VP-Pfeiffer: Suchtprävention heißt öffentliche Bewusstseinsbildung

Angebote an Personengruppen können erst in zweiter Phase sinnvoll greifen

Wien (VP-Klub) - "Die heute vorgestellten Maßnahmen zur Suchprävention des Fonds Soziales Wien dienen wieder nicht der öffentlichen Primärprävention. Sie sind sicherlich notwendig und ein Schritt in der richtigen Richtung, stellen aber noch immer nicht das dar, was im Konzept der Wiener ÖVP gefordert wird. Wir fordern eine Offensive der Stadt zur Heranbildung eines öffentlichen Bewusstseins und einer Grundkonsenshaltung der Menschen zum Drogenmissbrauch", so der Drogensprecher der ÖVP Wien, LAbg. Gerhard Pfeiffer.

Der Ansatz zur Persönlichkeitsstärkung, die Hinwendung zu Meinungsbildnern und Bezugspersonen und alle anderen vorgestellten Maßnahmen bis hin zu elektronischen Informations- und interaktiven Kommunikationsmöglichkeiten bleibt vorerst ein Tropfen auf dem heißen Stein. Es bedarf vor allem eines weitaus größeren Mitteleinsatzes, wenn das gleiche Ergebnis erzielt werden soll wie bei öffentlicher Primärprävention.

Vor allem aber stimmt die Reihenfolge der von den SP-Verantwortlichen gesetzten Maßnahmen nicht. Erst muss ein öffentlicher Grundkonsens hergestellt werden, der noch keiner allzu großen Differenzierung bedarf. Darauf aufbauen kann dann die Verfeinerung im unterschiedlichen Zugang zur Suchtverhinderung und Drogenabstinenz.

Pfeiffer: "Für alles und jedes wird in der Öffentlichkeit geworben. Warum nicht gegen Drogenmissbrauch? Es kommt sicher billiger und ist auch einfacher, zuerst eine allgemeine Bewertung und ein Meinungsklima zu Drogenfragen anzustreben und erst danach für die verschiedenen Personengruppen die jeweils richtigen Maßnahmen folgen zu lassen. Umgekehrt ist es bedeutend aufwändiger und erreicht in manchen Bereichen die Zielgruppen vermutlich nicht. Warum es hier zu keinem Dialog mit uns kommt, ist mir unbegreiflich."

Darüber hinaus verlangt Pfeiffer, dass endlich jene Maßnahmen, die bereits jetzt mit 20 Mio. EUR jährlich finanziert werden, eine Evaluation in Bezug auf ihren Erfolg erfahren. Insbesondere sollten schon bei neuen Maßnahmen Evaluierungsziele eingebaut werden. "Das Wirtschaften ins Blaue hinein ist nicht Aufgabe einer roten Stadtregierung, während sich die Steuerzahler schwarz zahlen", betont Pfeiffer abschließend.

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