Bundesministerin Gehrer zeichnet junge Denkmalschützer/innen aus

Wien (OTS)- Anlässlich des Gedankenjahres 2005 setzten sich mehr als 1.300 Schüler/innen aller Schultypen und Altersklassen österreichweit mit dem Projekt "Kulturelles Erbe Tradition mit Zukunft" auseinander. Diese bundesweite Schulaktion wurde vom Bildungsministerium initiiert und fand in Kooperation mit dem Bundesdenkmalamt und der Österreichischen UNESCO-Kommission (ÖUK) statt. Ministerin Gehrer:
"Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern die Geschichte ihrer Umgebung und den Umgang mit ihrem Kulturerbe näher zu bringen. Damit kann das Bewusstsein für Zusammenhänge zwischen Gestern, Heute und Morgen entsprechend gestärkt werden".

Abschlusspräsentation des Schulprojektes "Kulturelles Erbe"

Bei der Präsentation im Bildungsministerium stellten 12 von 33 Schulen, die von einer Fachjury für eine finanzielle Unterstützung (pro Projekt bis zu € 1.500,-) ausgewählt wurden, die Ergebnisse ihrer Projektarbeit dar. Der Begriff Denkmal wurde möglichst weit gefasst und schloss Welterbestätten ebenso ein wie lokale und regionale Kultur- oder Naturdenkmale. Ministerin Gehrer: "Durch die aktive Auseinandersetzung mit dem kulturellen Erbe in unserem Land wird dessen gesellschaftliche Bedeutung bereits für Kinder und Jugendliche nachvollziehbar".

Viele kreative Ideen bei der Projektumsetzung

Das Themenspektrum der Schulen reichte von Projekten, die sich direkt mit denkmalgeschützten Gebäuden, wie Kirchen, Gedenkstätten, Burgen oder Synagogen auseinandersetzen bis hin zur Beschäftigung mit historischen Musikinstrumenten, Frauentrachten oder dem landwirtschaftlichen Kulturerbe.

So hat beispielsweise die Höhere Bundeslehranstalt für Forstwirtschaft Bruck/Mur Gedenksäulen errichtet. Impulsgebend für die Errichtung der Säulen aus Glas, Keramik, Metall und Fotokeramik war die bestehende Gedenkstätte für die gefallenen Schüler/innen und Absolvent/innen im Zweiten Weltkrieg.

"Streetwise" und Touristenführer

In Vorarlberg begab sich die Hauptschule Lauterach mit "Streetwise" auf die Suche nach jenen historischen Persönlichkeiten, nach denen Straßen in Bregenz benannt sind, um mehr über die Landeshauptstadt zu erfahren. In Kooperation mit dem Stadtarchiv wurden die Straßennamen erklärt, zugeordnet und in einer Broschüre als Touristenführer allen Interessierten zugänglich gemacht.

Reingers gibt Vollgas

Die HBLA für Tourismus und wirtschaftliche Berufe in Wien beschäftigte sich unter dem Titel "Reingers gibt Vollgas" mit dem Hanfdorf Reingers in Niederösterreich. Heute zeugen die so genannten Haarstuben und in Bauernhöfen erhaltenen Geräte davon, dass diese Gegend einst traditionelles Anbau- und Verarbeitungsgebiet von Hanf und Flachs war. Ein verlässliches Bild über Reingers und den Hanfanbau - sowie die Zukunftsperspektiven - gaben "Zeitzeugen", die Bevölkerung und Expert/innen.

Teilnehmende Schulen bei der heutigen Abschlussveranstaltung: HLW (Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe) Marienberg/Bregenz, HS Drasenhofen, HS 11 Linz, BRG Hamerlingschule Linz, VS 1 Feldkirchen, Höhere Bundeslehranstalt für Tourismus & wirtschaftliche Berufe Wien, HS Lauterach, BORG Bad Hofgastein, HLW (Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe) Steyr, VS Draschegasse, BG Dornbirn, HBLF (Höhere Bundeslehranstalt für Forstwirtschaft) Bruck/Mur.

Sämtliche Schulprojekte sind auf der Projekt-Seite der Homepage nachzulesen:
www.kulturleben.at/tradition-zukunft

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