- 14.06.2005, 11:30:00
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Vergessene Obstbaumarten kehren nach Wien zurück
BIOSA und Fielmann starteten Österreich weites Artenschutzprojekt
Wien (OTS) - Geheimrat Dr. Oldenburg, Maschanska oder Gute Grobe -
wer würde bei diesen exotischen Namen an alte Obstbaumsorten denken?
Kein Wunder, sind doch die meisten dieser Apfel- und Birnenarten aus
den heimischen Gärten verschwunden. Auch in den
Lebensmittelgeschäften und auf Stadtmärkten sind diese schmackhaften
Vitaminspender kaum oder gar nicht mehr zu finden. Dank der
Initiative der Naturschutzorganisation BIOSA und dem Augenoptiker
Fielmann kehren die vergessenen Obstbaumarten nun auch in die
Bundeshauptstadt Wien zurück.
Um 1900 gab es in Österreich noch etwa 3.000 heimische
Obstbaumarten. Jedoch kennt man heute, rund 100 Jahre später, nur
mehr einen kleinen Teil davon. In Baumschulen findet man höchstens 35
Sorten im Angebot. Ihre Beliebtheit verloren die Bäume vor allem,
weil ihre Stämme nicht gerade gewachsen sind. Obwohl sie wesentlich
robuster sind als neue Züchtungen, verschwanden sie aufgrund ihres
knorrigen Aussehens über lange Zeit aus den meisten Gärten und
Obstanlagen. "BIOSA hat sich zum Ziel gemacht, aktiv zum Erhalt der
Artenvielfalt von Fauna und Flora beizutragen", betont Christian
Brawenz, Gründer der BIOSA. "Zudem unterstützt unser Verein die
Umwelt- und Naturforschung, um neue Erkenntnisse für die naturnahe
Bewirtschaftung zu gewinnen." Auch Fielmann setzt sich seit Jahren
für unsere Natur ein und hat den Umweltschutz in seiner
Unternehmensphilosophie verankert.
Als BIOSA bei Fielmann um Unterstützung dieser Aktion anfragte,
war das Unternehmen von Anfang an von der Idee überzeugt. Eine
Partnerschaft, die nun im wahrsten Sinne des Wortes Früchte trägt: 70
alte österreichische Obstbaumarten kehren nun nach Wien zurück. Die
vergessenen Naturschätze finden im Florarium der Stadt Wien ein neues
zuhause. Der letzte Baum wurde heute in diesem einzigartigen
Themengarten gemeinsam von der Bezirksvorsteherin der Donaustadt,
Renate Winkelbauer, dem Österreichbeauftragten von Fielmann, Volker
Schaefer sowie Christian Brawenz und Friedrich Bleier von BIOSA
zusammen mit Kindergartenkindern der Donaustadt gepflanzt. Für die
Besucher dieses Obstlehrpfades wurden eigene Schautafeln angefertigt:
sie informieren darüber, wann die verschiedenen Obstarten reif sind
und wie sie schmecken. Zudem erfährt man, ob die Früchte gekocht und
welche Getränke daraus zubereitet werden können.
Naturschätze bewahren
"Mit dieser Aktion wollen wir Kindern und Erwachsen, Konsumenten
und Obstproduzenten den Reichtum der alten, vergessenen
österreichischen Obstbaumarten nahe bringen", erklärt
BIOSA-Projektleiter Friedrich Bleier. "Besonders in unseren Städten
ist es notwendig, die Menschen darauf aufmerksam zu machen, welchen
heimischen Obstbaum-Artenreichtum es zu bewahren gilt." Daher sollen
vor allem in dicht besiedelten Gebieten Obstlehrpfade, Obstgärten und
Streuobstwiesen gepflanzt werden.
Fielmann hat sich bereit erklärt, dieses besondere Österreich
weite Artenschutzprojekt von BIOSA in 11 Städten zu finanzieren:
Somit konnten dieses Jahr in Wien, Wiener Neustadt, Vösendorf, Wels,
Pasching, Salzburg, Innsbruck, Bregenz, Seiersberg sowie Villach alte
Obstbaumarten gepflanzt werden. Auch nach Krems werden die
vergessenen Bäume demnächst zurückkehren.
www.biosa.at
www.biosphere-baum.at
www.fielmann.com
www.wien.gv.at/ma42/parks/florarium.htm
Rückfragehinweis:
BIOSA-Biosphäre Austria, Friedrich Bleier
Mobil 0664/544 36 11, [email protected]
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