• 20.06.2005, 11:45:03
  • /
  • OTS0104 OTW0104

"Diskriminierung ist extrem uncool"

Prominente Stimmen zur 10. Regenbogen-Parade

Wien (OTS) - "Die Regenbogen-Parade macht Wien - heuer bereits zum
zehnten Mal - im wahrsten Sinn des Wortes bunter, vielfältiger,
offener. Als Bürgermeister und als Mensch freue ich mich über solche
Impulse, die mit Lebensfreude und guter Laune auf eine Tatsache
aufmerksam machen, die wir nicht aus den Augen verlieren dürfen:

Diskriminierung muss aus jeder Ebene unseres Lebens verschwinden",
so der Wiener Bürgermeister Michael Häupl. Und Sonja
Wehsely, Stadträtin für Integration, ergänzt: "Heuer werden wir
erstmals anlässlich der Regenbogen-Parade das Wiener Rathaus mit
einer Regenbogenfahne beim Eingang in der Lichtenfelsgasse beflaggen,
weil wir die Lebens- und Liebesfreude in unserer Stadt bejahen."

"Jahr für Jahr ist die Regenbogen-Parade ein lautes und
ermutigendes Zeichen dafür, dass Vielfalt eine Realität ist und
Ausgrenzung und Diskriminierung nicht nur dumm, sondern auch extrem
uncool sind.", meint Dieter Schindlauer, Obmann des Vereins ZARA
(Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit). Am Samstag, 2. Juli 2005,
ist es so weit: Dann bewegt sich der bunte Demonstrationszug zum 10.
Mal vom Stadtpark aus gegen die Fahrtrichtung um den Ring bis zum
Heldenplatz, wo die große Abschlussveranstaltung über die Bühne geht.

Ulrike Lunacek, Nationalratsabgeordnete der Grünen, war schon bei
der ersten Regenbogen-Parade 1996 dabei: "An die erste Parade
erinnere ich mich noch sehr genau: Die Aufregung ob wohl genügend
Leute kommen, damit es nicht als Misserfolg wahrgenommen wird; die
Freude darüber wie viele es dann waren. Heute gehört die jährliche
Regenbogen-Parade schon so zu Wien wie Festwochen und Donauinselfest
- und das ist gut so! Nach der positiven
Schweizer Volksabstimmung von Anfang Juni muss die Botschaft an die
österreichische Bundesregierung wohl lauten: 'Traut euch doch endlich
- eure WählerInnen sind fortschrittlicher als ihr denkt'."

Für Life-Ball-Organisator Gery Keszler ist die politische
Botschaft der Veranstaltung aktueller den je: "Solange im
'zwangsnormierten' Österreich Schwule, Lesben und
Transgender-Personen rechtlich nicht vollkommen gleichgestellt sind,
sind Initiativen wie die Regenbogen-Parade von größter Notwendigkeit.
Die Diskriminierung hierzulande ist willkürlich ideologisch motiviert
und entbehrt jedweder wissenschaftlichen Grundlage. Darauf muss
wenigstens einmal jährlich laut und deutlich hingewiesen
werden - und dagegen muss mit aller Kraft gekämpft werden."

"Die schwulen Opfer des Nationalsozialismus werden in ihrem Leid
nicht anerkannt, weil jene Vorurteile, die damals zum Massenmord
führten, noch immer nicht überwunden sind. Sexuelle Diskriminierung
ist kein Randthema, sondern ein zentrales Problem unserer
Gesellschaft. In einem Land, in dem ein Mensch verfolgt werden kann,
bloß weil er liebt, darf sich keiner frei fühlen," so der
Schriftsteller und Historiker Doron Rabinovici.

Auf der Homepage www.regenbogenparade.at finden Sie die
Stellungnahmen in voller Länge, sowie weitere Statements, unter
anderem von Hermes Phettberg (Publizist), Hannah Lessing
(Generalsekretärin des Nationalfonds der Republik Österreich für
Opfer des Nationalsozialismus), den Rounder Girls
(Showact bei der diesjährigen Celebration auf dem Heldenplatz),
Günter Tolar (TV-Star und Vorsitzender der SoHo) und Johannes Wahala
(Leiter der Beratungsstelle Courage).

Rückfragehinweis:
Mag. Philipp Kainz, Tel. 0650/850 45 76
mailto:[email protected]
www.hosiwien.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HOI

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel