Wiedner Hauptstraße glänzt als moderne Stadtstraße

Wien (OTS) - Nach der Reinprechtsdorfer Straße, dem Siebenbrunnenplatz, dem Mittelgürtelbereich und der Kulturzeile an der Wienzeile wurde mit der Neugestaltung der Wiedner Hauptstraße ein weiteres wichtiges Bezirksprojekt fertig gestellt. Am Donnerstag, den 23. Juni 2005 eröffnete Wiens Planungs- und Verkehrsstadtrat Rudi Schicker gemeinsam mit dem Bezirksvorsteher für den 5. Bezirk, Ing. Kurt Wimmer und Ing. Hermann Halbauer von der MA 28 offiziell den neu gestalteten Einkaufsboulevard im 5. Bezirk, die Wiedner Hauptstraße.

"Die umgestaltete Wiedner Hauptstraße wird allen Ansprüchen an eine moderne Stadtstraße gerecht. Das Projekt setzt aber nicht nur stadtgestalterische Akzente: mit der Schaffung von Radwegen, der barrierefreien Gestaltung des öffentlichen Raums und mit mehr Platz für die Fußgängerinnen und Fußgänger werden auch die im Masterplan Verkehr festgelegten Ziele erfüllt," betonte Stadtrat Schicker.

"Unser Ziel war es, eine Straße für die Bürgerinnen und Bürger mit hoher Aufenthalts- und Lebensqualität zu gestalten, und das ist uns gelungen", freute sich Bezirksvorsteher Ing. Kurt Wimmer. Im Speziellen wurden die Wünsche nach Errichtung von Radwegen sowie einer Ausgestaltung des Straßenraumes mit Bäumen berücksichtigt. Außerdem wurden breite Gehsteigflächen für Fußgänger sowie zusätzliche Querungsmöglichkeiten entlang der Wiedner Hauptstraße geschaffen. Durch die Errichtung von breiten Gehsteigflächen wird die Wiedner Hauptstraße dem Status einer Geschäftsstraße besser gerecht. Die ansässigen Geschäfte und Gastronomiebetriebe nutzen das breite Vorland bereits intensiv für Schanigärten. Das attraktive Umfeld in Verbindung mit einer ansprechenden Auslagengestaltung sollen die Bevölkerung zum Einkaufen animieren.****

Die Geschäftsleute der Wiedner Hauptstraße stellen in einem großartigen Straßenfest unter Beweis, dass die Wiedner Hauptstraße sehr viel zu bieten hat. Die Geschäftsleute und Unternehmen präsentieren nicht nur ihre Leistungen und Angebote einem interessierten Publikum. "Die Geschäftsleute haben sich viele Attraktionen einfallen lassen", berichtete Sabine Waste, Organisatorin des Straßenfestes von den Geschäftsleuten der Wiedner Hauptstraße und führt im Detail an "Gewinnspiele, Grillspezialitäten und andere Köstlichkeiten fürs leibliche Wohl, stündlich eine Action Vorführung mit Modellautos, Mode, Kunsthandwerk. Für die kleinen Gäste gibt es eine Hupfburg. Einen weiteren Themenschwerpunkt bildet das Thema Gesundheit. Das Wiener Rote Kreuz präsentierte seine Leistungen und im Rheumabus konnte man sich über die optimalen Behandlungsmöglichkeiten informieren". Für Stimmung sorgte vormittags die Schulband des Rainergymnasiums. Den Abschluss macht der Heart Chor St. Florian mit einem Gospelkonzert vor der Kirche um 18 Uhr.

Projektsentwicklung

Im Herbst 1999 wurde in Margareten ein Bürgerbeteiligungsverfahren zur Neugestaltung der Wiedner Hauptstraße begonnen. Grundlage dieses Verfahrens war ein Antrag aus dem Jahr 1998 in der Bezirksvertretung Margareten.

Mit der Bürgerbeteiligung sollte die aktive Einbindung der Bevölkerung in die Gestaltung ihres Lebensraums Wiedner Hauptstraße ermöglicht werden. Dadurch lag ein städtebaulich zufriedenstellender Entwurf unter optimaler Berücksichtigung der Anrainer-Bedürfnisse vor.

Aufbauend auf den Ergebnissen der einzelnen Bürgerversammlungen hat die Magistratsabteilung 28 - Straßenverwaltung und Straßenbau in Abstimmung mit den Planungsdienststellen der Stadt Wien MA 19, MA 33, MA 46 und den Wiener Linien ein Projekt ausgearbeitet, welches sowohl die verkehrstechnischen sowie stadtgestalterischen Anforderungen einer modernen Straße erfüllt. Der Planungsbereich des von der MA 28 mit der Straßendetailplanung beauftragten Planungsbüros Dipl.-Ing. H. Mittnik erstreckte sich vom Matzleinsdorfer Platz bis zur Blechturmgasse und umfasste somit den gesamten Bereich der Wiedner Hauptstraße im 5. Wiener Gemeindebezirk. Die Ausgestaltung des Straßenraumes wurde der Architektengruppe ARTEC im Zuge eines Wettbewerbsverfahrens zugesprochen. Als zusätzlicher Partner bei der Erneuerung des Erscheinungsbildes der Wiedner Hauptstraße konnte die GEWISTA gewonnen werden.

