- 16.06.2005, 11:35:47
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Edlinger: Inflation ist deutlich höher als Pensionsanpassung
Edlinger verlangt "Pensions-Nachschlag" von 15 Euro monatlich
Wien (SPW) - "Die Inflation ist auch im Mai um 2,3 Prozent
gestiegen. Pensionisten sind von den Preissteigerungen ein weiteres
Monat besonders betroffen gewesen. Die heurige Pensionsanpassung von
nur 10 Euro monatlich entspricht bei einer durchschnittlichen Pension
einer Erhöhung von weniger als einem Prozent. Eine solche Anpassung
kann die gestiegenen Kosten überhaupt nicht abdecken. Wann kommt
endlich eine spürbare Entlastung der Pensionisten", fragt der
Vizepräsident des Pensionistenverbandes Österreich und Wiener
Landesvorsitzende, BM a.D. Rudolf EDLINGER, am Donnerstag. Kleine
Einkommen wurden im Mai erneut durch die stark gestiegenen
Wohnungsmieten und Betriebskosten, Wasser- und Energiepreise
belastet. Auch das Wenige Ersparte wird aufgrund der niedrigen Zinsen
durch die hohe Inflation aufgefressen. ****
"Die Bundesregierung verspricht seit über fünf Jahren eine
Wertanpassung der Pensionen, aber hat sie noch kein einziges Mal
gemacht. Die Pensionen haben dadurch bereits 8 Prozent real an Wert
verloren. Das heißt, die Pensionisten haben weniger Kaufkraft,
weniger Geld zum ausgeben", kritisiert Edlinger. Der
Pensionistenverband Österreich verlangt angesichts der starken
Preissteigerungen dringend eine Wertanpassung der Pensionen, die
zumindest die Inflation abdeckt. Edlinger: "Die Pensionisten fordern
von der Bundesregierung, endlich etwas gegen die hohe Inflation und
die ständige Belastung kleiner Einkommen zu tun. Das Mindeste wäre
ein sofortiger Pensions-Nachschlag von 15 Euro monatlich für alle
Pensionen unter 1.000 Euro und eine Anhebung des
Ausgleichszulagenrichtsatzes auf 678 Euro monatlich. Rasch umsetzbar
wäre auch die Gestaltung des Pensionistenabsetzbetrages als
Negativsteuer. Auch das würde eine Erhöhung kleiner Pensionen
bewirken. Es wäre möglich, das auch nachträglich mit Jahresbeginn
wirksam zu machen."
"Der jüngste Sozialbericht beweist, dass ältere Menschen
überdurchschnittlich von Armut oder Armutsgefährdung betroffen sind.
Jeder sechste Pensionist in Österreich (17 %) ist arm oder
armutsgefährdet. Der Ausgleichszulagenrichtsatz liegt deutlich unter
der Armutsgrenze. Das ist eine Schande für so ein reiches Land wie
Österreich. Die Bundesregierung schadet mit dieser Politik
Österreich. Denn sie schwächt die Kaufkraft von zwei Millionen
älteren Menschen. Und sie schwächt damit auch die Wirtschaft und
Beschäftigung in Österreich. Das Fehlen einer starken
Inlandsnachfrage wird von vielen Wirtschaftsexperten als eine
Hauptursache für die schwache Wirtschaft und die hohe
Arbeitslosigkeit erkannt. Die Einkommen der PensionistInnen zu
stärken, wäre daher sozial- und auch wirtschaftspolitisch sinnvoll
und notwendig", so der frühere Finanzminister. (Schluss)
Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ-Wien
Tel.: ++43/ 01/ 53 427-235
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