• 15.06.2005, 09:19:05
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Experten für Europas neue Bildungslandschaft

Doktorandenkolleg fördert Forschung im Bereich "Lebenslanges Lernen"

Krems (OTS) - "Lebenslanges Lernen" ist der wichtigste Schlüssel
für gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt. Um das
Prinzip des lebenslangen Lernens optimal umsetzen zu können, muss das
europäische Bildungssystem erneuert werden. Dieser Prozess wirft
viele Fragen auf, die in wissenschaftlicher Forschungsarbeit geklärt
werden sollen. Mit einem innovativen Doktorandenkolleg fördern die
Donau-Universität Krems, die Universität Graz und die Universität
Klagenfurt ab Herbst 2005 die Untersuchung von Themen des
lebenslangen Lernens.

Noch nie hat sich Wissen so rasch vermehrt und gewandelt wie
heute. In der europäischen Politik herrscht breiter Konsens, dass der
systematische Wissenserwerb nicht mehr auf Schule und Studium
beschränkt sein kann. Wer beruflich erfolgreich sein möchte, muss
seine Kenntnisse und Kompetenzen in allen Lebensphasen erweitern und
aktualisieren. Und auch für den wirtschaftlichen und kulturellen
Fortschritt spielt die Bildung der Gesellschaft eine Schlüsselrolle.
"Lebenslanges Lernen" ist daher das zentrale Thema des aktuellen
europäischen Bildungskonzepts.

Begeisterung fürs Lernen beginnt im Kindesalter

Die Förderung des Lernens beginnt in der Familie und im
vorschulischen Bereich. "Die Schule sollte keine Bedrohung mit
Auslesecharakter sein, sondern ein Ort, an dem Schülerinnen und
Schüler mit positiver Einstellung Wissen erwerben. Denn nichts ist so
wichtig, um für weiteres Lernen bereit zu sein, wie gute Erfahrungen
mit schulischer und beruflicher Ausbildung in Kindheit und Jugend",
weiß der Sprecher des Doktorandenkollegs, Univ.-Prof. Dr. Werner Lenz
von der Universität Graz.

Wiedereinstieg ins Bildungssystem in jeder Lebensphase

Erwachsene sollen jederzeit Gelegenheit haben, systematische Lern-
und Bildungsprozesse wieder aufzunehmen. Um Zugänge für Menschen mit
unterschiedlichen Lernerfahrungen bieten zu können, müssen
Bildungseinrichtungen flexibler werden. Die Donau-Universität Krems
als einzige staatliche Weiterbildungsuniversität Europas ist
Vorreiter auf diesem Gebiet. Hier kommen Studierende aus den
verschiedensten Berufen und unterschiedlichen Alters zusammen, um
sich auf den nächsten Karriereschritt oder die berufliche
Neuorientierung vorzubereiten und sich persönlich weiterzuentwickeln.

Als Pionier der universitären Weiterbildung widmet sich die
Donau-Universität Krems schon seit mehreren Jahren der Erforschung
des lebenslangen Lernens. Ihre Plattform für Weiterbildungsforschung
untersucht wissenschaftliche Weiterbildung aus nationaler und
internationaler Perspektive und konzipiert auf dieser Basis
zukunftsorientierte Formen der Weiterbildung.

Doktorandenkolleg fördert Erforschung des lebenslangen Lernens

Das neue Doktorandenkolleg der Donau-Universität Krems, der
Universität Graz und der Universität Klagenfurt möchte die
Erforschung von Themen des lebenslangen Lernens auf höchstem
wissenschaftlichem Niveau weiter vorantreiben. "Wir werden die
Doktoranden optimal unterstützen und so qualifizierten Nachwuchs in
der Weiterbildungsforschung heranbilden. Denn diese Expertinnen und
Experten werden in Europa zunehmend benötigt", so Univ.-Prof. Dr. Ada
Pellert, Vizerektorin der Donau-Universität Krems.

Ins Kolleg aufgenommen werden Absolventinnen und Absolventen
unterschiedlicher Studienrichtungen, etwa aus dem Bereich der
Erziehungs-, Human-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Auch
berufstätige Doktorandinnen und Doktoranden sind willkommen. Die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden entsprechend ihrem
Forschungsthema von verschiedenen Professoren der kooperierenden
Universitäten individuell betreut. Interessenten werden gebeten, sich
beim Sprecher des Kollegs, Univ.-Prof. Dr. Werner Lenz, zu melden
(E-Mail: [email protected]). (15.06.05)

Rückfragehinweis:
Univ.-Prof. Dr. Ada Pellert
Donau-Universität Krems
Tel.: +43 (0)2732 893-2215
mailto:[email protected]
www.donau-uni.ac.at

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