- 23.05.2005, 14:33:11
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Dolinschek: Sozialbereich schafft Arbeitsplätze
Wien (BMSG/STS) - Im Zuge der gemeinsamen Pressekonferenz mit
NAbg. Uwe Scheuch zum Thema "Zukunft soziales Österreich -
Vereinheitlichung der Sozialberufe" nannte Sozialstaatssekretär
Sigisbert Dolinschek als Ziel dieser Pressekonferenz, die vielen
Möglichkeiten der Beschäftigungsmaßnahmen im Sozialbereich
aufzuzeigen, aber auch die Gesellschaft und die Bundesländer für
diesen Bereich zu sensibilisieren. "Es wird oft übersehen, dass
gerade der Sozialbereich in großem Ausmaß Beschäftigung und damit
Arbeitsplätze für unser Land bringt. Wichtig ist hier vor allem, den
Bundesländern ihre Säumigkeit vor Augen zu führen. In diesem Bereich
liegen viele Arbeitsplatzmöglichkeiten vor uns, die einfach seitens
einiger Länder nicht genutzt werden". ****
"Allein die Neuordnung der Integrativen Betriebe stellt für 2005 rund
1700 Arbeitsplätze bereit. Beschäftigung schaffen bedeutet auch die
Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes: Allein die
investiven Maßnahmen im Baubereich um gerade die bestehenden
Barrieren der Vergangenheit abzubauen, sind daher auch ein
wesentlicher Faktor für die Bauwirtschaft unseres Landes", so
Dolinschek weiter. "Überhaupt bin ich teilweise von der Sozialpolitik
einzelner Bundesländer enttäuscht. Wenn ich allein an die Steiermark
und das jährliche Theater um die Heizkostenzuschüsse denke, oder das
Bundesland Wien, das ein Sinnbild einer sozialpolitischen
Bankrotterklärung darstellt. Und genau aus diesem Grund wird es auch
in Zukunft so wichtig sein, dass unser Ressort mit den
Bundessozialämtern vor Ort in den Bundesländern angesiedelt bleibt.
Hier stelle ich ein weiteres Mal klar, dass die vom Finanzministerium
angedachte Veränderung der Bundessozialämter sicherlich nicht in
Frage kommt!".
Der Sozialstaatssekretär unterstrich auch die Wichtigkeit der
Einführung der Behindertenmilliarde, durch die die Arbeitslosenzahl
allein bei Frauen um 5,87 Prozent sank. Der Anteil der Behinderten an
den Gesamtarbeitslosen wurde im Jahr 2004 von 12,7 Prozent auf 11,8
Prozent minimiert. Die Weiterführung der Behindertenmilliarde 2005
bedeutet die Sicherung von etwa 9.000 Beschäftigungsverhältnissen und
die Schaffung von mehr als 4.700 neuen Arbeitsplätzen. "Wenn die
säumigen Bundesländer wie Wien, Niederösterreich, das Burgenland,
Vorarlberg, Tirol und Salzburg endlich ihre gesetzliche Pflicht
erfüllen würden, könnten mehr als 1700 neue Arbeitsplätze geschaffen
werden. Stattdessen werden die Steuerzahler dieser Bundesländer mit
den anfallenden Ausgleichstaxen bestraft. Ich fordere hiermit die
Bundesländer auf, ihrer Verpflichtung nachzukommen", so Dolinschek.
(Schluss) bxf
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