Eine verbesserte Verkehrsorganisation

Die Querung der Fahrbahn wird durch zusätzliche Ampeln, so zum Beispiel im Bereich Laurenzgasse, aber auch auf Höhe Kriehubergasse für die FußgängerInnen wesentlich erleichtert. In Zusammenhang mit der Neugestaltung des Straßenraumes wurde auch der ruhende Verkehr neu organisiert. Durch die Errichtung zahlreicher Schrägparkplätze sowie Ladezonen wurde sichergestellt, dass das ursprünglich vorhandene Stellplatzangebot erhalten blieb. Das öffentliche Verkehrsnetz und die Vielzahl an Stellplätzen im öffentlichen Raum sollen auch BürgeInnen aus anderen Teilen des Bezirkes ermöglichen, die Wiedner Hauptstraße als Einkaufsstraße zu nutzen.

Lichtband und andere gestalterische Akzente

Als zusätzliche Attraktivierung des Straßenraumes wurde ein Lichtband zur optischen Trennung zwischen dem Geh- und dem Radweg errichtet. Damit soll die lineare Führung der Straße im öffentlichen Raum betont werden. Entlang dieses Lichtbandes wurden in das Beleuchtungskonzept integrierte Sitzgelegenheiten errichtet. Die Farbe rot wurde zur Hervorhebung des Platzbereiches in Höhe Rainergasse/Kriehubergasse eingesetzt.

Im Zuge der Neugestaltung der Wiedner Hauptstraße wurde auch der Matzleinsdorfer Platz als Tor zum 5. Bezirk attraktiver gestaltet. Insbesondere erfährt dieser Bereich eine Aufwertung durch mehr Grün.

Fertigstellung zwei Monate früher als geplant

Mit der Umsetzung der 9,2 Mio. Euro teuren Umgestaltung wurde Anfang Mai 2004 begonnen. Bis Ende August 2005 sollte das ehrgeizige Bauvorhaben abgeschlossen sein.

"Wichtig war uns, den Umbau der Wiedner Hauptstraße möglichst zügig und für alle Verkehrsteilnehmer/innen so konfliktfrei wie möglich abzuwickeln" betonte Ing. Hermann Halbauer, der für das Bauvorhaben zuständige Bauinspizient der Magistratsabteilung 28 -Straßenverwaltung und Straßenbau. "Und deshalb freut es mich besonders, dass es uns gelungen ist, das Bauvorhaben bereits im Juni 2005 und damit zwei Monate früher als geplant, fertig zu stellen", ergänzte Halbauer.

Dies war nur möglich, weil alle am Projekt beteiligten Dienststellen an einem Strang gezogen haben und die Zusammenarbeit hervorragend funktioniert hat. Dabei war die Baustellenabwicklung nicht gerade einfach:

Die Umgestaltung des Bereichs Matzleinsdorfer Platz erfolgte abschnittsweise bei Aufrechterhaltung des Verkehr in den verkehrsärmeren Ferienmonaten Juli bis August 2004. Die Herstellung einer Straße in kleinsten Einheiten bedeutet eine logistische Herausforderung für die Baufirma und ist darüber hinaus auch sehr zeitaufwändig. Hier waren keine Zeiteinsparungen möglich.

Dafür konnten die Straßenbauarbeiten in der Wiedner Hauptstraße selbst besonders zügig abgewickelt werden. So wurde es möglich, den für 2005 vorgesehenen Straßenumbau zwischen Nikolsdorfer Gasse und Blechturmgasse bereits 2004 herzustellen. Vor den für die Kaufleute besonders wichtigen langen Einkaufstagen vor Weihnachten, waren die Fahrbahnen und Gehsteige wieder frei und einem Einkaufsbummel stand nichts mehr im Weg.

2005 gab es damit keine maßgebenden Verkehrsbehinderungen mehr in der Wiedner Hauptstraße. Im Frühjahr 2005 waren in der Wiedner Hauptstraße nur mehr die Baumscheiben zu pflastern, die Stadtmöbel aufzustellen sowie einzelne Restflächen wie zum Beispiel vor der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft zu errichten. Diese Flächen konnten erst jetzt, nach Fertigstellung der Hochbauvorhaben in Angriff genommen werden.

"Letztendlich wurden insgesamt 900 m Straße mit 42.000 m2 Fläche um rund 9,2 Mio. Euro innerhalb nur eines Jahres und bei Aufrechterhaltung des Individualverkehrs komplett neu gestaltet", schließt Ing. Halbauer von der MA 28, verantwortlich für den Straßenumbau.

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(Schluss) kel/lay

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