• 27.06.2005, 09:32:43
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AK Benzinpreisanalyse: Diesel im Jahresvergleich mehr als viermal so stark gestiegen wie Eurosuper

Diesel zwischen Juni 2004 und Juni 2005 um fast 14 Cent, Eurosuper um drei Cent gestiegen

Wien (OTS) - Die Spritpreise sind auf einem Rekordhoch. Die AK
Benzinpreisanalyse von Anfang Juni bei bundesweit fast 1.600
Tankstellen zeigt: Die Preise für Diesel schnalzten innerhalb eines
Jahres um knapp 17 Prozent, für Eurosuper um drei Prozent in die
Höhe. Bei den ohnehin hohen Preisen müssen AutofahrerInnen im Westen
Österreichs, in Salzburg und Kärnten noch tiefer in die Tasche
greifen als im Osten. AK Spartipp für Reisende: Zu Hause im Osten
oder bei Diskontern tanken!

Die AK hat vom 6. bis 8. Juni die Preise bei 1.655 Tankstellen in
ganz Österreich überprüft: Die Dieselpreise kletterten zwischen Juni
2004 und Juni 2005 um 13,6 Cent oder knapp 17 Prozent und die Preise
für Eurosuper im Vergleichzeitraum um drei Cent oder 3,3 Prozent
hinauf. Ein Pendler, der mit seinem Diesel-Auto im Jahr rund 30.000
zurücklegt, also z.B. täglich von Wiener Neustadt nach Wien pendelt
und wieder zurück, und rund 1.950 Liter Diesel verbraucht, wurde um
265 Euro mehr belastet. Bei Eurosuper zahlte er zwischen Juni 2004
und Juni 2005 um 80 Euro mehr drauf.

Bei Preiserhöhungen schneidet der Finanzminister kräftig mit: Pro
Cent Verteuerung kassiert er allein aus der Mehrwertsteuer 12,6
Millionen Euro im Jahr von den AutofahrerInnen. Der Finanzminister
muss endlich den längst überfälligen Ausgleich für die enorme
Mehrbelastung der PendlerInnen, die bereits einen erheblichen Teil
ihres Einkommens für Sprit ausgeben, schaffen: Das Pendlerpauschale
muss um weitere 15 Prozent und das Kilometergeld auf 42 Cent
angehoben werden, bekräftigt die AK ihre Forderung.

Die AK-Analyse zeigt: Günstigere Tankstellen gibt in Wien, in den
niederösterreichischen Bezirken Mistelbach, Gänserndorf, Bruck an
der Leitha, Wien Umgebung, Mödling und den südlichen und westlichen
Bezirken Niederösterreichs, in Oberösterreich in Steyr-Stadt,
Steyr-Land, Grieskirchen und Kirchdorf an der Krems. In der
Steiermark in Bruck/Mur, Radkersburg, Hartberg und Feldbach. Es gibt
auch nach wie vor ein starkes Ost-West Preisgefälle: Teuer ist das
Tanken in Salzburg, Tirol und Vorarlberg. Im Westen finden sich nur
in Kufstein und Kitzbühl billigere Tankstellen. Auch das Tanken in
Kärnten ist teuer, besonders bei Eurosuper - bisher zählte Kärnten zu
den günstigen Anbietern.

Diskonter sind preiswerter als Markentankstellen - bei Diesel
durchschnittlich um 4,6 Cent pro Liter, bei Eurosuper um drei Cent
pro Liter. Für Diesel verlangen Diskonter und Freie im Schnitt 0,926
Euro pro Liter, die teuerste Markentankstelle Aral durchschnittlich
0,972 Euro pro Liter. Eurosuper kostet bei Diskontern und Freien im
Schnitt 1,012 Euro pro Liter, am teuersten ist hier auch Aral mit
durchschnittlich 1,044 Euro pro Liter.

AK Tipps: Am Wochenende beginnen die Ferien: Ostösterreicher, die
in den Urlaub fahren, sollten zu Hause ihren Tank auffüllen. Wer
preisbewusst tanken will, sollte bei Diskontern stehen bleiben. Wenn
es sich vermeiden lässt, nicht bei Autobahnauffahrten oder
-tankstellen tanken - sie sind extrem kostspielig.

Rückfragehinweis:
Doris Strecker
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2677
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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