- 22.05.2005, 11:50:52
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Kukacka: Österreich unterstützt ökologisch vertretbare Donau-Ausbaupläne Bayerns
Staatssekretär Kukacka trifft am 2. Juni in Berlin mit deutschem Verkehrsstaatssekretär Nagel zusammen
Wien (OTS) - "Der rechtzeitige Ausbau von alternativen
Verkehrsträgern zur Strasse ist auf Grund der EU-Osterweiterung für
die Bewältigung der zu erwartenden Verkehrszuwächse im
Donaukorridor unverzichtbar. Das Verkehrsministerium wird daher im
Rahmen der österreichischen EU-Präsidentschaft 2006 mit dem
Schwerpunkt Schifffahrt alle Anstrengungen unternehmen, starke
Akzente für eine ökologisch verträgliche Donauschifffahrt zu setzen",
betonte heute, Sonntag, Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka.
Die Attraktivierung der Binnenschifffahrt und der Ausbau der
Wasserstrasse Donau werden auch wichtige Themen bei seinem Treffen
mit der serbischen Vizeministerin Ivana Tomic kommenden Montag und
bei dem Besuch bei seinem deutschen Amtskollegen Ralf Nagel in Berlin
am 2. Juni sein. Dabei werde er seine Unterstützung der Ausbaupläne
der Bayerischen Staatsregierung zur ökologisch vertretbaren
Beseitigung der Donauengstellen bei Straubing-Vilshofen bekräftigen,
er werde sich aber auch umfassend über den Stand der Planungen und
die weitere Vorgangsweise informieren. ****
Die ökologisch verträgliche Beseitigung der Bottelnecks auf der
gesamten schiffbaren Strecke der Donau sei eine wesentliche
Voraussetzung zur einer ganzjährigen Verbesserung der
Transportkapazität auf der Donau. Österreich nehme dabei mit dem
flussbaulichen Gesamtprojekt östlich von Wien eine Vorreiterrolle
ein. Ohne Maßnahmen könne der Schiffstransport laut Berechnungen bis
2015 lediglich um vier Millionen Tonnen anwachsen. Würden die
Schritte zur ganzjährigen Schifffbarkeit der Donau wie geplant bis
2010 umgesetzt, würde der Anstieg rund 18 Millionen Tonnen betragen.
Die Festlegung dieses Projektes östlich Wien und als prioritäres
EU-TEN Projekt beweise das hohe Interesse in Europa an der Umsetzung
und erleichtere die Finanzierung; rund 50 Prozent für die Planung und
20 Prozent für den Bau könne Österreich aus den TEN-Förderungen
lukrieren, betonte Kukacka.
"Selbstverständlich ist für eine ökologische verträgliche Beseitigung
der Bottlenecks an der Wasserstrasse Donau eine Abstimmung mit den
anderen Donauanrainerstaaten ganz besonders wichtig. Ich habe deshalb
zur akkordierten Beseitigung der infrastrukturellen Engpässe auf der
gesamten Donau einen multilateralen Dialog angeregt und Vertreter der
Oberen Donauländer - Deutschland, Slowakei und Ungarn - nach Wien
eingeladen, um eine abgestimmte Vorgangsweise für den Donauausbau in
einer entsprechenden Expertenarbeitsgruppe festzulegen", schloss
Kukacka.
Rückfragehinweis:
Staatssekretariat im BM für Verkehr,
Innovation und Technologie
Mag. Christian Dolezal
Pressesprecher
Tel. +43 (01) 711 62/8803
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