- 18.05.2005, 12:02:00
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Städtebund: Ende geförderter Wohnbauanleihen trifft Städte
Mittelfristiger Mietkostenschub von 5 % in Österreich erwartet - Mehr Wohnbeihilfen für sozial Schwache notwendig
Wien (OTS) - "Wohnen für alle empfindlich verteuern, Arbeitsplätze
am Bau gefährden, kommunale Finanzen weiter unter Druck setzen." Mit
dieser Umschreibung der Situation reagierte am Mittwoch
Städtebund-Generalsekretär Erich Pramböck auf die überfallsartig
angesetzte "Schleifung" der steuerlichen Förderung von
Wohnbauanleihen.
Keine Experimente bei geförderten Wohnbauanleihen
"Die Arbeit mit den Mitteln der begünstigten Wohnbauanleihen ist
und war neben der Wohnbauförderung im vergangenen Jahrzehnt quasi das
klassische, kostengünstigste Finanzierungsinstrument im
Wohnungsneubau in Österreichs Städten. Wird die steuerliche Förderung
der Wohnbauanleihen gestrichen, so entfällt ein fast unschlagbares
Finanzierungsinstrument. Ergo wird Wohnen für alle - auch im
Altbestand - empfindlich teurer (monatlich um etwa etwa 0,33 Euro pro
Quadratmeter). Das entspricht einer Kostensteigerung von rund 5
Prozent der durchschnittlichen Gesamtmiete", so der
Städtebund-Generalsekretär. "Vor diesem Experiment muss daher
ausdrücklich gewarnt werden."
Streichung der Förderung trifft sozial Schwache
Von der Streichung der Förderung seien letzten Endes auch und
gerade sozial Schwache (Alleinerziehende, Mehrkindfamilien,
Pensionisten, Studierende) betroffen. Daraus ergebe sich die
Notwendigkeit, dass vermehrt Mittel in die Wohn- und Mietzinsbeihilfe
seitens der Länder und Städte gepumpt werden müssten. Zudem könnten
Mittel aus der Wohnbauförderung dann nicht mehr dem Neubau zugute
kommen, sondern müssten für soziale Unterstützungen herangezogen
werden.
"Man kann es nur gebetsmühlenartig wiederholen: Das ist ein
Anschlag auf die nicht gerade blühende Konjunkturlage, auf die
Brieftasche aller ÖsterreicherInnen und die kommunalen Finanzen", so
Pramböck abschließend.
Allgemeine Informationen:
o Österreichischer Städtebund: http://www.staedtebund.at/
(Schluss) stb
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz: http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/ Österreichischer Städtebund Mag. Wolfgang Hassler Tel.: 4000/89 990 Handy 0664-826 89 98 mailto:[email protected]
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