• 01.06.2005, 13:58:19
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Bollmann: zentraleuropäische Luftraumüberwachung (CEATS) soll Kostensenkung bringen

Gegen künstliche Trennung in oberen und unteren Luftraum - Stellungnahme zu Treffen der Verkehrsminister der CEATS-Staaten

Wien (PWK394) - Anlässlich des Treffens der Verkehrsminister der
CEATS-Staaten (CZ, SK, SLO, H, CRO, BiH, I, Ö) deponierte der Obmann
der Bundessparte Transport und Verkehr der WKO, KommRat Harald
Bollmann, die Forderung beim Projekt CEATS sicherzustellen, dass die
geplante Harmonisierung der Luftraumblöcke eine Senkung der Kosten
gegenüber dem derzeitigen Niveau nach sich zieht.

Kritisch stehen die Luftfahrtunternehmen der beabsichtigten Trennung
in einen unteren und einen oberen Luftraum gegenüber. Während der
obere Luftraum von der künftig in Fischamend angesiedelten
CEATS-Behörde (Central European Air Traffic Services) mit einem
eigenen IT-System verwaltet wird, bleibt das Management des unteren
Luftraumes nach wie vor den nationalen Flugsicherungsbehörden in den
acht Teilnehmerstaaten vorbehalten. (Offen ist allerdings die Frage,
welche Staaten letztendlich bei CEATS mitmachen werden).

Die künstliche Trennung in einen oberen und einen unteren Luftraum
bewirke einen wesentlichen Zuwachs an Komplexität, was letztlich die
gemeinsame Luftraumbewirtschaftung verteuert, so Dr. Josef Burger,
Obmann des Fachverband Luftfahrt. Daher erwartet die Wirtschaft vom
Ministertreffen einen konkreten Zeitplan, wann auch der untere
Luftraum zentral und länderübergreifend verwaltet wird, um wieviel
die Überflugsgebühren dadurch gesenkt werden - und in welchem
Zeitraum. In diesem Zusammenhang wird die Initiative einiger
nationaler Luftverkehrskontrollzentralen, im Rahmen des Projektes
"One System" Vorarbeit zu leisten, begrüßt. "Ein bisschen
Harmonisierung ist hingegen zuwenig und wird von uns abgelehnt",
betont Burger.

Der Umwelt bringe ein effizienteres Flugmanagement eine enorme
Entlastung. Gegenwärtig werden knapp 2,3 Millionen Liter Kerosin
(Kostenpunkt 80 Millionen Euro) nur aufgrund von Verspätungen
verbraucht. Letztes Jahr entfiel knapp ein Fünftel aller
Flug-Verspätungen in Europa auf die CEATS-Staaten.

In Österreich wurde 2004 bei den Flugbewegungen ein Zuwachs von rund
10 Prozent verzeichnet. In den nächsten Jahren wird den CEATS-Staaten
ein 20 prozentiges Wachstum der "Movements" vorausgesagt, erklärt
Burger, der zusammen mit seinen Stellvertretern Mag. Christian Domany
(Flughafen Wien) und Josef Himberger (Flugschule Kössen) für die
nächsten fünf Jahre die Interessen der heimischen
Luftfahrtunternehmen vertreten wird. Burger ist Vorstandsdirektor der
Austrian-Airlines-Group und seit 1978 in der Luftfahrt tätig. (hp)

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