• 18.06.2005, 08:00:00
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"profil": St. Pöltener Priesteranwärter surften wieder auf Pornoseiten im Internet

Bischof Küng bestätigt entsprechende Vorwürfe anonymer Informanten

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, sind Priesterschüler der Skandal
geschüttelten Diözese St. Pölten kaum ein Jahr nach der folgenreichen
Pornoaffäre wieder "schwach" geworden: Vom Computer der Bibliothek
der philosophisch-theologischen Hochschule aus, die sich im selben
Gebäude wie das Priesterseminar befindet, wurden nach Angaben
anonymer "profil"-Informanten seit Dezember des Vorjahres wiederholt
Internetseiten mit pornografischen Inhalten angeklickt. Entdeckt
wurde der Umstand bei Überprüfungen in der EDV-Zentrale der Diözese.
Jetzt sollen sogar biometrische Zugangskontrollen installiert werden,
die einen Einstieg ins Netz nur mittels Fingerabdruck ermöglichen.

Diözesanbischof Klaus Küng bestätigt in einem "profil"-Interview
die Informationen, erklärt aber, dass es nur "ein einziges Mal" zum
Anklicken pornografischer Internetseiten gekommen sei.

Küng verteidigt in dem Interview seine Entscheidung aus dem
Vorjahr, das St. Pöltener Priesterseminar vorübergehend zu schließen,
um den Anwärtern, die weiterhin eine Priesterlaufbahn einschlagen
wollen, die Chance auf Wiederaufnahme zu geben. Die dafür eingesetzte
Kommission sei sehr restriktiv vorgegangen, die aufgenommenen Alumnen
hätten einen guten Eindruck gemacht.

Vieles an "Versöhnungs- und Aufklärungsvorgängen" sei mittlerweile
eingeleitet worden, in die Diözese sei Ruhe eingekehrt und viele
trügen den Neuanfang mit. Auch eine Ombudsstelle für die Anliegen
verschiedener Personengruppen sei eingerichtet worden und werde
demnächst der Öffentlichkeit vorgestellt, so Küng zu "profil".

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion
Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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