• 13.05.2005, 13:29:22
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VB Investmentbank: Gute Wirtschaftsdaten sorgen für Trendwende an den Märkten

Dollar konnte deutlich zulegen

Wien (OTS) - Waren die vergangenen Wochen geprägt von
Konjunkturängsten und schlechten Daten, so gab es in den letzten
Tagen eine erfreuliche Trendwende: Sämtliche veröffentlichte
Wirtschaftsdaten fielen gut aus, berichten die Analysten der
Volksbank Investmentbank in ihrem wöchentlichen
Finanzmarktkommentar. Der Dollar konnte daraufhin deutlich zulegen
und präsentiert sich aktuell gegenüber dem Euro so stark wie seit
Oktober nicht mehr. Auf Wochensicht wird eine Seitwärtsentwicklung
der US-Währung im Verhältnis zum Euro erwartet.

Trotz guter Daten und gesunkenen Ölpreis verzeichneten die
Aktienmärkte jedoch mehrheitlich Kursverluste. Gründe dafür waren vor
allem Gerüchte um einen in die Schieflage geratenen US-Hedge-Fund
sowie Kursverluste bei den Ölwerten. Da sowohl in den USA als auch in
Europa nur mehr wenige Unternehmensergebnisse ausständig sind, werden
in der nächsten Zeit weitere neue Wirtschaftsdaten und die
Ölpreisentwicklung die Märkte bestimmen. Bis jetzt konnte die
Grundstimmung noch nicht wesentlich aufgehellt werden, die VB
Investmentbank rechnet jedoch mit weiteren positiven Impulsen durch
neue Wirtschaftsdaten in der nächsten Woche und damit leichte
Kurssteigerungen an den Aktienmärkten.

Der Abwärtstrend bei den Euroland-Renditen konnte durch die
positive Stimmung in den vergangenen Tagen lediglich zwischenzeitlich
gebremst werden. Dennoch sind die Renditen der 10jährigen
Benchmarkanleihe der Eurozone um 8 Basispunkte auf das neue
Rekordtief von 3,295 Prozent gefallen. Die Richtung der Renditen
beiderseits des Atlantiks werden in der nächsten Woche vor allem die
in Kürze veröffentlichten Preisdaten aus den USA und der Eurozone
bestimmen. Nach wie vor besteht die Gefahr, dass Renditepositive
Daten vom Markt weiterhin kaum beachtet werden und renditenegative
Daten die fundamental unbegründete Kauflaune an den Anleihemärkten
weiter erhöhen und die Renditen weiter drücken.

Folgende Daten wurden in der vergangenen Woche veröffentlicht:
Die Unternehmen in den USA haben im April deutlich mehr neue Stellen
geschaffen, als vom Markt erwartet. Die Zahl der Arbeitsplätze
außerhalb der Landwirtschaft erhöhte sich um 274.000, die
entsprechenden Zahlen für März und April wurden vom
Arbeitsministerium auf 146.000 bzw. 300.000 nach oben revidiert. Das
US-Handelsbilanzdefizit ist im März angesichts von Exporten, die ein
Rekordvolumen erreichten, und rückläufigen Importen vor allem aus
China, auf USD 55,0 Mrd (Markterwartung: 61,9; Februar: 60,6)
gesunken. Sowohl die Importe, als auch das gesamte
Handelsbilanzdefizit sind im März so stark zurückgegangen, wie seit
Dezember 2001 nicht mehr. Der Umsatz im US-Einzelhandel ist im April
um 1,4 Prozent (Markterwartung: 0,7%; März: 0,4%) gestiegen. Die
deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal dank höherer Exporte trotz
eines Rückgangs der Binnennachfrage so deutlich gewachsen, wie seit
März 2001 nicht mehr. Das BIP stieg gemäß einer ersten Schätzung des
Statistischen Bundesamtes im Anfangsquartal des Jahres mit einer
einfachen Rate von 1,0 Prozent (Markterwartung: 0,5%; Q4: -0,1%). In
der gesamten Eurozone wuchs die Wirtschaft gemäß der ersten Schätzung
von Eurostat im selben Zeitraum um 0,5% (Markterwartung: 0,5%; Q4:
0,2%).

Datenveröffentlichungen

USD Euribor USD Libor Dt. Bund
je EUR 3m 3m 10y

13.Mai 05 1,267 2,13% 3,27% 3,30%
06.Mai 05 1,295 2,13% 3,23% 3,38%
+/- 2,18% 0,00%Pkte 0,04%Pkte -0,08%Pkte

US T-Bond Öl(Brent) ATX DAX DJ Ind.
10y USD/Fass

13.Mai 05 4,16% 48,4 2595,2 4253,3 10189,5
06.Mai 05 4,17% 51,6 2546,3 4285,7 10340,4
+/- -0,01%Pkte -6,05% 1,92% -0,76% -1,46%

Rückfragehinweis:

Österreichische Volksbanken-AG 
   Peregringasse 3, A-1090 Wien 
   Mag. Birgit Salja
   Öffentlichkeitsarbeit 
   Tel: +43(0)50 4004 - 3838 
   
   Research-Team der VB Investmentbank AG: 
   Dipl.-Vw. Uta Pock
   mailto:[email protected] , Tel.: 050 4004-7022 
   Mag. Friedrich Glechner, CFA
   mailto:[email protected] , Tel.: 050 4004-7017 
   Dana Kharchenko, MIB, MBA
   mailto:[email protected] , Tel.: 050 4004-7006

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