHTVERPACKUNGEN NEUERLICH GESTEIGERT

2004: Höhere Zielvorgaben für die Verpackungssammlung erreicht

Wien (OTS) - Mit dem Jahr 2004 hat das Umweltministerium die Ziele für die Verpackungssammlung der ARGEV spürbar angehoben: Statt bisher 70 % müssen nun 83 % der bei der ARA lizenzierten Kunststoffverpackungen erfasst werden. Mit erstmals über 200.000 t getrennter Sammlung und 231.000 t Gesamtleistung (+5 %) hat die ARGEV auch diese in der EU höchsten Ziele sicher erreichen können. Von 203.831 t aus der getrennten Sammlung wurden 151.256 t (+2,0 %) über die Leichtverpackungssammlung, 38.776 t (-1,5 %) über die Metallsammlung und 13.799 t (+15,6 %) durch die Anlieferung und Übernahme von Holzverpackungen aufgebracht.

Die Zielvorgaben des Umweltministeriums für die Verpackungssammlung haben unmittelbaren Einfluss auf die Kosten. Der ARGEV ist es trotz der Mengensteigerung um 5 % im vergangenen Jahr gelungen, die Stückkosten erneut um 2,5 % zu senken. Die ARGEV hat damit seit 1995 eine Kostenreduktion von 40 % erreicht, die maßgeblich zu den wiederholten Senkungen der ARA Lizenztarife beigetragen hat.

Noch mehr Sammelbehälter

Den rund 8,14 Millionen ÖsterreicherInnen standen im Rahmen des ARA Systems 2004 bereits über 2,4 Millionen Sammelbehelfe (Behälter, Säcke) für die getrennte Sammlung von Kunststoff-, Metall-, Papier-und Glasverpackungen zur Verfügung. Den Löwenanteil, nämlich knapp zwei Drittel, trug die ARGEV mit ihren Sammelsystemen für Leicht- und Metallverpackungen bei: Fast 1,3 Millionen österreichische Haushalte waren mit (insgesamt 15 Millionen) Gelben Säcken für Leichtverpackungen bzw. - regional - für Plastikflaschen ausgestattet, das sind um mehr als 100.000 Haushalte mehr als noch 2003 (+ 9 %). Zusätzlich standen für Leichtverpackungen weitere 214.000 Gelbe Tonnen und für Metallverpackungen über 48.000 Blaue Tonnen bereit. Damit konnten bereits mehr als 1,8 Millionen österreichische Haushalte (54 %) ihre Leichtverpackungen / Plastikflaschen auf die denkbar bequemste Weise entsorgen: "ab Haus".

Plastikflaschensammlung bringt neues Erscheinungsbild der ARGEV-Sammlung

Im Zeitraum Jänner 2004 bis April 2005 wurde für 3 Millionen Einwohner die gewohnte gemischte Leichtverpackungssammlung durch die gezielte Erfassung von Plastikflaschen ersetzt. Damit setzt die ARGEV auf die gezielte Sammlung von stofflich verwertbaren Verpackungen:
Getränkeflaschen, Kunststoffflaschen für Spül- und Reinigungsmittel, Körperpflegeprodukte u. a. m. Alle anderen Leichtverpackungen werden in diesen Regionen im Restmüll gesammelt und als Brennstoff genutzt.

In Wien, großen Teilen Niederösterreichs und Kärntens und in der Stadt Salzburg gehören die neuen Sammelbehälter mit den charakteristischen Einwurföffnungen und dem Spitznamen "Kermit" bereits zum gewohnten Straßenbild. Der größten Sammelsystemumstellung in der Geschichte der ARGEV gingen zahlreiche Modellversuche in unterschiedlichen Siedlungsstrukturen voraus.

Ein Lob den KonsumentInnen: Fehlwürfe in der Verpackungssammlung gehen zurück

Die ersten Erfahrungen mit der Plastikflaschensammlung bestätigen bereits die positiven Versuchsergebnisse, vor allem der Anteil an Verunreinigungen im Sammelmaterial ist signifikant zurückgegangen und liegt in vielen Regionen bereits stabil unter 10 %. Bundesweit nahm der Fehlwurfanteil von 25,1 % auf 23,8 % ab.

