Bollmann: zentraleuropäische Luftraumüberwachung (CEATS) soll Kostensenkung bringen

Gegen künstliche Trennung in oberen und unteren Luftraum -Stellungnahme zu Treffen der Verkehrsminister der CEATS-Staaten

Wien (PWK394) - Anlässlich des Treffens der Verkehrsminister der CEATS-Staaten (CZ, SK, SLO, H, CRO, BiH, I, Ö) deponierte der Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr der WKO, KommRat Harald Bollmann, die Forderung beim Projekt CEATS sicherzustellen, dass die geplante Harmonisierung der Luftraumblöcke eine Senkung der Kosten gegenüber dem derzeitigen Niveau nach sich zieht.

Kritisch stehen die Luftfahrtunternehmen der beabsichtigten Trennung in einen unteren und einen oberen Luftraum gegenüber. Während der obere Luftraum von der künftig in Fischamend angesiedelten CEATS-Behörde (Central European Air Traffic Services) mit einem eigenen IT-System verwaltet wird, bleibt das Management des unteren Luftraumes nach wie vor den nationalen Flugsicherungsbehörden in den acht Teilnehmerstaaten vorbehalten. (Offen ist allerdings die Frage, welche Staaten letztendlich bei CEATS mitmachen werden).

Die künstliche Trennung in einen oberen und einen unteren Luftraum bewirke einen wesentlichen Zuwachs an Komplexität, was letztlich die gemeinsame Luftraumbewirtschaftung verteuert, so Dr. Josef Burger, Obmann des Fachverband Luftfahrt. Daher erwartet die Wirtschaft vom Ministertreffen einen konkreten Zeitplan, wann auch der untere Luftraum zentral und länderübergreifend verwaltet wird, um wieviel die Überflugsgebühren dadurch gesenkt werden - und in welchem Zeitraum. In diesem Zusammenhang wird die Initiative einiger nationaler Luftverkehrskontrollzentralen, im Rahmen des Projektes "One System" Vorarbeit zu leisten, begrüßt. "Ein bisschen Harmonisierung ist hingegen zuwenig und wird von uns abgelehnt", betont Burger.

Der Umwelt bringe ein effizienteres Flugmanagement eine enorme Entlastung. Gegenwärtig werden knapp 2,3 Millionen Liter Kerosin (Kostenpunkt 80 Millionen Euro) nur aufgrund von Verspätungen verbraucht. Letztes Jahr entfiel knapp ein Fünftel aller Flug-Verspätungen in Europa auf die CEATS-Staaten.

In Österreich wurde 2004 bei den Flugbewegungen ein Zuwachs von rund 10 Prozent verzeichnet. In den nächsten Jahren wird den CEATS-Staaten ein 20 prozentiges Wachstum der "Movements" vorausgesagt, erklärt Burger, der zusammen mit seinen Stellvertretern Mag. Christian Domany (Flughafen Wien) und Josef Himberger (Flugschule Kössen) für die nächsten fünf Jahre die Interessen der heimischen Luftfahrtunternehmen vertreten wird. Burger ist Vorstandsdirektor der Austrian-Airlines-Group und seit 1978 in der Luftfahrt tätig. (hp)

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