• 13.05.2005, 11:01:55
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Industrie: Umsetzung der Biopatent-RL stärkt Standort und sichert Arbeitsplätze

IV-GS Beyrer: Wichtiger Impulse für den Biotechnologie-Standort - Beschluss für hochqualifizierte Zukunftsarbeitsplätze in Österreich - Rechtssicherheit als weiterer Investitionsanreiz

Wien (OTS) - (PdI) "Österreich hat seine Position im Wettbewerb
der Biotechnologie-Standorte weiter verbessert", erklärte der
Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Markus
Beyrer, anlässlich des gestrigen Beschlusses des Nationalrates zur
Umsetzung der EU-Biopatent-Richtlinie. Obwohl Österreich im Bereich
der Zukunftsindustrie "Life Sciences" über eine ausgezeichnete
Ausgangsposition verfügt, bestand beim Schutz des geistigen Eigentums
seit Jahren eine Lücke im Rechtssystem. Durch die Umsetzung der
Biopatent-RL konnte diese Lücke nun erfolgreich geschlossen werden,
da nun auch in Österreich die EU-weit gültigen Standards für die
Erteilung von Patenten auf biotechnologische Erfindungen gültig sind.
"Obwohl in einigen Bereichen strengere Bestimmungen als bisher in
Kraft getreten und erstmals klare Ausnahmen der Patentierbarkeit
verankert sind, begrüßt die Industrie die Umsetzung der Richtlinie
ausdrücklich."

Dies vor allem deshalb, weil die gleichzeitig erlangte
Rechtsicherheit einen zentralen Anreiz darstellt, in die
biotechnologische Forschung in Österreich zu investieren. "In einem
der forschungs- und kapitalintensivsten Wirtschaftszweige überhaupt
ist ein wirksamer Patentschutz unumgänglich. Patente bilden dabei das
- oftmals einzige - "Kapital" von Unternehmen im Bereich der
medizinischen Forschung", betonte Beyrer. Bedenkt man die lange
Entwicklungsdauer von ca. 10 Jahren zur Herstellung eines modernen
Medikamentes und die dabei anfallenden Kosten von bis zu 1 Milliarde
Euro (!), wird klar, dass sich ohne wirksamen Patentschutz kein
Investor findet, der die Neuentwicklung von Wirkstoffen und
innovativen Therapien vorantreibt.

Die Industriellenvereinigung wertet den Nationalratsbeschluss aber
nicht nur als die Erfüllung eines längst überfälligen Beitrages zur
Harmonisierung des Rechtssystems in Europa (die Umsetzungsfrist
endete bereits im Sommer 2000), sondern sieht in der weitgehend
richtlinien-konformen Umsetzung des Regelwerkes auch ein deutliches
Zeichen der Bundesregierung für die Stärkung des Biotech-Standortes.
"Wir schließen zum Kreis der 21 EU-Mitgliedstaaten auf, die diese
Richtlinie zum Teil schon vor Jahren umgesetzt haben und somit
optimale Rahmenbedingungen zum Schutz des geistigen Eigentums
garantieren" so Beyrer.

Wachstumsbranche Life Sciences

Der IV-Generalsekretär verwies auf die Bedeutung der betroffenen
Unternehmen für den Hochtechnologiestandort Österreich:
Österreichische Unternehmen befinden sich im internationalen
Spitzenfeld bei der Entwicklung von Impfstoffen und neuen
pharmazeutischen Wirkstoffen zur Bekämpfung von Krebs, Alzheimer oder
Herz-Kreislauferkrankungen. Sie stellen damit auch nachhaltig die
bestmögliche medizinische Versorgung in Österreich sicher.

Gegenwärtig sind in Österreich an die 100 Unternehmen und rund 170
Forschungsinstitute im Bereich Biotech/Life Sciences tätig und
beschäftigen mehr als 10.000 MitarbeiterInnen. Österreichs
Biotechnologie erwirtschaftete 2003 einen Umsatz von rund 2,4
Milliarden Euro bei laufende Forschungsaufwendungen von 370 Millionen
Euro und zusätzlichen 110 Millionen Euro für Investitionen.

Rückfragehinweis:

IV-Newsroom
   Tel.: (++43-1) 711 35-2306
   Fax: (++43-1) 711 35-2313
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