Edlinger: Inflation ist deutlich höher als Pensionsanpassung

Edlinger verlangt "Pensions-Nachschlag" von 15 Euro monatlich

Wien (SPW) - "Die Inflation ist auch im Mai um 2,3 Prozent gestiegen. Pensionisten sind von den Preissteigerungen ein weiteres Monat besonders betroffen gewesen. Die heurige Pensionsanpassung von nur 10 Euro monatlich entspricht bei einer durchschnittlichen Pension einer Erhöhung von weniger als einem Prozent. Eine solche Anpassung kann die gestiegenen Kosten überhaupt nicht abdecken. Wann kommt endlich eine spürbare Entlastung der Pensionisten", fragt der Vizepräsident des Pensionistenverbandes Österreich und Wiener Landesvorsitzende, BM a.D. Rudolf EDLINGER, am Donnerstag. Kleine Einkommen wurden im Mai erneut durch die stark gestiegenen Wohnungsmieten und Betriebskosten, Wasser- und Energiepreise belastet. Auch das Wenige Ersparte wird aufgrund der niedrigen Zinsen durch die hohe Inflation aufgefressen. ****

"Die Bundesregierung verspricht seit über fünf Jahren eine Wertanpassung der Pensionen, aber hat sie noch kein einziges Mal gemacht. Die Pensionen haben dadurch bereits 8 Prozent real an Wert verloren. Das heißt, die Pensionisten haben weniger Kaufkraft, weniger Geld zum ausgeben", kritisiert Edlinger. Der Pensionistenverband Österreich verlangt angesichts der starken Preissteigerungen dringend eine Wertanpassung der Pensionen, die zumindest die Inflation abdeckt. Edlinger: "Die Pensionisten fordern von der Bundesregierung, endlich etwas gegen die hohe Inflation und die ständige Belastung kleiner Einkommen zu tun. Das Mindeste wäre ein sofortiger Pensions-Nachschlag von 15 Euro monatlich für alle Pensionen unter 1.000 Euro und eine Anhebung des Ausgleichszulagenrichtsatzes auf 678 Euro monatlich. Rasch umsetzbar wäre auch die Gestaltung des Pensionistenabsetzbetrages als Negativsteuer. Auch das würde eine Erhöhung kleiner Pensionen bewirken. Es wäre möglich, das auch nachträglich mit Jahresbeginn wirksam zu machen."

"Der jüngste Sozialbericht beweist, dass ältere Menschen überdurchschnittlich von Armut oder Armutsgefährdung betroffen sind. Jeder sechste Pensionist in Österreich (17 %) ist arm oder armutsgefährdet. Der Ausgleichszulagenrichtsatz liegt deutlich unter der Armutsgrenze. Das ist eine Schande für so ein reiches Land wie Österreich. Die Bundesregierung schadet mit dieser Politik Österreich. Denn sie schwächt die Kaufkraft von zwei Millionen älteren Menschen. Und sie schwächt damit auch die Wirtschaft und Beschäftigung in Österreich. Das Fehlen einer starken Inlandsnachfrage wird von vielen Wirtschaftsexperten als eine Hauptursache für die schwache Wirtschaft und die hohe Arbeitslosigkeit erkannt. Die Einkommen der PensionistInnen zu stärken, wäre daher sozial- und auch wirtschaftspolitisch sinnvoll und notwendig", so der frühere Finanzminister. (Schluss)

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