Kukacka begrüßt Abschluss des Mediationsverfahrens für den Ausbau des Flughafens Wien!

Zur Bewältigung des Passagierwachstums und zur verkehrspolitischen Stärkung des Drehkreuzes Wien sind Erweiterungen der Infrastruktur notwendig

Wien (OTS) - Verkehrsstaatssekretär Helmut Kukacka begrüßte heute, Donnerstag, die Unterzeichnung des Mediationsvertrags für den Ausbau des Flughafens Wien. Damit komme ein fünfjähriger Prozess zu einem positiven Abschluss, der einerseits die notwendige wirtschaftliche Entwicklung durch einen entsprechenden Ausbau für den Flughafen Wien ermögliche und anderseits die verständlichen Bedürfnisse der Anrainer in die Planung miteinbeziehe. ****

Es sei zwar bedauerlich, aber für die Größe des Unterfangens auch nicht überraschend, dass im Rahmen des Mediationsverfahrens nicht alle Seiten zufrieden gestellt werden konnten. Ein Kompromiss sei jedenfalls "sinnvoll und notwendig", da der Luftfahrtstandort Österreich einen gut ausgebauten Flughafen brauche, um künftig gegenüber der massiven internationalen Konkurrenz bestehen zu können und das internationale Drehkreuz Wien erhalten bleibe. Spekulationen und Vorschläge, die den Flughafen in die ungarische Tiefebene oder ins Weinviertel verlegen wollten, erteilte Kukacka eine klare Absage. Diese Vorschläge seien "völlig realitätsfern", zeugten von geringem verkehrspolitischen Verständnis und huldigten einem opportunistischen Florianiprinzip.

Der Mediationsvertrag regle klar die Rahmenbedingungen für den künftigen Ausbau des Flughafens. Grundsätzlich könne der Flughafen Wien bei Bedarf die dritte Piste bauen, im Gegenzug wurde eine klare Regelung für Nachflüge gefunden, die definierten Fluglärmzonen dürfen auch mit der geplanten dritten Start- und Landebahn nicht überschritten werden.

Kukacka erinnerte daran, dass der Flughafen Wien auch ein wichtiger Arbeitgeber sei, insgesamt gebe der Flughafen Wien bereits jetzt rund 14.000 Menschen Arbeit. Verkehrspolitisch stehe außer Frage, dass der Luftfahrtstandort Österreich einen gut ausgebauten Flughafen Wien und eine dritte Start- und Landebahn brauche. Der Staatssekretär betonte, dass das Drehkreuz Wien in den vergangenen Jahren stark gewachsen sei. 1990 wurden noch knapp 6 Millionen Passagiere abgefertigt, 2004 waren es rund 14 Millionen Passagiere, 2010 werden es 20 Millionen sein. Zur operativen Bewältigung dieses Wachstumskurses sind jedenfalls Erweiterungen der Infrastruktur nötig, da im rauhen internationalen Wettbewerb immer die Gefahr bestehe, dass andernfalls Fluglinien auf andere, größere Drehkreuze ausweichen, wie München, Zürich oder Prag. Dies sei "weder verkehrspolitisch noch wirtschaftpolitisch im Interesse Österreichs", schloss Kukacka.

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