LR Ackerl: Klares Nein der Wirtschaft zum Vaterschaftsmonat offenbart deren soziales Unbewusstsein!

Gesellschaftspolitischer Fortschritt darf nicht von Kapitalinteressen gebremst werden

Linz (OTS) - Sozial-Landesrat Josef Ackerl sieht in der Ablehnung des Vaterschaftsmonats durch die oberösterreichische Wirtschaftskammer einen weiteren Versuch, sich trotz steigender Gewinne wieder einmal mit Krankjammern aus der gesellschaftspolitischen Verantwortung zu entziehen. "Bisher wurde noch jeder gesellschaftspolitische Fortschritt, der gerechte Umverteilung erzielen oder durch solidarische Beiträge finanziert werden sollte, von der Wirtschaft mit lautem Wehklagen bekämpft!" so der auch für die Jugendwohlfahrt zuständige Landesrat Ackerl. "Die gleichzeitig durch Personalabbau bei gleichzeitiger Arbeitszeitverlängerung erzielten Gewinne hingegen werden Jahr für Jahr heimlich, still und leise eingestreift! Da traut sich WK-Präsident Trauner tatsächlich noch vom Übernehmen der gesellschaftspolitischen Verantwortung durch die Wirtschaft sprechen?" Ackerl ermahnt die Wirtschaft, diese Verantwortung endlich wirklich wahrzunehmen und dem gesellschaftspolitischen Fortschritt im Interesse der Kinder nicht mehr im Weg zu stehen.

Studien haben bislang nachhaltig gezeigt, wie wichtig gerade in den ersten Wochen nach der Geburt die Anwesenheit beider Elternteile -wenn möglich - für die Entwicklung des Kindes sind. "Die Karenzgeldregelung greift da zu kurz, vor allem wird die Möglichkeit, die Karenz in Anspruch zu nehmen, von Vätern noch zu selten genutzt -auch aufgrund der Unterschiede, die immer noch bei den von der Wirtschaft ausbezahlten Löhnen und Gehältern zwischen Mann und Frau bestehen!" so Sozial-Landesrat Josef Ackerl. "Ich habe schon mehrmals aufgefordert, die Ersparnis durch diese Nicht-Inanspruchnahme den Kosten für einen Vaterschaftsmonat gegenüberzustellen!" Im übrigen hält Landesrat Josef Ackerl nichts von den in den Raum gestellten Drohungen. "Trauner meint, ein Vaterschaftsmonat würde dann bei Personaleinstellungen berücksichtigt werden! Erfreulich dabei ist, dass überhaupt an Einstellungen gedacht ist, die Nachrichten der letzten Tage sprechen immer nur von Personalabbau!" Zuletzt bietet Ackerl den VertreterInnen der Wirtschaft aber an, sich ausführlich über die Bedeutung des Sozialsystems und der gesellschaftspolitischen Verantwortung aller Teilhabenden zu unterhalten. "Sozialstaat darf nämlich nicht dort anfangen, wo eine bessere soziale Absicherung für die Unternehmer gefordert wird - Leitl und Trauner im WK-Wahlkampf -, und kann nicht dort aufhören, wo wir unseren Kindern die besten Rahmenbedingungen für ihre Entwicklung und somit unsere Zukunft zur Verfügung stellen wollen!" so Ackerl.

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