- 23.06.2005, 09:52:23
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Kukacka begrüßt Abschluss des Mediationsverfahrens für den Ausbau des Flughafens Wien!
Zur Bewältigung des Passagierwachstums und zur verkehrspolitischen Stärkung des Drehkreuzes Wien sind Erweiterungen der Infrastruktur notwendig
Wien (OTS) - Verkehrsstaatssekretär Helmut Kukacka begrüßte heute,
Donnerstag, die Unterzeichnung des Mediationsvertrags für den Ausbau
des Flughafens Wien. Damit komme ein fünfjähriger Prozess zu einem
positiven Abschluss, der einerseits die notwendige wirtschaftliche
Entwicklung durch einen entsprechenden Ausbau für den Flughafen Wien
ermögliche und anderseits die verständlichen Bedürfnisse der Anrainer
in die Planung miteinbeziehe. ****
Es sei zwar bedauerlich, aber für die Größe des Unterfangens auch
nicht überraschend, dass im Rahmen des Mediationsverfahrens nicht
alle Seiten zufrieden gestellt werden konnten. Ein Kompromiss sei
jedenfalls "sinnvoll und notwendig", da der Luftfahrtstandort
Österreich einen gut ausgebauten Flughafen brauche, um künftig
gegenüber der massiven internationalen Konkurrenz bestehen zu können
und das internationale Drehkreuz Wien erhalten bleibe. Spekulationen
und Vorschläge, die den Flughafen in die ungarische Tiefebene oder
ins Weinviertel verlegen wollten, erteilte Kukacka eine klare Absage.
Diese Vorschläge seien "völlig realitätsfern", zeugten von geringem
verkehrspolitischen Verständnis und huldigten einem opportunistischen
Florianiprinzip.
Der Mediationsvertrag regle klar die Rahmenbedingungen für den
künftigen Ausbau des Flughafens. Grundsätzlich könne der Flughafen
Wien bei Bedarf die dritte Piste bauen, im Gegenzug wurde eine klare
Regelung für Nachflüge gefunden, die definierten Fluglärmzonen dürfen
auch mit der geplanten dritten Start- und Landebahn nicht
überschritten werden.
Kukacka erinnerte daran, dass der Flughafen Wien auch ein wichtiger
Arbeitgeber sei, insgesamt gebe der Flughafen Wien bereits jetzt rund
14.000 Menschen Arbeit. Verkehrspolitisch stehe außer Frage, dass der
Luftfahrtstandort Österreich einen gut ausgebauten Flughafen Wien und
eine dritte Start- und Landebahn brauche. Der Staatssekretär betonte,
dass das Drehkreuz Wien in den vergangenen Jahren stark gewachsen
sei. 1990 wurden noch knapp 6 Millionen Passagiere abgefertigt, 2004
waren es rund 14 Millionen Passagiere, 2010 werden es 20 Millionen
sein. Zur operativen Bewältigung dieses Wachstumskurses sind
jedenfalls Erweiterungen der Infrastruktur nötig, da im rauhen
internationalen Wettbewerb immer die Gefahr bestehe, dass andernfalls
Fluglinien auf andere, größere Drehkreuze ausweichen, wie München,
Zürich oder Prag. Dies sei "weder verkehrspolitisch noch
wirtschaftpolitisch im Interesse Österreichs", schloss Kukacka.
Rückfragehinweis:
Staatssekretariat im BM für Verkehr,
Innovationen und Technologie
Mag. Christian Dolezal
Pressesprecher
Tel. +43 (01) 711 62/8803
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