• 01.06.2005, 13:00:51
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NEWS: Mirko Kovats´ neuer VA-Tech-Poker

Industrie-Tycoon in NEWS: "Ich will die VA Tech Hydro" - Konkrete Akquisitionen in Schweiz und Deutschland in Vorbereitung.

Wien (OTS) - Der Industrielle Mirko Kovats, der jüngst mit der
Übernahme des Schweizer Technologiekonzerns Unaxis für Schlagzeilen
sorgte, will nun die VA Tech Hydro kaufen, wie er in einem Interview
für die morgen erscheinende Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS
erklärt. "Wir haben Interesse an diesem Teilbereich der VA Tech und
würden gerne kaufen", so Kovats zu NEWS. Es handelt sich dabei um
jene Sparte der VA Tech mit rund einer Milliarde Jahresumsatz und ca.
2.000 Arbeitsplätzen in Weiz, die Siemens im Zuge der Übernahme der
VA Technologie AG aus kartellrechtlichen Gründen wird abgeben müssen.

Eine gemeinsame VA-Tech-Übernahme durch Siemens und die
Kovats-Gruppe war erst vergangenen September gescheitert, weil dieser
Deal auch politisch als "feindliche Übernahme" unerwünscht war. Im
November hatte dann VA-Tech-Großaktionär Kovats durch den Verkauf
seines 17-Prozent-Paketes die Übernahme durch Siemens ermöglicht. Nun
mahnt Kovats Siemens zur Eile: "Je länger der Verkauf der VA Tech
Hydro hinausgezögert wird, desto weniger ist das Unternehmen wert",
warnt der Industrielle in NEWS. Denn durch den Rückzug des Großkunden
General Electric, der weltweit als schärfster Siemens-Konkurrent
gilt, würden in Weiz die Aufträge stark zurück gehen.

Die VA Tech Hydro stellt allerdings nicht das einzige aktuelle
Akquisitionsziel der Kovats-Gruppe dar. Laut NEWS-Recherchen stehen
auch mehrere Unternehmen in Deutschland und der Schweiz auf der
"Einkaufsliste". So sollen Kovats und sein Hälftepartner Ronny Pecik
zumindest an Teilbereichen der als Übernahmekandidaten geltenden
DAX-Unternehmen MAN und Linde sowie der deutschem Metallgesellschaft
interessiert sein. In der Schweiz soll sich das Duo um die
Unternehmen Tecan Group, Georg Fischer, Von Roll Holding und Saurer
bemühen.

Auch ohne die VA Tech Hydro dürfte die Kovats-Gruppe heuer den
Sprung über die Drei-Milliarden-Umsatz-Grenze schaffen und damit
künftig als größte private Industriegruppe zu den größten 15
Konzernen des Landes zählen. Pecik bestätigt gegenüber NEWS
"aktuelles Interesse" an einigen Unternehmen. "In Deutschland steht
eine Großakquisition kurz vor den abschließenden Verhandlungen",
erklärt Pecik im NEWS-Interview. Es soll sich dabei um einen
börsennotierten Konzern mit 600 bis 700 Millionen Euro Umsatz und
etwa 2.500 Mitarbeitern handeln. "Es ist ein Unternehmen der Old
Economy und kein Sanierungsfall, sondern ein Glücksfall", so Pecik.

Rückfragehinweis:

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    Chefredaktion
   Tel.: (01) 213 12 DW 1103

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