Vergessene Obstbaumarten kehren nach Wien zurück

BIOSA und Fielmann starteten Österreich weites Artenschutzprojekt

Wien (OTS) - Geheimrat Dr. Oldenburg, Maschanska oder Gute Grobe -wer würde bei diesen exotischen Namen an alte Obstbaumsorten denken? Kein Wunder, sind doch die meisten dieser Apfel- und Birnenarten aus den heimischen Gärten verschwunden. Auch in den Lebensmittelgeschäften und auf Stadtmärkten sind diese schmackhaften Vitaminspender kaum oder gar nicht mehr zu finden. Dank der Initiative der Naturschutzorganisation BIOSA und dem Augenoptiker Fielmann kehren die vergessenen Obstbaumarten nun auch in die Bundeshauptstadt Wien zurück.

Um 1900 gab es in Österreich noch etwa 3.000 heimische Obstbaumarten. Jedoch kennt man heute, rund 100 Jahre später, nur mehr einen kleinen Teil davon. In Baumschulen findet man höchstens 35 Sorten im Angebot. Ihre Beliebtheit verloren die Bäume vor allem, weil ihre Stämme nicht gerade gewachsen sind. Obwohl sie wesentlich robuster sind als neue Züchtungen, verschwanden sie aufgrund ihres knorrigen Aussehens über lange Zeit aus den meisten Gärten und Obstanlagen. "BIOSA hat sich zum Ziel gemacht, aktiv zum Erhalt der Artenvielfalt von Fauna und Flora beizutragen", betont Christian Brawenz, Gründer der BIOSA. "Zudem unterstützt unser Verein die Umwelt- und Naturforschung, um neue Erkenntnisse für die naturnahe Bewirtschaftung zu gewinnen." Auch Fielmann setzt sich seit Jahren für unsere Natur ein und hat den Umweltschutz in seiner Unternehmensphilosophie verankert.

Als BIOSA bei Fielmann um Unterstützung dieser Aktion anfragte, war das Unternehmen von Anfang an von der Idee überzeugt. Eine Partnerschaft, die nun im wahrsten Sinne des Wortes Früchte trägt: 70 alte österreichische Obstbaumarten kehren nun nach Wien zurück. Die vergessenen Naturschätze finden im Florarium der Stadt Wien ein neues zuhause. Der letzte Baum wurde heute in diesem einzigartigen Themengarten gemeinsam von der Bezirksvorsteherin der Donaustadt, Renate Winkelbauer, dem Österreichbeauftragten von Fielmann, Volker Schaefer sowie Christian Brawenz und Friedrich Bleier von BIOSA zusammen mit Kindergartenkindern der Donaustadt gepflanzt. Für die Besucher dieses Obstlehrpfades wurden eigene Schautafeln angefertigt:
sie informieren darüber, wann die verschiedenen Obstarten reif sind und wie sie schmecken. Zudem erfährt man, ob die Früchte gekocht und welche Getränke daraus zubereitet werden können.

Naturschätze bewahren

"Mit dieser Aktion wollen wir Kindern und Erwachsen, Konsumenten und Obstproduzenten den Reichtum der alten, vergessenen österreichischen Obstbaumarten nahe bringen", erklärt BIOSA-Projektleiter Friedrich Bleier. "Besonders in unseren Städten ist es notwendig, die Menschen darauf aufmerksam zu machen, welchen heimischen Obstbaum-Artenreichtum es zu bewahren gilt." Daher sollen vor allem in dicht besiedelten Gebieten Obstlehrpfade, Obstgärten und Streuobstwiesen gepflanzt werden.

Fielmann hat sich bereit erklärt, dieses besondere Österreich weite Artenschutzprojekt von BIOSA in 11 Städten zu finanzieren:
Somit konnten dieses Jahr in Wien, Wiener Neustadt, Vösendorf, Wels, Pasching, Salzburg, Innsbruck, Bregenz, Seiersberg sowie Villach alte Obstbaumarten gepflanzt werden. Auch nach Krems werden die vergessenen Bäume demnächst zurückkehren.

www.biosa.at
www.biosphere-baum.at
www.fielmann.com
www.wien.gv.at/ma42/parks/florarium.htm

Rückfragen & Kontakt:

BIOSA-Biosphäre Austria, Friedrich Bleier
Mobil 0664/544 36 11, office@biosphere-baum.at

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