• 14.06.2005, 09:50:21
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AK Test: Teure Spesen beim Fremdwährungskredit (1)

Meist mehr und höher als bei Eurokredit

Wien (OTS) - Fremdwährungskredite sind riskant - neben dem
Wechselkursrisiko gibt es auch ein beachtliches Zinsänderungsrisiko.
Ein AK Test im Mai bei sechs Großbanken zeigt: Es gibt mehr und
höhere Spesen als bei einem Eurokredit. Kontoführungsgebühren können
bis zu 100 Euro im Jahr ausmachen. "Wer beispielsweise wieder vom
Schweizer Franken auf Euro umsteigen will, zahlt zwischen 50 und 400
Euro an fixen Wechselspesen", sagen die AK Konsumentenschützer.

Die AK hat die Spesen für Fremdwährungskredite bei sechs
Großbanken erhoben - Bank Austria, BAWAG-PSK, Erste Bank, NÖ Hypo
Bank, Volksbank Wien, easybank. Es gibt zahlreiche Spesen:
Devisenprovision, Manipulations-, Durchführungs-, Prolongations- oder
zusätzliche Bearbeitungsgebühren. Die Spesen können als wertabhängige
Prozentsätze, Fix- oder Mindestspesen verrechnet werden. So fallen
meist zweimal Kontospesen an, da die Bank ein Fremdwährungs- und ein
Euro-Verrechnungskonto führt. Für das Fremdwährungskonto machen die
Kontospesen zwischen null (BAWAG/PSK) und 24,49 Euro (BA CA) im
Quartal aus. Die Spesen für das Euro-Verrechnungskonto betragen von
null (BA CA) bis neun Euro pro Quartal (NÖ Hypo). Bei jeder Zahlung
wird eine Devisenprovision verrechnet. Zusätzliche Spesen müssen im
Regelfall beim Währungswechsel ("Switch"), die bis zu zwei Prozent
betragen können, gezahlt werden. Bei einer Änderung des
Tilgungsträgers können Spesen bis zu 225 Euro anfallen.

Die Spesen sind teilweise sehr teuer und im Vergleich zu den
Vorjahren erheblich gestiegen. Ein Beispiel: Eine Bank hat die
Mindestgebühr beim Wechseln der Währung von 72,67 Euro im März 2003
auf jetzt 400 Euro angehoben. Die Kontoführungsgebühr pro Quartal für
das Fremdwährungsverrechnungskonto stieg bei dieser Bank von 7,63
Euro (März 1999) auf 23,97 Euro (März 2003) und beträgt nun 24,49
Euro im Quartal.

Bei einem Währungswechsel von der Fremdwährung in Euro gibt es
unterschiedliche Spesenmodelle. "Zuerst einmal ist wichtig, ob ein
Währungswechsel termingerecht erfolgt oder nicht", betonen die AK
Konsumentenschützer. Ein termingerechter Wechsel ist meist am Ende
einer vereinbarten Periode - üblich sind Perioden von Ende Jänner,
März, Juni, September, Dezember (Drei-Monats-Roll-Over). So verlangen
drei von sechs Banken keinen fixen Prozentsatz, sondern einen
Pauschal- oder Mindestbetrag von 400 Euro - BA CA, BAWAG, PSK,
easybank. Die Erste Bank verrechnet eine Bearbeitungsgebühr von 0,5
Prozent und die Hypo NÖ verlangt zusätzlich zur anfallenden
Devisenprovision eine Manipulationsgebühr von 0,1 Prozent. Die
Volksbank Wien stellt 0,25 Prozent in Rechnung. Bei allen getesteten
Banken fallen Mindestgebühren an, die zwischen 50 und 400 Euro
ausmachen können. "Der nicht termingerechte Währungswechsel ist im
Regelfall noch kostspieliger", erläutern die AK Konsumentenschützer.

(Forts.)

Rückfragehinweis:
Doris Strecker
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2677
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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