- 30.06.2005, 09:41:26
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Automobilwirtschaft und Lebensministerium gemeinsam gegen Schadstoffbelastung - Korrektur
Wien (OTS) - In einer gemeinsamen Pressekonferenz haben
Lebensministerium, Automobilimporteure und Kfz-Einzelhandel Maßnahmen
zur Schadstoffreduzierung präsentiert.
Bundesminister Pröll stellte die ab Juli 05 geltende
Partikelfilterförderung für Dieselfahrzeuge vor. Konkret soll der
Kauf von Diesel-Pkw mit Partikelfilter durch eine befristete
Reduktion der Normverbrauchsabgabe (NoVA) um 300 Euro in den Jahren
2005 und 2006 begünstigt werden. Neuzugelassene Fahrzeuge mit einem
Rußpartikelausstoß von mehr als 5 Milligramm pro Kilometer sollen
dagegen mit einem Malus von 150 Euro im Jahr 2005 und 300 Euro ab
2006 bei der NoVA belegt werden.
Der stv. Sprecher der Automobilimporteure in der
Industriellenvereinigung Ingo Natmessnig beurteilte die Förderung als
geeignete Begleitmaßnahme zur raschen Erneuerung des
Fahrzeugbestandes. Der Stand der Partikelfiltertechnologie sei
anzuerkennen, die Partikelmasse könne um mehr als 90 % vom
Ausgangswert reduziert werden. Neuerlich Kritik kam von der
Fahrzeugwirtschaft am im Förderungsmodell enthaltenen Malus, weil den
Konsumeneten noch immer kein flächendeckendes Angebot an Fahrzeugen
mit Partikelfilter zur Auswahl stehe. Dies lasse die Befürchtung
aufkommen, dass viele Autokäufer - mangels Alternative - zur Kasse
gebeten werden und nur wenige von der Förderung profitieren würden.
Natmessnig berichtete außerdem von der in der Vorwoche präsentierten
Studie der EU-Kommission, wonach die CO2-Emissionen der in den EU-15
verkauften neuen Personenkraftwagen zwischen 1995 und 2003 um 11,8 %
gesunken seien. Die Anstrengungen der Automobilindustrie wurden dabei
ausdrücklich von der Kommission gelobt.
Die Fahrzeugwirtschaft sprach sich außerdem gegen die derzeit
propagierten Maßnahmen zur Reduzierung der Feinstaubemissionen aus,
wie Fahrverbote für Diesel-Pkw ohne Filter, City-Maut, Tempolimits,
da der Anteil der Pkw-Partikelemissionen deutlich unter 10 % der
Gesamtstaubemissionen liegen würde und daher diese Maßnahmen aufgrund
des geringen Anteils am lokalen Feinstaubaufkommen zu keiner
wesentlichen Verbesserung der Situation beitragen würden. Nachhaltige
und größere Effekte seien mit intelligenten Verkehrskonzepten, wie
Verstetigung des Verkehrsflusses und Optimierung der Verkehrsführung
zu erreichen.
Die Vertreter der Automobilimporteure und des Einzelhandels wiesen
auch darauf hin, dass der Dieselmotor notwendig sei zur Erreichung
der Kyoto-Ziele und für die freiwillige Verpflichtung der
europäischen, japanischen und koreanischen Automobilindustrie, bis
2008/2009 die Flottenverbrauchsziele auf 140 g/km CO2-Ausstoß zu
senken. Mit der Dieseltechnologie seien eindeutig die Weichen für
CO2-optimierte Fahrzeuge gestellt. In diesem Zusammenhang wurde die
gemeinsame Internetplattform www.autoverbrauch.at vorgestellt, in der
sich Konsumenten über den CO2-Ausstoß aller Kraftfahrzeuge
informieren können.
Gemeinsam wurde außerdem eine rasche Festlegung der Euro-5-Abgasnorm
in Brüssel gefordert.
Rückfragehinweis:
Dr. Christian Pesau
Geschäftsführer Arbeitskreis der Automobilimporteure
Tel.: 43-1-71135-2760
e-mail: [email protected]
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