Cerwenka zu Schulpaket: Die SPÖ stellt die Kinder in den Mittelpunkt

Anstieg der Klassenschülerzahlen und Volksschüler, die pendeln müssen, sind kein Qualitätsgewinn

St. Pölten, (SPI) - "Das Ziel ist das Gemeinsame mit der ÖVP: Die Sicherung der Schulstruktur im ländlichen Raum! Unser Weg ist allerdings ein anderer, und die ÖVP hat sich bis zuletzt geweigert, wirkliche Verbesserungen zuzulassen", nimmt der Bildungssprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Helmut Cerwenka, zur aktuellen Diskussion rund um das zur Beschlussfassung anstehende Schulpaket in Niederösterreich Stellung.****

"Die SPÖ stellt die Kinder in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen. Die SPÖ möchte die kleinen Schulen damit sichern, dass es mehr Lehrkräfte gibt. Die ÖVP will Lehrer aus größeren Volksschulen abziehen und sie den kleineren Schulen zuteilen. Das würde dazu führen, dass sich die Unterrichtsqualität in den anderen Schulen, dort wo Lehrkräfte abgezogen werden, verschlechtert. Klassen mit bis zu 30 Schülern drohen. Was können die Schüler dafür? Warum sollen sie es in Zukunft schlechter haben? Für die Sicherung der Kleinschulen brauchen wir mehr Lehrer - und es gibt ohnehin leider hunderte arbeitslose LehrerInnen in NÖ. Wir wollen Verbesserungen, keine Verschlechterungen", so Cerwenka.

"Die SPÖ möchte auch nicht, dass Volksschüler zu Pendlern werden", so der SPNÖ-Bildungspolitiker weiter. Im ÖVP-Konzept sind nur die 1. und die 2. Klasse Volksschule an einem Standort gesichert. Volksschülern der 3. und 4. Klasse droht die Gefahr, generell auspendeln zu müssen. Dies würde Kinder und Eltern gleichermaßen belasten! Das ließe sich mit den SPÖ-Vorschlägen vermeiden.

Andere Bundesländer, wie Burgenland, Kärnten oder Vorarlberg, zahlen bereits die Lehrer, die sie zur Sicherung der kleinen Landschulen benötigen, aus dem Landesbudget. Im Burgenland ab Herbst 2005 beispielsweise 100 Lehrerposten. Die SPNÖ ist der Meindung, dass dies auch in Niederösterreich möglich sein muss, ja dass es sich NÖ im Interesse der SchülerInnen leisten muss. Die ÖVP weigert sich aber strikt, mehr Geld für die Bildung bereit zu stellen. Cerwenka kündigt jedenfalls an, das die SPÖ ihre Ziele und Reformvorschläge in eigenen Anträgen in die Landtagssitzung, in der das Paket beschlossen werden soll, einbringen wird.
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