- 22.05.2005, 11:33:45
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Grüne-Wien/Pilz zu Ausweitung der Pflegeaffäre: Tatsachen sind dem Ressort seit 2003 bekannt
Stadträtin desavouiert ihren eigenen Pflegeombudsmann
Wien (OTS) - "Besorgniserregende Prüfergebnisse ihrer eigenen
Aufsichtsbehörde, die offensichtlich ein Stammgast im Kursana Tivoli
Heim war, liegen dem Gesundheitsressort seit 2003 vor. Außer
unwirksamen Auflagen ist aber nichts unternommen worden", kommentiert
die Gesundheitssprecherin der Grünen-Wien, Sigrid Pilz, die von
Profil aufgezeigte Ausweitung der Wiener Pflegeaffäre:
"Pflegeombudsmann Werner Vogt hat in seinem Tätigkeitsbericht 2004
nun gefordert, Einrichtungen mit gefährlicher und schlechter Pflege
zu schließen, die Stadträtin Renate Brauner hat nichts dergleichen
unternommen. Im Gegenteil: Vogts kritischer Bericht, der immerhin
schon seit drei Monaten im Stadtratsbüro vorliegt, wurde unter
Verschluss gehalten."
Brauners Reaktion auf die alarmierenden Berichte Vogts über den
Pflegenotstand in Wien beweise, dass die Gesundheitsstadträtin den
unbequemen Mahner im Stich lässt und ihn in seiner Kontrolltätigkeit
unterläuft:"Es ist unerträglich dass die Berichte des
Pflegeombudsmanns über die Zustände im Kursana Tivoli Heim von der
SPÖ als Angstmache bei alten Menschen und Diskreditierung der
Pflegeeinrichtungen abgewertet werden" kritisiert Pilz die bisherige
an Untätigkeit der Gesundheitsstadträtin.
Für den morgigen Landtag kündigt Pilz eine eingehende Debatte der
Ereignisse an: "Pflegeheime, die ihre Dokumentation gerne verbergen
wollen, können von Vogt nicht zur Transparenz gezwungen werden, das
ist ein unhaltbarer Zustand" und Pilz abschliessend: "Die SPÖ wird
erklären müssen, warum sie duldet, dass ihre eigene Behörde an der
Nase herumgeführt wird, weil deren Auflagen in der Kursana Residenz
Tivoli nur kurzzeitig erfüllt wurden.".
Rückfragehinweis:
Pressereferat Klaus Zellhofer Tel.: (++43-1) 4000 - 81821 Mobil: 0664 83 17 401 mailto:[email protected] http://wien.gruene.at
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