- 24.05.2005, 13:28:57
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Wiener Gemeinderat (4)
Stadtentwicklungsplan 2005
Wien (OTS) - GR Mag. Christoph Chorherr (Grüne) stellte fest, dass
der Stadtentwicklungsplan (STEP 05) teilweise durchaus gelungen sei.
Er stelle sich aber die Frage über die Zukunft der
Stadtentwicklungspolitik. Dabei gehe es um Themen wie Globalisierung
oder die Bedrohung "der Zersiedelung". Diese werde vor allem durch
die Ansiedelung von Unternehmen am Stadtrand ausgelöst. Die Stadt
Wien traue sich aber nicht, diesen Entwicklungen entgegen zu wirken.
Ebenso sei die Nahversorgung nicht sicher gestellt. Auch "die
Unlesbarkeit" der Flächenwidmungspläne kritisierte Chorherr. Den
vorgesehenen Schutz der Grünräume bezeichnete er als "echten
Durchbruch". Die Grünräume müssten aber nicht nur geschützt, sondern
auch ausgebaut werden. Geeignet wären dafür etwa Dachflächen von
Garagen.
GR Heike Trammer (BZW) bedankte sich bei den Mitarbeitern, die
am STEP 05 mitwirkten. An der Umsetzung des Planes zweifle sie aber.
Der STEP würde die Lebensqualität der Wienerinnen und Wiener nicht
verbessern. Er würde auch nicht den wirtschaftlichen Anforderungen
entsprechen. Der Trend zu immer größeren Einkaufshäusern löse
"Verdrängung" und erhöhtes Verkehrsaufkommen aus. Trammer fordert
eine Stärkung von Klein- und Mittelbetrieben und brachte einen
dementsprechenden Beschlussantrag ein. Weiters forderte sie eine
eigene Planungsstelle für kinder- und jugendgerechtes Wohnen. Der
Stadtentwicklungsplan "verspreche viel und halte nichts", so Trammer
abschließend.
GR Dr. Matthias Tschirf (ÖVP) kritisierte, im
Stadtentwicklungsplan würden keine Antworten auf die "hohe
Arbeitslosigkeit" gegeben werden. Die Stadt sei nicht für die Zukunft
gerüstet, man solle sich daher ein Beispiel am Bund und Bundeskanzler
Wolfgang Schüssel nehmen, so Tschirf. Weiters vermisse er konkrete
Umsetzungsschritte. Die Ziele des STEP müssten verbindlich sein. Der
Zustand der abgebrannten Sofiensäle würde den Umgang der Stadt mit
dem kulturellen Erbe verdeutlichen. In diesem Zusammenhang brachte
Tschirf abschließend einen Beschlussantrag ein. (Forts.) kai/rr
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