- 30.05.2005, 09:30:00
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Allianz Studie zeigt: Nachholbedarf bei Kindervorsorge
Wien (OTS) - In Österreich ist das Risikobewusstsein hinsichtlich
ernster Gefahren für Kinder nur mäßig ausgeprägt. Sparprozesse sind
eher kurzfristig orientiert und werden dem Ziel optimaler
Kindervorsorge oftmals nicht gerecht. Dies zeigt eine Umfrage, die
die Allianz Versicherung am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz
vorstellte.
Geringes Risikobewusstsein
Im Moment mangelt es in vielen Fällen am entsprechenden
Risikobewusstsein, wie die aktuelle Allianz Studie belegt. Nur 16,2
Prozent der Befragten empfinden Invalidität durch Unfall als hohes
Risiko, 10,9 Prozent Invalidität durch Krankheit. Ein finanzieller
Engpass bei Volljährigkeit des Kindes, beispielsweise durch
Ausbildungsbedarf oder eigene Wohnung, wird immerhin von knapp einem
Viertel als wahrscheinlich angesehen. Andererseits glauben aber fast
80 Prozent der befragten Familien mit Kindern, für ihren Nachwuchs
bereits jetzt eine geeignete finanzielle Vorsorge getroffen zu haben,
wobei die Lebensversicherung mit Werten von rund 10% deutlich hinter
Bausparen und Sparbuch zurückliegt.
Essentielle Gefahren
"Kernpunkt des Problems ist die Vorsorge für die echte
Katastrophe, beispielsweise die Vollinvalidität eines Kindes nach
einem Verkehrsunfall", betonte Allianz Vorstand Manfred Baumgartl.
Viele Menschen fühlten sich für solche Fälle sozial abgefedert, die
Wahrheit sehe freilich anders aus. Sozialer Versicherungsschutz
bestehe lediglich bei Unfällen, die mit der Ausbildung des Kindes in
unmittelbarem Zusammenhang stehen, nicht aber in der Freizeit.
"Ein Kind, das nach einem Verkehrsunfall in der Freizeit
querschnittgelähmt bleibt, hat nach herrschender Gesetzeslage
keinerlei Rentenanspruch", so Baumgartl. Private Unfallversicherungen
können in solchen Fällen in die Bresche springen und individuelle
Vorsorge für Kind und Familie sicherstellen.
Elternbegleitung im Krankenhaus
Lücken im System, die nur durch private Initiative gedeckt werden
können, sieht die Allianz auch in der Krankenversicherung. Obwohl die
Begleitung durch einen Elternteil im Krankenhaus die
Genesungsfortschritte oft beschleunigt, ist dies im Rahmen der
gesetzlichen Krankenversicherung nicht vorgesehen. Bereits mit einem
Betrag von 10 Euro pro Monat wird die Elternbegleitung im Krankenhaus
aber durch eine private Krankenversicherung ermöglicht. Zudem steigt
zur Zeit die Nachfrage vieler Eltern nach komplementärmedizinischen
Behandlungsmethoden wie Akupunktur oder Homöopathie, die von der
Krankenkasse ebenfalls nicht gedeckt sind.
Schließlich gehe es im Rahmen sinnvoller Kindervorsorge auch um
einen gezielten Aufbau längerfristiger Sparprozesse, erklärte
Baumgartl. Bausparen - von rund 70 Prozent der Befragten als ihre
derzeitige Vorsorgemaßnahme genannt - habe in Österreich Kultstatus,
sei mit seiner sechsjährigen Laufzeit aber kein prädestiniertes
Instrument der Kindervorsorge. Als Alternativen bieten sich
Sparverträge, Aussteuer-versicherungen mit garantierten
Kapitalleistungen oder die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge an,
bereits ab einem monatlichen Einzahlungsbetrag von 10 Euro.
Rückfragehinweis:
Dr. Marita Roloff Unternehmenskommunikation Allianz Elementar Versicherungs-Aktiengesellschaft Allianz Elementar Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft Hietzinger Kai 101-105, 1130 Wien Tel: 01/878 07 - 80726, Fax: - 40261 E-Mail: [email protected] www.allianz.at
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