- 17.05.2005, 16:01:36
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Bischof Sturm auf der Synode: Warnung vor Personenkult in Kirche und Ökumene
Schulreform: Sturm unterstreicht gemeinsame Positionen der österreichischen Kirchen
Wien (epdÖ) - Die Ermöglichung einer umfassenden Bildung, die
Garantie des Religionsunterrichts im Rahmen des Bildungsauftrages der
Gesellschaft und die Erhaltung der konfessionellen Schulen mit ihrem
besonderen Profil und pädagogischen Programm sind die gemeinsamen
Positionen der österreichischen Kirchen zum Thema Schulreform. Das
stellte Bischof Mag. Herwig Sturm in seinem Bericht vor der Synode
A.B. am 17. Mai im Wiener Albert-Schweitzer-Haus fest. Sturm
bedauerte, dass die Evangelische Kirche zu dem Gespräch über die
Schulreform zwischen Kardinal Dr. Christoph Schönborn und
Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel nicht eingeladen war. Zur
Situation der Ökumene in Österreich sagte Sturm, anlässlich des Todes
von Papst Johannes Paul II. und der Wahl Kardinal Joseph Ratzingers
zu Papst Benedikt XVI. habe sich gezeigt, "wie groß der Durst nach
geistlicher Erfahrung und der Hunger nach geistlicher Leitung ist".
Es sei aber auch die Gefahr des Personenkults in der Kirche deutlich
geworden. "Meiner Meinung nach ist es eine ökumenische Aufgabe, dass
in der Lehre und im Leben unserer Kirche nicht wir Menschen, sondern
der dreieinige Gott im Mittelpunkt steht", so der Bischof. Sturm wies
auch darauf hin, dass an diesem Punkt die Kritik der Evangelischen
Kirche im ökumenischen Gespräch notwendig sei.
Krömer: Kritik an evangelischen Regierungsmitgliedern
In der anschließenden Diskussion wurde von mehreren Synodalen Kritik
geübt, dass die Evangelischen Kirchen bei den Feierlichkeiten zum
Staatsvertragsjubiläum ungenügend beteiligt worden seien. In diesem
Zusammenhang erklärte Synodenpräsident RA Dr. Peter Krömer, dass die
evangelischen Mitglieder der Bundesregierung bei römisch-katholischen
Gottesdiensten im Stephansdom aufgetreten seien, "aber wenn die
Evangelischen Kirchen zu einer Gedenkfeier einladen, glänzen diese
Personen durch Abwesenheit".
Rückfragehinweis:
epdÖ
Tel.: 0664 22 395 11
Dr. Thomas Dasek
mailto:[email protected]
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