• 16.06.2005, 13:31:13
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Bundesministerin Gehrer zeichnet junge Denkmalschützer/innen aus

Wien (OTS)- Anlässlich des Gedankenjahres 2005 setzten sich mehr als
1.300 Schüler/innen aller Schultypen und Altersklassen österreichweit
mit dem Projekt "Kulturelles Erbe Tradition mit Zukunft" auseinander.
Diese bundesweite Schulaktion wurde vom Bildungsministerium initiiert
und fand in Kooperation mit dem Bundesdenkmalamt und der
Österreichischen UNESCO-Kommission (ÖUK) statt. Ministerin Gehrer:
"Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern die Geschichte ihrer
Umgebung und den Umgang mit ihrem Kulturerbe näher zu bringen. Damit
kann das Bewusstsein für Zusammenhänge zwischen Gestern, Heute und
Morgen entsprechend gestärkt werden".

Abschlusspräsentation des Schulprojektes "Kulturelles Erbe"

Bei der Präsentation im Bildungsministerium stellten 12 von 33
Schulen, die von einer Fachjury für eine finanzielle Unterstützung
(pro Projekt bis zu € 1.500,-) ausgewählt wurden, die Ergebnisse
ihrer Projektarbeit dar. Der Begriff Denkmal wurde möglichst weit
gefasst und schloss Welterbestätten ebenso ein wie lokale und
regionale Kultur- oder Naturdenkmale. Ministerin Gehrer: "Durch die
aktive Auseinandersetzung mit dem kulturellen Erbe in unserem Land
wird dessen gesellschaftliche Bedeutung bereits für Kinder und
Jugendliche nachvollziehbar".

Viele kreative Ideen bei der Projektumsetzung

Das Themenspektrum der Schulen reichte von Projekten, die sich direkt
mit denkmalgeschützten Gebäuden, wie Kirchen, Gedenkstätten, Burgen
oder Synagogen auseinandersetzen bis hin zur Beschäftigung mit
historischen Musikinstrumenten, Frauentrachten oder dem
landwirtschaftlichen Kulturerbe.

So hat beispielsweise die Höhere Bundeslehranstalt für
Forstwirtschaft Bruck/Mur Gedenksäulen errichtet. Impulsgebend für
die Errichtung der Säulen aus Glas, Keramik, Metall und Fotokeramik
war die bestehende Gedenkstätte für die gefallenen Schüler/innen und
Absolvent/innen im Zweiten Weltkrieg.

"Streetwise" und Touristenführer

In Vorarlberg begab sich die Hauptschule Lauterach mit "Streetwise"
auf die Suche nach jenen historischen Persönlichkeiten, nach denen
Straßen in Bregenz benannt sind, um mehr über die Landeshauptstadt zu
erfahren. In Kooperation mit dem Stadtarchiv wurden die Straßennamen
erklärt, zugeordnet und in einer Broschüre als Touristenführer allen
Interessierten zugänglich gemacht.

Reingers gibt Vollgas

Die HBLA für Tourismus und wirtschaftliche Berufe in Wien
beschäftigte sich unter dem Titel "Reingers gibt Vollgas" mit dem
Hanfdorf Reingers in Niederösterreich. Heute zeugen die so genannten
Haarstuben und in Bauernhöfen erhaltenen Geräte davon, dass diese
Gegend einst traditionelles Anbau- und Verarbeitungsgebiet von Hanf
und Flachs war. Ein verlässliches Bild über Reingers und den
Hanfanbau - sowie die Zukunftsperspektiven - gaben "Zeitzeugen", die
Bevölkerung und Expert/innen.

Teilnehmende Schulen bei der heutigen Abschlussveranstaltung: HLW
(Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe) Marienberg/Bregenz,
HS Drasenhofen, HS 11 Linz, BRG Hamerlingschule Linz, VS 1
Feldkirchen, Höhere Bundeslehranstalt für Tourismus & wirtschaftliche
Berufe Wien, HS Lauterach, BORG Bad Hofgastein, HLW (Höhere
Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe) Steyr, VS Draschegasse,
BG Dornbirn, HBLF (Höhere Bundeslehranstalt für Forstwirtschaft)
Bruck/Mur.

Sämtliche Schulprojekte sind auf der Projekt-Seite der Homepage
nachzulesen:
www.kulturleben.at/tradition-zukunft

nnn
(Schluss)

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