ARGEV-Sammlung kommt Verpackungen "entgegen"

Die Entwicklung der Verbrauchergewohnheiten zeigt, dass immer mehr Verpackungen, vor allem Getränkeverpackungen, nicht im eigenen Haushalt, sondern am Ort des Konsums anfallen: am Arbeitsplatz, in öffentlichen Gebäuden, in und bei Verkehrseinrichtungen und bei Freizeitaktivitäten. Deshalb kommt die ARGEV-Sammlung den geleerten Verpackungen jetzt verstärkt "entgegen": Dazu wurden neue Sammelschienen speziell für die Bereiche "Indoor" (z.B. Verwaltungsgebäude, Schulen) und "Outdoor" (Freizeiteinrichtungen wie z.B. Badeseen, Autobahnparkplätze und Großveranstaltungen) entwickelt und eingesetzt.

Besondere Aufmerksamkeit findet das neue Event-Entsorgungsservice, bei dem spezielle Sammelbehälter eingesetzt werden, die eine störungsfreie Entsorgung während des Ablaufs von Veranstaltungen gewährleisten. Dass sich dieses Serviceangebot stetig zunehmender Akzeptanz bei den Veranstaltern von Groß-Events erfreut, zeigt die Referenzliste der letzten 12 Monate: Schi-Weltcup (Flachau, Bad Gastein), Vier-Schanzen-Tournee (Bischofshofen), Beachvolleyball Grand Slam (Klagenfurt), IPC-Weltmeisterschaft (Wildschönau), Tennis-Fed-Cup (Innsbruck), Frequency Festival (Salzburg), Red Bull-Flugtag (Brigittenauerbucht), u.v.m.

IMAS-Studie: Verpackungssammlung für ÖsterreicherInnen selbstverständlich

Dass die getrennte Verpackungssammlung für die ÖsterreicherInnen längst zum selbstverständlichen Bestandteil ihres täglichen Lebens geworden ist, geht einmal mehr aus den Ergebnissen der im März 2005 im ARGEV-Auftrag durchgeführten repräsentativen IMAS-Umfrage hervor:
97 % der Befragten geben an, Verpackungen getrennt zu sammeln und 82 % sind mit der

ARGEV-Leichtverpackungssammlung "sehr zufrieden" oder "zufrieden" (2004: 71 %)

Maßgeblicher Beitrag zur "Nachhaltigkeitsagenda"

Einen maßgeblichen Beitrag leistete die ARGEV auch zur so genannten "Nachhaltigkeitsagenda der österreichischen Getränkewirtschaft 2005 - 2007": Zu dieser Lösung hat die ARGEV -neben ihrem Beitrag zum Verhandlungsprozess selbst - eine wesentliche Basis geliefert.

Mit einem jahrelang konsequent durchgezogenen Maßnahmenpaket hat sie es ermöglicht, dass im Jahr 2004 eine zentrale Zusage der Wirtschaft aus der ersten Selbstverpflichtung erfüllt werden konnte. 2004 wurden mehr als 50 % aller in Österreich in Verkehr gesetzten PET-Flaschen (51,5 %) stofflich verwertet.

ARGEV Know-how künftig auch im EAG-Bereich im Einsatz

Anfang Mai 2005 haben ARA und ARGEV mit Zustimmung ihrer Gesellschafter die ERA Elektro Recycling Austria GmbH gegründet, die das Sammel- und Verwertungssystem für Elektro-Altgeräte aufbauen und dabei auf Know-how und Ressourcen von ARA und ARGEV zurückgreifen wird. Damit kommt die ARGEV einem Wunsch ihrer Lizenzpartner nach, das bei ARA und ARGEV vorhandene Know-how und die im ARA System geschaffenen Ressourcen auch für ihre (Alt-) Geräte nutzen zu können. ARA und ARGEV haben deshalb eine entsprechende Single-Supplier-Lösung vorbereitet, zumal diese auf Synergiepotenziale bauen kann wie kein anderes System.

ARGEV exportiert Know-how

Nach zahlreichen, meist gemeinsam mit der ARA abgewickelten, internationalen Consulting-Projekten z.B. in Portugal, Ungarn oder Singapur steht derzeit ein so genanntes "Twinning-Projekt" der EU in Estland in den Startlöchern. Unter Federführung des Umweltbundesamtes wird eine österreichische Projektgemeinschaft, der noch das Umweltministerium, die Stadt Wien, die ARA und eben die ARGEV angehören, im Auftrag der EU ein Jahr lang in Estland die Konzeption und den Aufbau eines landesweiten Sammel- und Verwertungssystems für Verpackungen unterstützen.

Rückfragen & Kontakt:

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Andrea Hiller (Leiterin Kommunikation), ARGEV
Tel.: 01/521 49-2185, andrea.hiller@argev.at
Mag. Brigitte Mühlbauer, Menedetter PR
Tel.: 01/533 23 80, muehlbauer@menedetter-pr.at
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