• 28.06.2005, 10:01:56
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ÖAMTC-Billigauto-Crashtest: Wie viel Sicherheit man für weniger als 10.000 Euro bekommt (+ Audio)

Sieben preisgünstige Einstiegsmodelle im Härtetest - fünf Sterne bleiben unerreicht

Wien (OTS) - "Billigautos boomen, soviel steht fest", sagt
ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang. Alleine der Fox, Nachwuchsmodell von
Volkswagen, hat einen sensationellen Verkaufsstart hingelegt. Darf
man der Sicherheit der preisgünstigen Flitzer wirklich trauen? Kann
ein Billigmodell unter 10.000 Euro beim Crash gleich viel
Insassenschutz bieten wie die hochpreisigen Kollegen? Der ÖAMTC hat
sieben Billigautos in den Härtetest geschickt. "Wenig Spitze, viel
Mittelklasse", so lautet das Resümee des ÖAMTC-Cheftechnikers. "Als
gefährlich ist keines einzustufen. Es tut sich aber auch kein echter
'Fünf-Stern-Wagen' hervor." Lediglich der VW Fox fährt seinen
Konkurrenten mit vier von fünf möglichen Sternen davon. Knapp
dahinter schafft auch der Citroen C1 den Sprung in die
Vier-Stern-Klasse. Der Rest, Smart fortwo, Fiat Panda, Ford Ka, Kia
Picanto und Dacia Logan, enttäuscht mit mittelmäßigen drei Sternen.
"Eine Vier-Stern-Sicherheit muss auch bei Billigautos Standard
werden", fordert der ÖAMTC-Experte.

Der Fox setzt sich beim ÖAMTC-Billigauto-Test an die Spitze und
beweist, dass auch ein billiger Kleinwagen sehr sicher sein kann.
"Der Überlebensraum der Fahrgastzelle ist beim Frontal-Crash mit 64
km/h weitgehend stabil geblieben", sagt Lang. Auch beim Seiten-Crash
mit Tempo 50 hat der Kleine bestanden. Punktabzüge gab es allerdings
wegen zu hoher Belastungen im Bereich der Wirbelsäule und des
Bauches. An diesen Stellen könnte ein Seitenairbag das
Verletzungsrisiko reduzieren. Beim Test wird neben dem Insassenschutz
für Erwachsene auch die Kindersicherheit bewertet. Alle Sitze des Fox
sind mit Dreipunktgurten ausgestattet. Damit ist die Voraussetzung
geschaffen, dass alle guten Kindersitze verwendet werden können. "Ein
überzeugender Auftritt. Wünschenswert wären serienmäßige Seiten- und
Kopfairbags. Dann sind sogar fünf Sterne realistisch", sagt der
ÖAMTC-Cheftechniker.

Der zweite in der Reihe, der Citroen C1, hat ebenfalls eine sehr
stabile Fahrgastzelle. Der Citroen bleibt aber bei der
Kindersicherheit hinter dem Fox. Auf den weiteren Rängen wurden nur
mehr drei Sterne vergeben. Der Smart fortwo liegt auf Platz drei. Er
hat vor allem beim Seiten-Crash recht gute Werte im Sicherheitsscheck
erhalten. Ford Ka und Fiat Panda, ebenfalls Drei-Stern-Kandidaten,
wurden noch in der europäischen Basisversion ohne Beifahrerairbag
getestet. "In Österreich sind die beiden serienmäßig mit Fahrer- und
Beifahrerairbag ausgestattet. Das bringt einen Sicherheitsgewinn",
sagt Lang. Enttäuschend fallen die Tests bei Kia Picanto und Dacia
Logan aus. Vor allem der Dacia, der ob seiner Größe bereits zur
Unteren Mittelklasse zählt, bekommt beim Insassenschutz eine
schlechte Bewertung. Grund dafür sind teils hohe Belastungen bei
Front- und Seitencrash.

"Man kann bei den 'Schnäppchenautos' zwar ohne mulmigen Gefühl
einsteigen, von Höchststandards sind viele aber noch weit entfernt.
Die Testsieger machen vor, dass ein sehr hohes Sicherheitsniveau zu
einem günstigen Preis sehr wohl möglich ist", sagt der
ÖAMTC-Cheftechniker abschließend.

Die detaillierten Ergebnisse aller ÖAMTC-Crashtests gibt es auf
der ÖAMTC-Homepage unter http://www.oeamtc.at/tests/.

Aviso an die Redaktionen:
Fotomaterial und Grafiken zum aktuellen Crashtest finden sich im
ÖAMTC-Foto-Service unter http://www.oeamtc.at/presse/.

Aviso an die Hörfunk-Redaktionen:
Ein Audio mit ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang ist dieser Meldung
hinzugefügt.

Aviso an die TV-Redaktionen:
Beta-Video-Material ist auf Anfrage bei der ÖAMTC-Pressestelle
erhältlich.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Claudia Kesche

Audio(s) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Audio
Service, sowie im OTS Audioarchiv unter http://audio.ots.at

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Pressestelle
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at

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