• 25.06.2005, 15:00:00
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PRÖLL: DIE NATUR UND IHREN SCHUTZ ERLEBBAR MACHEN

Eröffnung von Besucher- und Informationszentren in den Nationalparks Gesäuse und Kalkalpen

Wien (OTS) - "Im Mittelpunkt der Nationalparkidee steht nicht nur
konsequenter Naturschutz, es geht auch darum, die Natur und ihren
Schutz für Jung und Alt erlebbar zu machen", erklärte Umweltminister
Josef Pröll heute, Samstag, anlässlich der Eröffnung von gleich zwei
neuen Nationalparkzentren - der Besucherpavillon in Gstatterboden im
Nationalpark Gesäuse sowie das Nationalpark-Besucherzentrum Ennstal
im oberösterreichischen Reichraming. "Die beiden neuen
Besucherzentren sind weitere Meilensteine in der erfolgreichen
österreichischen Nationalparkpolitik. Naturschutz und Naturerlebnis,
Umweltbildung und Forschung bilden im Gleichklang die Basis für
Nationalparkentwicklung. Mit den Zentren als erste Anlaufstelle für
Besucher wurde ein wichtiger Beitrag dafür geleistet", betonte Pröll.
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Unter dem Motto "Die Gesäuselandschaft verstehen" erwartet den
Besucher im Nationalparkzentrum Gesäuse eine faszinierende,
multimedial inszenierte Geologieausstellung. Sie verbindet
Wissenschaft mit Erlebnis und entführt als "Zeitmaschine" in längst
vergangene Erdzeitalter. Alle Stationen sind mit Aktionen verbunden,
die von den Besuchern spielerisch durchgeführt werden, angeleitet von
einem virtuellen Nationalparkführer. Tektonik und Gebirgsbildung,
Gesäuseschlucht, Eiszeit und Bodenbildung sind einige der Themen, die
auf humorvolle Weise näher gebracht werden. Bei einem virtuellen
Klettersteig heißt es Schwindelfreiheit unter Beweis zu stellen, auf
Schiern vollführt man eine rasante Abfahrt über einen
Eiszeitgletscher und zuletzt erlebt man den Nationalpark aus der
Vogelperspektive im virtuellen Drachenflieger.

Der im Jahr 2002 gegründete und 11.000 Hektar große Nationalpark
Gesäuse befindet sich zu 99 Prozent auf Gründen der Steiermärkischen
Landesforste. Diese waren neben der Nationalparkgesellschaft an der
Finanzierung des Besucherzentrums maßgeblich beteiligt, Zusatzmittel
stammten aus dem Programm LEADER+ und der Gemeinde Weng.

Der Nationalpark Kalkalpen ist das größte Waldschutzgebiet
Österreichs. In Reichraming entstand ein Gemeinschaftsbau, bestehend
aus Nationalpark-Besucherzentrum für den Nationalpark Kalkalpen,
Technologie- und Dienstleistungszentrum Ennstal TDZ,
Kraft-Wärme-Kopplungsanlage der Ökowärme Holding GmbH und des
Regionalen Wirtschaftsverbandes Oberösterreichisches Ennstal. "Diese
Kombination von Natur und Wirtschaft ist einmalig in Österreich. Denn
gemeinsam soll nicht nur das Gebäude sondern auch die Zusammenarbeit
im Sinne einer synergetischen Nutzung bestimmter Bereiche sein. Es
ist das dritte Besucherzentrum des 21.000 Hektar großen Nationalparks
Kalkalpen neben Windischgarsten und Molln", so Pröll.

Die Ausstellung im Nationalpark-Besucherzentrum Reichraming widmet
sich dem Thema "Wunderwelt Waldwildnis" und zeigt unter anderem in
einer Erlebnisbox im Freien die Bodenfauna aus der Sicht eines
Käfers. Im Waldkino wird ein Film über die faszinierende Waldwildnis
des Reichraminger Hintergebirges vorgeführ, und in der Waldwerkstatt
können die BesucherInnen gemeinsam mit einer/m NationalparkbetreuerIn
Geheimnisse der Waldwildnis erforschen. Darüber hinaus gibt es die
Möglichkeit, bei geführten Touren die Ursprünglichkeit der Natur
hautnah zu erleben.

Die Finanzierung des Nationalparkzentrums wurde mit Mitteln des
Lebensministeriums, des Landes Oberösterreich und der EU ermöglicht.
Die Flächen des Nationalparks Kalkalpen sind zu 88 Prozent Teil der
österreichischen Bundesforste, zu 11 Prozent privater und zu 1
Prozent gemeindeeigener Grund. Neben der Nationalpark-Infostelle hat
auch die Nationalparkforstverwaltung der Österreichischen
Bundesforste AG Quartier im neuen Zentrum bezogen.

"Die sechs österreichischen Nationalparks schützen unsere
herausragendsten Naturjuwelen. Der Nationalpark Gesäuse ist jüngstes
Mitglied der Nationalparkfamilie und hat sich in der kurzen Zeit
seines Bestehens bestens entwickelt. Wirklich stolz können wir aber
auf die Leistungen der österreichischen Nationalparks speziell bei
der Besucherbetreuung sein. Alleine die Tatsache, dass im vergangenen
Jahr über 60.000 Schülerinnen und Schüler im Rahmen von Projekttagen
in den Nationalparks unterwegs waren, ca. 2.300 Exkursionen und
geführte Wanderungen durchgeführt wurden und rund 170.000 Besucher
die Infozentren besucht haben, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg
sind", Umweltminister Josef Pröll abschließend.

Weitere Informationen finden Sie unter www.nationalparksaustria.at

(Schluss)

Rückfragehinweis:
Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823

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