• 01.06.2005, 13:31:50
  • /
  • OTS0181 OTW0181

LR Ackerl: Klares Nein der Wirtschaft zum Vaterschaftsmonat offenbart deren soziales Unbewusstsein!

Gesellschaftspolitischer Fortschritt darf nicht von Kapitalinteressen gebremst werden

Linz (OTS) - Sozial-Landesrat Josef Ackerl sieht in der Ablehnung
des Vaterschaftsmonats durch die oberösterreichische
Wirtschaftskammer einen weiteren Versuch, sich trotz steigender
Gewinne wieder einmal mit Krankjammern aus der
gesellschaftspolitischen Verantwortung zu entziehen. "Bisher wurde
noch jeder gesellschaftspolitische Fortschritt, der gerechte
Umverteilung erzielen oder durch solidarische Beiträge finanziert
werden sollte, von der Wirtschaft mit lautem Wehklagen bekämpft!" so
der auch für die Jugendwohlfahrt zuständige Landesrat Ackerl. "Die
gleichzeitig durch Personalabbau bei gleichzeitiger
Arbeitszeitverlängerung erzielten Gewinne hingegen werden Jahr für
Jahr heimlich, still und leise eingestreift! Da traut sich
WK-Präsident Trauner tatsächlich noch vom Übernehmen der
gesellschaftspolitischen Verantwortung durch die Wirtschaft
sprechen?" Ackerl ermahnt die Wirtschaft, diese Verantwortung endlich
wirklich wahrzunehmen und dem gesellschaftspolitischen Fortschritt im
Interesse der Kinder nicht mehr im Weg zu stehen.

Studien haben bislang nachhaltig gezeigt, wie wichtig gerade in den
ersten Wochen nach der Geburt die Anwesenheit beider Elternteile -
wenn möglich - für die Entwicklung des Kindes sind. "Die
Karenzgeldregelung greift da zu kurz, vor allem wird die Möglichkeit,
die Karenz in Anspruch zu nehmen, von Vätern noch zu selten genutzt -
auch aufgrund der Unterschiede, die immer noch bei den von der
Wirtschaft ausbezahlten Löhnen und Gehältern zwischen Mann und Frau
bestehen!" so Sozial-Landesrat Josef Ackerl. "Ich habe schon mehrmals
aufgefordert, die Ersparnis durch diese Nicht-Inanspruchnahme den
Kosten für einen Vaterschaftsmonat gegenüberzustellen!" Im übrigen
hält Landesrat Josef Ackerl nichts von den in den Raum gestellten
Drohungen. "Trauner meint, ein Vaterschaftsmonat würde dann bei
Personaleinstellungen berücksichtigt werden! Erfreulich dabei ist,
dass überhaupt an Einstellungen gedacht ist, die Nachrichten der
letzten Tage sprechen immer nur von Personalabbau!" Zuletzt bietet
Ackerl den VertreterInnen der Wirtschaft aber an, sich ausführlich
über die Bedeutung des Sozialsystems und der gesellschaftspolitischen
Verantwortung aller Teilhabenden zu unterhalten. "Sozialstaat darf
nämlich nicht dort anfangen, wo eine bessere soziale Absicherung für
die Unternehmer gefordert wird - Leitl und Trauner im WK-Wahlkampf -,
und kann nicht dort aufhören, wo wir unseren Kindern die besten
Rahmenbedingungen für ihre Entwicklung und somit unsere Zukunft zur
Verfügung stellen wollen!" so Ackerl.

Rückfragehinweis:
SPÖ Oberösterreich
Medienservice
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
mailto:gerald.hoechtler@spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS4

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel