- 21.06.2005, 14:25:15
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Hauptsaison für Gärgasunfälle steht vor der Tür: AUVA gibt Sicherheitstipps auf der "Inter Agrar" in Wieselburg
Wien (OTS) - Jahr für Jahr fordern Gärgasunfälle in der
Landwirtschaft Schwerstverletzte und Tote. Mit dem Befüllen der
Gärfuttersilos beginnt die Hauptsaison für Gärgasunfälle, die bis in
den Winter reicht. Die Unfallverhütungsdienste der AUVA beraten über
das gefahrlose Befahren von Behältern und bieten Seminare für das
Bergen von Verunglückten an. Immer wieder verunglücken auch Helfer
bei Befreiungsversuchen tragisch.
Zudem leben Forstarbeiter mit einer Rate von 108,5 Unfällen auf
1.000 Beschäftigte mit der dritthöchsten Verletzungsgefahr. Ein hoher
Prozentsatz der Verletzungen kann durch das Tragen von Schutzhelmen,
Schutzbrillen und Schutzhandschuhen, Overall sowie Sicherheitsschuhen
verhindert werden. Während im Österreich-Durchschnitt 0,8 Prozent der
Unfälle in der Land- und Forstwirtschaft tödlich verlaufen, sind es
in Niederösterreich rund 1,2 Prozent. Die AUVA Landesstelle Wien
nützt daher das breite Forum der Messe "Inter Agrar" vom 29. Juni bis
3. Juli 2005 in Wieselburg und bietet in Halle 5, Stand Nr. 503,
sowohl Sicherheitsinformationen als auch Praxistipps und korrekte
Schutzbekleidung zum Ansehen und Ausprobieren.
Die AUVA Landesstelle Wien, für die Verhütung von Arbeitsunfällen
in Niederösterreich, Wien und Burgenland zuständig, nützt auch heuer
wieder das breite Publikumsspektrum der Wieselburger Messe "Inter
Agrar", um in Halle 5 (Stand 503) auf die Gefahren aufmerksam zu
machen, über Bestimmungen und korrekte Schutzbekleidung zu
informieren, mit Praxistipps zu helfen. Richtige Antworten beim
Computerspiel "Sicherheitsquiz" werden mit Sachpreisen belohnt. Der
Unfallverhütungsdienst der AUVA betreut jene Betriebe in der Land-
und Forstwirtschaft, die Arbeitnehmer beschäftigen; im Jahr 2004
waren 26.533 unselbständig Erwerbstätige bei der AUVA versichert.
Neben der Verhütung von Gärgasunfällen zählen - sicherheitstechnische Begehungen, - die Beratung über Explosionsschutz in landwirtschaftlichen Brennereien, - Beratungen über sicherheitstechnisch korrektes Arbeiten, - Beratungen über persönliche Schutzausrüstung, - Schulungen im sicheren Gebrauch von Motorsägen und - die Schulung Langzeitarbeitsloser bei der Grünraumpflege in sozialen Projekten
und anderes mehr zum Leistungsspektrum der AUVA in der Prävention
für die Versicherten aus der Land- und Forstwirtschaft.
"Immer öfter werden wir zu sicherheitstechnischen Begehungen beim
Ankauf von neuen Maschinen oder bei der Erweiterung bestehender
Anlagen gerufen," sagt Dipl.-Ing. Mirko Jelinic, Branchenexperte des
Unfallverhütungsdienstes der AUVA Landesstelle Wien, "Bestehen
sicherheitstechnische Probleme, werden diese meistens von den
Lieferfirmen sofort behoben. Da sich die Betriebe dadurch allfällige
Unfallfolgekosten ersparen, erfreuen sich die Begehungen steigender
Nachfrage." Dipl.-Ing. Mirko Jelinic ist unter der Telefonnummer (01)
33133-255 und der E-Mail-Adresse [email protected] zu erreichen.
15 Prozent der Arbeitsunfälle und 10 Prozent der Todesfälle
passieren auf niederösterreichischem Boden
Rund 15 Prozent aller Arbeitsunfälle in der heimischen Land- und
Forstwirtschaft und 19 Prozent der tödlichen geschehen auf
niederösterreichischem Boden. Zwischen Jänner 2000 und Dezember 2004
starben 13 Beschäftigte. Im detaillierten Branchenvergleich erweist
sich die Unfallrate der Forstwirtschaft mit 108,5 auf 1.000
Arbeitnehmer als dritthöchste, während die Landwirtschaft mit 30,6
auf 1.000 Mitarbeiter unter dem Schnitt aller Branchen (35,7) liegt.
Dies ergibt zusammen die dritte Stelle der unfallträchtigsten
Berufssparten.
Aus der Praxis der Unfallerhebung kristallisieren sich drei sehr
häufige Unfallgeschehen in der Land- und Forstwirtschaft heraus, die
leicht zu vermeiden wären:
- Schnittverletzungen mit der Motorsäge oder der Heckenschere im
Garten und Landschaftsbau, sowie in der Forstwirtschaft. Diese
Verletzungen sind oft durch das Tragen der persönlichen
Schutzausrüstung zu vermeiden. Weitere Ursachen: eine fehlende
Unterweisung, keine spezielle Ausbildung in der Motorsägenarbeit.
- Sturz von Leitern, ein Fall in Vertiefungen oder über
Bodenunebenheiten. Vielfach werden Leitern entweder zu flach, auf
rutschigem Untergrund aufgestellt oder kippen seitlich weg. Immer
wieder sind nicht abgedeckte Montagegruben böse Stolperfallen. Das
Nichterkennen von verdeckten Gegenständen (z. B. Ästen), rutschiges
Terrain und schlechte Witterungsbedingungen führen auch zu
gefährlichen Stürzen.
- Fuß- und Zehenverletzungen durch Steine, Bäume und Baumteile,
Bordwände, etc. In den meisten Fällen waren Sicherheitsschuhe zwar
vorhanden, wurden jedoch nicht getragen.
Rückfragehinweis:
Gabriela Würth, Gabriela Würth Kommunikation,
Telefon: (02242) 38 300, (0676) 33 24 879
E-Mail: [email protected].
Im Internet: www.auva.at/wien
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