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"Vorarlberger Nachrichten" Kommentar: "Das war's dann wohl" (Von Johannes Huber)
Ausgabe vom 14. Mai 2005
Wien (OTS) - Was immer Hubert Gorbach dazu bewogen hat, jetzt
schon zu bestätigen, dass er sich in eineinhalb Jahren in die
Privatwirtschaft verabschieden werde: Menschlich gesehen ist es
nachvollziehbar, dass er seinen aufreibenden Job loswerden möchte.
Sowohl für die Koalition als auch das BZÖ ist seine Ankündigung
jedoch fatal.
Vor wenigen Wochen hat der Bundeskanzler darauf bestanden, dass
Gorbach Vizekanzler bleibt: Wissend, dass die schwarz-blau-orange
Zusammenarbeit nur dann irgendwie fortgesetzt werden kann, wenn der
Vorarlberger die orangefarbenen Regierungsteil führt. Jetzt ist es
ausgerechnet Gorbach, der zwar noch nicht weg, aber auch nicht mehr
ganz da ist.
Von einer starken Führung kann unter diesen Umständen natürlich nicht
mehr gesprochen werden. Es handelt sich vielmehr um
Auflösungserscheinungen, die über kurz oder lang in vorgezogenen
Nationalratswahlen münden müssen.
Dass BZÖ-Chef Jörg Haider unterdessen sagt, er wolle seinen
geschäftsführenden Bundesobmann "nicht so einfach ziehen lassen", ist
allzu verständlich: Auf dem Gründungsparteitag im April hatte Haider
erklärt, er sei nur der Kapitän. Die Tore müssten Gorbach und Co.
schießen. Jetzt hat Gorbach den Ball doch glatt im eigenen Tor
versenkt - dass das Bündnis Zukunft hat, wenn der Geschäftsführer
gleich einmal aufhören will, glaubt jedenfalls keiner mehr.
Rückfragehinweis:
Vorarlberger Nachrichten, Wiener Redaktion, Tel. 01/31778340
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