- 10.06.2005, 09:40:29
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SP-Frauenberger: "Papa-Monat kann zur Schließung der Einkommensschere beitragen!"
"Umbau" des Kinderbetreuungsgeldes dringend notwendig
Wien (SPW-K) - "Kommen Kinder, kommen die alten Rollenmuster. Wir
brauchen Instrumente, um diesen Rückfall zu vermeiden. Das ist eine
gesellschaftliche Verantwortung, die man nicht der kleinsten Zelle,
der Familie, überlassen darf", sagte gestern Abend die Wiener
SPÖ-Gemeinderätin Sandra Frauenberger im Rahmen der Podiumsdiskussion
"Papa-Monat oder Baba Papa?!", veranstaltet vom
Männer-Gesundheits-Zentrum.
Der Gender-Mainstreaming-Ansatz sei in vielen europäischen Ländern
- wie Dänemark, Schweden, Finnland, Großbritannien, Island und
Norwegen - weit gediehen, so Frauenberger. "Ich sehe im Papa-Monat
einen wesentlicher Beitrag zur Schließung der Einkommensschere: So
verdienen Frauen unter anderem deshalb weniger als Männer, weil
Kinderbetreuung immer noch reine Frauensache ist und
Berufsunterbrechungen einen Einkommensknick von durchschnittlich 10
Prozent verursachen."
Ziel müsse es ein, Vätern stärker als bisher zu ermöglichen,
Betreuungspflichten wahrzunehmen und mehr Zeit mit ihren Kindern zu
verbringen, betonte Frauenberger. "Vätern kann so die Chance zum
Einstieg in eine dauerhafte Verantwortung für ihr Kind erleichtert
werden. Und die große Hoffnung ist, dass der Papa-Monat dazu
beiträgt, Männer für die Väterkarenz zu motivieren!" Die Stadt Wien
habe den Papa-Monat im Rahmen ihres WiedereinsteigerInnenpaketes
angedacht, die Basis müsse Freiwilligkeit sein.
Utl.: Keine ökonomischen Argumente mehr
Insgesamt sei auch ein "Umbau" des Kinderbetreuungsgeldes dringend
notwendig. "So geht es um die Neuregelung der Zuverdienstgrenze, die
Wiedereinführung der Teilzeitkarenz und die Einführung des Papamonats
mit Lohnausgleich und Kündigungsschutz." Darüber stehe das Ziel eines
einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeldes als Anreiz für Väter.
"Damit würde endlich das ökonomisches Argument bei einer Karenz
wegfallen." Auch müssten Karenzzeiten auf alle
Anrechnungsbestimmungen in vollem Ausmaß angerechnet werden und
Vorrückungen auch während Karenz mitgenommen werden können.
Väter seien von Anfang an für ihre Kinder wichtig, so
Frauenberger. "Denn gerade in den ersten Wochen wird die Basis für
die spätere Beziehung zwischen Eltern und Kind gelegt. Deshalb der
Rat an alle Männer: Verpasst nicht die Rolle eures Lebens!" (Schluss)
Rückfragehinweis:
SPÖ Klub Rathaus, Presse
Mag. Michaela Zlamal
Tel.: (01) 4000-81930
Mobil: 0664 826 84 31
mailto:[email protected]
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