- 11.06.2005, 21:18:07
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Hohe Auszeichnung für oberösterreichischen Superintendenten
Abschiedsempfang für Hansjörg Eichmeyer im Landhaus Linz - Evangelische Auszeichnung für Landeshauptmann Pühringer
Linz (epd Ö) - Das Große Goldene Ehrenzeichen der Republik
Österreich hat der oberösterreichische Superintendent Mag. Hansjörg
Eichmeyer erhalten. Das Land danke damit für die Vielzahl der
gesellschaftlichen und kirchlichen Initiativen, die der
oberösterreichische Superintendent in seiner 15jährigen Amtszeit
gesetzt habe, so Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer bei einem
festlichen Empfang am Freitagabend im Linzer Landhaus. Eichmeyer, der
Ende August in den Ruhestand tritt, zeichne die Kunst aus, "die
Botschaft so darzustellen, dass sie berührt und angenommen wird",
sagte Pühringer. Als "Meilensteine" in Eichmeyers Amtszeit
bezeichnete der Landeshauptmann die Initiativen zur Errichtung des
Evangelischen Museums in Rutzenmoos und zum Bau des Studentenheims
"Dietrich Bonhoeffer" in Linz.
Dem Landeshauptmann selbst überreichte bei der Feier Synodenpräsident
Dr. Peter Krömer die evangelische "Auszeichnung in Gold". Unter
Pühringers Leitung habe das Land Oberösterreich die Arbeit der
Superintendenz vielfältig gefördert, betonte der Synodenpräsident.
An der Feier im Steinernen Saal des Landhauses hatten zahlreiche
Vertreter der Diözese, der Landeskirche, der Ökumene und der Politik
teilgenommen. Der römisch-katholische Diözesanbischof Dr. Maximilian
Aichern würdigte den Amtskollegen und Freund als "leidenschaftlichen
Seelsorger, dem es um die Menschen und um ihr Wohl geht". In der
kollegialen Zusammenarbeit habe der "Mann der Praxis" nicht nur in
der evangelischen Kirche wichtige Impulse gesetzt.
Fundraiser mit Motivationstalent
Als einen "Fundraiser, der so gut zu motivieren verstand",
bezeichnete Ministerialrat Univ.Prof. Dr. Karl Schwarz vom Kultusamt
im "Zukunftsministerium" den scheidenden Superintendenten. Das Museum
in Rutzenmoos - "das Beste, was wir in Österreich herzeigen können" -
schärfe "evangelische und ökumenische Zukunftskompetenz".
Seitens der Kirchenleitung dankte Oberkirchenrat Hon. Prof. Dr.
Michael Bünker für Eichmeyers Einsatz in einem "komplexen,
anspruchsvollen aber auch erfüllenden Amt". Bünker zeichnete
Eichmeyers berufliche Stationen in Attersee, Vöcklabruck und
schließlich in der Superintendentur Linz nach und erinnerte, dass die
Tätigkeit des Superintendenten nach ihren historischen Wurzeln
Repräsentanz, Aufsicht, Verwaltung, Leitung und Seelsorge umfasse.
Den Dank der evangelischen Kirchen überbrachte Synodalpräsident
Krömer. Seit 25 Jahren habe Eichmeyer in der Synode mitgearbeitet,
dort "nachhaltig die Interessen der Superintendenz Oberösterreich
vertreten" und Entscheidungen immer nach ihrem Ertrag für die
Gemeinden hinterfragt. Eichmeyer habe die Evangelische Kirche in Linz
"auf feste Beine gestellt", sagte der Linzer Bürgermeister Dr. Franz
Dobusch und dankte dem Superintendenten für die gute Zusammenarbeit.
Der Empfang war geprägt von zahlreichen musikalischen Beiträgen, etwa
von der Evangelischen Kantorei Linz, die Eichmeyer mit einer eigenen
Kantate überraschte, mehreren Ensembles und Solisten, darunter auch
einige Familienmitglieder des Superintendenten. Die
oberösterreichischen Pfarrerinnen und Pfarrer versuchten in einer
launigen Multimedia-Präsentation den "Menschen Eichmeyer" zu
porträtieren. Den Abend moderierte der Leiter des Linzer
Studentenheims, Dr. Johann Berger.
Rückfragehinweis:
epdÖ
Tel.: (01) 712 54 61 DW 12 od. 0664 22 395 11
Dr. Thomas Dasek
mailto:[email protected]
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